Konfirmation in Zeiten von Corona

Die Corona-Pandemie und in der Folge die Kontaktsperre zwang auch die Kirchengemeinden Garbenteich und Hausen den Konfirmanden-Unterricht zu unterbrechen und die im Mai und Juni geplanten Konfirmationen abzusagen.

Pfarrerin Marisa Mann berichtet, dass der Konfiunterricht thematisch nahezu abgeschlossen war. Nur ein Termin muss vor der nun Mitte September stattfindenden Konfirmation nachgeholt werden, um die biblischen Lerntexte zu sichern.

Leider wird es vor der Konfirmation in diesem Jahr keinen Vorstellungsgottesdienst geben, denn den bereiten die Konfis traditionell bei einem Wochenende auf dem Hoherodskopf vor. Das ist in diesem Jahr nicht möglich, da bis zu den Herbstferien keine Konfi-Freizeiten stattfinden können.

Kontakt während der Kontaktsperre

Pfarrerin  Mann hat während der vergangenen Wochen den Kontakt zu den Konfis gehalten und nicht abgebrochen. Mit Hilfe des Internet-Dienstes Whatsapp hat sie die Konfis als Gruppe aber auch einzeln angeschrieben. So haben sich, wie sie berichtet, sehr persönliche, dichte, tiefe, gewissermaßen seelsorgerliche Gespräche über die Situation der Jugendlichen in der Corona-Zeit ergeben.

Die Jugendlichen haben von ihr Aufgaben digital übermittelt bekommen.

Bis Pfingsten sollten sie sich einen Konfirmationsspruch aussuchen und die Auswahl begründen.

Zum Psalm 23 „Der Herr ist mein Hirte“ sollten sie Fotos machen und ihr Verständnis über diesen Trostpsalm bebildern. Schließlich sollten sie aufschreiben, was ihnen in der Zeit von Corona, die für viele Jugendliche so schwierig war, weil sie nun plötzlich so viel zu Hause sein mussten, keine Freunde treffen konnten und nicht wussten, wie es mit der Schule weiter geht, Hoffnung gibt und was sie in dieser Zeit getragen hat. Motto der Aufgabe: „Mehl hamstern – Hoffnung hamstern“. Die Ergebnisse werden in den Konfirmationsgottesdienst einbezogen.

Im Sommer will Pfarrerin Mann, je nach den aktuellen Sicherheitsbestimmungen, die Konfis schrittweise wieder an eine reguläre Vorbereitung des Konfirmationsgottesdienstes heranführen. Vielleicht sind ein oder zwei gemeinsame Treffen sogar noch vor den Sommerferien möglich. In enger telefonischer Absprache mit den Konfirmanden-Familien hat Pfarrerin Mann die neuen Termine festgelegt: Samstag, 12. September, 10 Uhr und einen Tag später am Sonntag, 13. September, ebenfalls um 10 Uhr. Wann die Feiern in Hausen und wann in Garbenteich stattfinden, stand Mitte Mai noch nicht endgültig fest.

Nach der Konfirmation hat Pfarrerin Mann für die Konfis ein besondere Aktion vorbereitet, die aber noch ein Geheimnis bleiben soll.

Neuer Konfijahrgang

Der neue Konfirmandenjahrgang 2020/21 soll –  verspätet — nach den Herbstferien beginnen. Das Vierteljahr Verkürzung ist Pfarrerin Mann sich sicher mit einigen Wochenendtreffen inhaltlich ausgleichen zu können. Dass die neuen Konfis jedoch nicht an einem großen Konfi-Camp teilnehmen können, darüber ist sie sehr traurig. Dieses Highlight jedes Konfijahres musste vom Dekanat Gießen abgesagt werden. Der erste Elternabend ist nach den Sommerferien. Der Termin steht noch nicht fest. Aber alle in Frage kommenden Familien werden schriftlich informiert.

Die Einführung der neuen Konfis wird in einem festlichen Gottesdienst am 1. Advent gefeiert.

Einführung der neuen Konfis

Nach dem Konficamp geht es noch mal so richtig los für die Konfirmanden. Sie werden der Gemeinde vorgestellt – schließlich sitzen sie ja jetzt ein knappes Jahr – und hoffentlich auch noch länger – regelmäßig im Gottesdienst.

Im Konficamp treffen sich die Konfis aus den unterschiedlichen Gemeinden des Dekanats und haben vier intensive Tage mit Spiel, Spaß und Nachdenken miteinander. 2019 ging es um das Motto „Du bist frei. Träum weiter!“.

