Weihnachten findet statt! – Sondergemeindebrief

Weihnachten geschieht auch ohne menschliches
Zutun in diesem Jahr für uns und diese Welt.
Freut euch und fürchtet euch nicht!

GESEGNETE WEIHNACHTEN!

Weihnachten findet statt!

Auch in Garbenteich und Hausen finden Weihnachten keine Gottesdienste statt. Diese Entscheidung ist den Mitgliedern der Kirchenvorstände sehr schwer gefallen, aber in Verantwortung für die Gesundheit der Menschen haben wir uns für die Absage der Gottesdienste bis in den Januar hinein entschieden. Wir hoffen auf das Verständnis all derer, die sich wie wir auf  Gottesdienste gefreut haben.

„Wir müssen Weihnachten retten.“

Das habe ich in letzter Zeit oft gehört. Nein, Weihnachten braucht keine Rettung, Weihnachten rettet uns!

Weihnachten geschieht auch in diesem Jahr ohne menschliches Zutun für uns und diese Welt!

Es hat zweitausend Jahre überstanden. Ist in vielen Kriegen gewesen. War bei den Kranken zahlloser Seuchen. Hat sich an die Seite der Verfolgten gestellt und sich nicht darum gekümmert, ob Lametta am Baum hing.

Weihnachten hängt nicht davon ab, ob fünf oder zehn zusammenkommen; auch nicht davon, dass wir Gottesdienste feiern können.  Weihnachten lässt sich nicht machen.

Denn die Geschichte ist da. Der Stern ist da. Menschen sind da, an vielen verschiedenen Orten – die meisten dieses Jahr wohl zuhause.

Vor allem die Geschichte ist da. Das scheint mir wichtig zu sein.

Sie können sie unten lesen.

Von Hoffnung erzählt diese kleine göttliche Geschichte: Vor allem davon, dass es keinen Winkel in der Welt gibt, keine Sekunde unseres Lebens gibt, die ohne Gott ist. „Fürchtet euch nicht! Euch ist der Heiland geboren.“

Uns wird in der Geburt Jesu versichert: Du bist nicht allein, du hast einen Beistand, einen Helfer, einen Heiland. Die himmlischen Mächte haben in Jesus Gestalt angenommen und sind in die Sphäre des Irdischen eingegangen. Alles soll neu werden – auch bei dir. Hab Zuversicht in das, was morgen kommt!

Ein Anfang ist mit Jesus gemacht. Himmel und Erde, Gott und Welt haben sich miteinander verbunden. Nichts auf der Welt ist ohne Gott, seine Gnade und seinen Frieden.

Das kommt auch in diesem Jahr genau richtig: Hoffnung in der Coronazeit!

Hoffnung, dass alles wieder gut wird?

Kaum und schwer zu glauben. Doch:

„Hoffen heißt darauf vertrauen, dass es sinnvoll ist, was wir tun. Hoffnung ist Widerstand gegen Resignation, Mutlosigkeit.“ So sagt es der Theologe Fulbert Steffensky.

Der Theologe und Evangelist Lukas erzählt von Zeichen: Die Geburt eines Kindes in dunkler Nacht, von Hirten und von singenden Engeln.

Das sind Zeichen dafür, dass es neben der rauen Wirklichkeit, von der etwa die Tagesschau erzählt, noch eine ganz andere gibt: Dass diese Welt nämlich von Gott beseelt ist.

Lukas erzählt von Zeichen, in denen wir das Große ahnen und lesen sollen: „Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.“

Es ist nicht leere Hoffnung, sondern hat einen guten Grund, was wir uns in diesen Tagen wünschen:

Frohe und gesegnete Weihnachten!

Ihr Pfarrer Merten Teichmann und die Vorstände der Kirchengemeinden Garbenteich und Hausen/Petersweiher

Spendenaufruf

Die jährlichen Sammlungen in den Weihnachtsgottesdiensten sind ein wichtiger Teil der Einnahmen von „Brot für die Welt“ für notleidende Menschen. Die Weihnachtskollekten fehlen ausgerechnet in einem Jahr, in dem die Not durch Corona weltweit massiv gestiegen ist und die Partnerorganisationen Hoffnung auf unsere Hilfe setzen. Wir bitten Sie ganz herzlich darum, Spenden zu überweisen oder im Internet zu spenden.

„Brot für die Welt“ : DE10 1006 1006 0500 500 500

Dem Anfang Advent verteilten Gemeindebrief lag ein Überweisungsschein bei

Krippenspiel

Das Krippenspiel der  Hausener Kinder finden Sie als Video unter https://www.kirche-miteinander.de/es-war-einmal-krippenspiel-2020/

Mediale Angebote

Das ZDF überträgt Heiligabend, 19.15 Uhr, eine Christvesper aus der Evangelischen Saalkirche Ingelheim mit dem Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Dr. Volker Jung.

Im Hörfunk überträgt hr2 Heiligabend um 22.15 Uhr die katholische Christmette aus der St. Bonifatius-Kirche in Gießen mit dem katholischen Dekan Hans-Joachim Wahl.

Das Evangelische Dekanat Gießen und Innenstadtgemeinden haben einen Online-Gottesdienst mit Dekan André Witte-Karp ins Internet gestellt. Sie finden ihn und weitere Informationen unter

www.giessen-evangelisch.de

Die Weihnachtsgeschichte nach Lukas

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt.

Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.

Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten.

Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

Lukas-Evangelium 2, 1-20