Die Gemeinden konnten im Einführungsgottesdienst mit einem Film am Camp teilhaben und Pfarrerin Marisa Mann berichtete unter anderem in der Predigt von einigen Eindrücken und Ergebnissen.

Mehr Infos zum Konficamp 2019 gibt es hier. Und wer den Film verpasst hat – hier kann man ihn sehen:

Endlich konfirmiert!

Zwei Wochen nach dem Vorstellungsgottesdienst am 19. Mai ist es soweit. Pfarrerin Marisa Mann, die zu Konfirmierenden und die Kirchenvorstände von Garbenteich und Hausen ziehen feierlich unter Orgelmusik in die Hausener Kirche ein.

Nicht zuletzt Dank der Begleitung des Kinder- und Jugendchors unter der Leitung von Frau Dr. Korf und Frau Steiß wird es bei aller Feierlichkeit auch ein sehr fröhlicher Gottesdienst, von dem eine Facebook-Besucherin anlässlich der Bilder meint „so wären viele auch gerne konfirmiert worden… so locker und mit Spaß“.

Ein „versehentlich mitgenommener“ Schlüssel zum Tagungsraum der Jugendherberge sorgt in der Dialogpredigt für den Übergang zur Geschichte von Petrus und dem Schlüssel zum Himmelreich.

Nach der Segnung mit vielen auch weniger oft gehörten Mutworten und der Ansprache des Kirchenvorstands wird das Abendmahl gefeiert. Statt sich wie sonst zum Abschluss die Hände zu reichen, legen sich die Konfirmierten gegenseitig die Hände auf die Schulter. Ein starkes Bild, was vielleicht auch Ausdruck des intensiven gemeinsamen Jahres ist, von dem manche nun auch ein bisschen mit Wehmut Abschied nehmen.

Konfirmandinnen und Konfirmanden 2019 mit Pfarrerin Marisa Mann

Wer mehr Bilder sehen möchte, die wie alle von Matthias Hartmann bereitgestellt wurden, kann sich folgendes Youtube-Video ansehen.

Ich, mein Smartphone und Gott! Das, woran mein Herz hängt!

Eines der aufregendsten Ereignisse in der Konfirmandenzeit ist sicher der Vorstellungsgottesdienst. Das öffentliche Sprechen liegt oder liegt noch nicht jedem, und dann noch auch noch vor der Gemeinde! Zeigen, dass man gereift ist und gelernt hat, selbständig Lebens- und  Glaubensthemen aufzubereiten und damit einen Gottesdienst von Begrüßung bis Segen eigenständig zu gestalten ist schon eine tolle Leistung und ich denke, auch die Gemeinde ist jedes Mal gespannt.

Dieses Jahr bildete den Auftakt ein Gemälde von Ferdinand Georg Waldmüller aus dem 19. Jahrhundert, auf der eine junge Frau mit Smartphone zu sehen ist.

Die Konfirmanden 2019 gestalten den Vorstellungsgottesdienst

Nun, die Auflösung dieses Rätsels wurde schnell gegeben – beileibe keine Science Fiction aus dem Jahr 1860. Aber das Thema war gesetzt und die Brücke schnell zu dem geschlagen, woran das Herz hängt: Was ist mir wichtig? Was ist gut an meinem Smartphone, was schlecht? Wie sehe und kommuniziere ich mit Gott? Das Smartphone spielt eine enorme und vielfach positive Rolle in der Kommunikation, aber während die positiven Nachrichten auch mal von Angesicht zu Angesicht kommuniziert werden, werden schlechte bis hin zu Hassäußerungen elektronisch verpackt. Und was ist mit der Verantwortung für die vielfach menschenrechtsverletzenden Arbeitsbedingungen, unter denen die Rohstoffe für die Produktion gewonnen und auch die Smartphones produziert werden? Warum muss ich regelmäßig ein neues Gerät kaufen, weil die Apps nicht mehr laufen? Was passiert mit dem ganzen Schrott?

Bild aus dem Vorstellungsgottesdienst 2019

Mit der Frage, ob das Smartphone nicht das goldene Kalb der heutigen Zeit ist, wurde die Brücke zum Lesungstext geschlagen. Moses als der, der für sein Volk mit Gott redet – den direkten Draht gab es nicht? Jedenfalls wird das Volk Israel während der 40 Tage der Abwesenheit von Moses auf dem Berg Horeb komplett orientierungslos, vergisst seinen Gott und nur mit Überredungskunst kann Moses Gott davon abhalten, sein Volk zu vernichten. Da darf doch wohl die Frage erlaubt sein, wie es gewesen wäre, wenn Moses damals ein Smartphone gehabt hätte? Hey, ich rede gerade mit big G!

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft – ein Basteltipp

Natürlich steht zur Konfirmation der Zuspruch von Gottes Segen im Mittelpunkt. Wenn wir jemanden zur Konfirmation beglückwünschen, sprechen auch wir der Konfirmandin bzw. dem Konfirmanden einen Segen zu. Und manche möchten den Wunsch mit einem Geschenk unterstreichen.

Wenn das nicht zu groß ist, passt es vielleicht in Hildegards Schächtele. Christine Specht hat diesen kreativen Basteltipp mit der Anleitung von
Carmen Sprung im Internet
ausgekramt.

Der Konfiunterricht hat begonnen

Am 16. August haben sich die neuen Konfis zum ersten Mal zum Konfiunterricht getroffen. Die 10 Jugendlichen wurden von den Pfarrerinnen Marisa Mann und Christine Specht und den Konfiteamern begrüßt. Zum Auftakt beschäftigten sie sich mit dem Thema Gottesdienst. In der Hausener Kirche ging es los. Am Lückebach entlang spazierten alle dann nach Garbenteich. In der angenehm kühlen Kirche beschäftigten sich die Konfis weiter mit dem Thema Gottesdienst. Zum Abschluss gab es für alle Pizza im Gemeindehaus. Am nächsten Donnerstag geht es dann mit der Fahrt zum Konficamp weiter. Von Donnerstag bis Sonntag sind die Konfis auf dem Flensunger Hof und erleben mit vielen anderen Konfirmandinnen und Konfirmanden. Teamern und Pfarrerinnen und Pfarrern spannende Tage.

Vorstellungsgottesdienste am 29. April 2018

Kurz bevor der Regen kam, haben wir am Sonntag in Lauterbach noch ein gemeinsames Gruppenfoto der Hausener und Garbenteicher Konfirmandinnen und Konfirmanden gemacht.

Die Jugendlichen stellen sich am 29. April vor und feiern mit der Gemeinde den Vorstellungsgottesdienst. Den Gottesdienst zum Thema der neuen Impulspost der EKHN „Mut und Angst“ haben die Konfis vom 13.-15. April in der Jugendherberge in Lauterbach erarbeitet.

Gruppenfoto Konfis 2018


Der Gottesdienst in Hausen beginnt um 9.30 Uhr und um 11.00 Uhr findet der Gottesdienst in Garbenteich statt. In Hausen werden die Konfirmanden von den Konfihelfern Clara Briegel, Jan Schulz-Nigmann und Jonas Ohnmacht unterstützt. In Garbenteich teilen sich 18 Konfirmandinnen und Konfirmanden die Aufgaben im Gottesdienst während in Hausen dafür nur 8 Jugendliche zur Verfügung stehen. Die Konfihelfer gleichen dieses Ungleichgewicht etwas aus.

Schöpfung bewahren – Baumschnittaktion mit Konfis

Die Kirchengemeinde Hausen besitzt in der Nähe des Feuchtbiotops ein Baumstück. Die Apfelbäume, die dort stehen brauchen immer wieder Pflege.
Ob das wohl etwas wäre, was auch den Konfirmanden Spaß machen würde?2 Konfirmanden hatten Lust etwas darüber zu erfahren, wie man Bäume schneidet, worauf man achten muss. Zusammen mit Helmut Johanns, Stefan Brenne und Christine Specht trafen sich Philip und Jonas am 24. Februar in Hausen auf dem Baumstück. Am Samstag war es sehr kalt, aber beim Arbeiten wird man schnell warm und die Sonne und ein Feuer wärmten auch.

Welche Äste müssen weg? Gemeinsam wurden die Bäume in Augenschein genommen. Dann hieß es „Ran an die Sägen“ und ganz schnell wurde es den Jungs warm. Die Sägerei ist ziemlich anstrengend, aber es ist auch beeindruckend zu sehen, wie die Bäume sich durch den Schnitt verändern.

Im Pfarrgarten zeigte Helmut Johanns den Jungs dann noch an einem etwas kleinerem Apfelbaum, worauf man beim Schnitt achten muss.

Mit dem Pflanzen eines Baumes allein ist es nicht getan. Es gibt immer wieder etwas zu tun, wenn man einen Baum erhalten will. Die Mühe lohnt sich, wenn man dann im Herbst leckere Äpfel ernten kann.
Wir haben vereinbart, dass wir im Herbst gemeinsam die Äpfel testen, die an den Bäumen wachsen, die wir am Samstag beschnitten haben.


Ich fand es war eine gelungene Aktion, die Spaß gemacht hat. Vielleicht finden sich im nächsten Jahr auch wieder Jugendliche, die Lust dazu haben.

Christine Specht