Wir wollen die Kirche im Dorf lassen

Im Kirchenvorstand Garbenteich sind unterschiedliche Menschen, mit noch mehr unterschiedlichen Talenten, die alle an einem Strang ziehen, um ihre Kirche in Garbenteich im Dorf zu lassen.

Die Eine oder der Andere wird aus gesundheitlichen oder anderen Gründen diese Tätigkeit nicht mehr länger ausführen können.

Wir, die weitermachen, benötigt kreative, neugierige Gemeindemitglieder, die bereit sind, Zeit zu investieren und neue Wege mit uns zu gehen.

Jeder, der der evangelischen Kirche angehört, kann sich melden. Keine Angst, alle Menschen können etwas, jeder hat Talent.

Die Zeit, das ist oft der Knackpunkt, um sich für ein Ehrenamt zu engagieren.  Aber wenn man es einmal angefangen hat, das Engagieren, dann tut es gut. Es tut gut sich mit Menschen auszutauschen, etwas zu bewegen und für die Gemeinschaft zu tun.

Die Dorfgemeinschaft arbeitet an geselligem Beisammensein, die Gesangvereine pflegen das Liedgut, der Sportverein die Gesundheit … und was macht die Kirche, werden Sie sich fragen?

Die Kirche ist für die Seele, für Erinnerungen und Zukunft. Es tut gut in einem Gespräch, einer Predigt oder einem kleinen Auszug aus der Bibel Worte zu finden die der Seele gut tun. „Sorge Dich nicht… siehst Du nicht die Vögel am Himmel? Sie säen nicht, sie ernten nicht und Gott ernährt sie doch“, oder „Glaube, Liebe, Hoffnung diese drei und die Liebe ist das größte unter ihnen“, „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln ….“

Erinnern Sie sich? … Konfirmation! Alle haben den Psalm 23 gelernt. Konfirmation … Vielleicht schon lange her … oder erst vor kurzem erlebt. Eine Verbindung in Gemeinschaft mit Zuversicht und Hoffnung. Es folgen Heirat und vielleicht die Taufe der Kinder.  Obwohl viele Menschen nicht zur Kirche gehen sind ihnen diese Dinge vor Gott wichtig und das ist gut so.

Zukunft? Was wird sie bringen? In den Kirchengemeinden wird es mehr Miteinander geben. Kirche miteinander … nicht nur Hausen mit Petersweiher und Garbenteich, nein auch Watzenborn-Steinberg, Steinbach und Albach werden dazu gehören.

In Zukunft werden es mehr Kooperationen geben, nicht nur mit den Gemeindebüros, sondern auch im Pfarramtlichen Verbund. Dies ist notwendig, da es leider immer weniger Gemeindemitglieder gibt und auch weniger Pfarrer*innen.

Kirche gehört zu unserer Tradition und ist der Ursprung unserer Werte. „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ nur so kann Frieden werden auf Erden – dafür lohnt es sich zu arbeiten … auch schon im kleinen Dorf Garbenteich.

Interessenten für den Kirchenvorstand könne sich am 12. November um 18:30 im Gemeindehaus Garbenteich informieren.

Wer sonst Lust auf ein Ehrenamt hat kann sich natürlich jederzeit an den Kirchenvorstand wenden.

Text: Angelika Weis

Der Kirchenvorstand leitet die Gemeinde – Kirchenvorstandswahl 2021

Der Kirchenvorstand leitet die Gemeinde

Das evangelische Gemeindeleben ist bunt und vielfältig. Die hauptamtlichen Mitarbeitenden der Kirchengemeinde gestalten gemeinsam mit den ehrenamtlich Engagierten das christliche Leben vor Ort. Nicht nur bei Gottesdiensten, sondern auch in den verschiedenen Gruppen und Angeboten wie den Konfirmandentreffen, den Nachmittagen für Kinder und Jugendliche oder Treffen für Senioren.

Die Leitung einer Kirchengemeinde hat in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) der Kirchenvorstand.

Zusammen mit dem Gemeindepfarrer trägt der Kirchenvorstand die Verantwortung für die Gemeindearbeit. Er leitet und prägt die Gemeinde, ist Impulsgeber und trifft Entscheidungen. 

Er entscheidet über theologische Fragen der Gemeinde, über ihre inhaltliche Arbeit und die Finanzen. Dazu gehören auch die Verwaltung der Gebäude und Grundstücke, die Personalverantwortung für die hauptamtlichen Mitarbeitenden und die Öffentlichkeitsarbeit.

Üblich ist eine monatliche, in der Regel nicht öffentliche Sitzung. Hier wird diskutiert und es werden Entscheidungen getroffen. Außerdem beteiligen sich Kirchenvorsteher und Kirchenvorsteherinnen an den Gottesdiensten und anderen Gemeindeaktivitäten.

Neben der Pfarrerin oder dem Pfarrer der Gemeinde besteht der Kirchenvorstand nur aus Ehrenamtlichen.

Entscheidungen im Kirchenvorstand werden demokratisch mit Mehrheit getroffen, jede Stimme hat gleiches Gewicht. Idealerweise finden sich unter den Vorstandsmitgliedern Menschen aus verschiedenen Alters- und Berufsgruppen wieder, damit die Interessen aller Gemeindemitglieder gut vertreten werden können.

Ihr gemeinsamer Auftrag ist, Menschen für den christlichen Glauben zu begeistern. Ihr gemeinsames Ziel ist die Verkündigung des Evangeliums. Sie sollen das christliche Leben vor Ort so fördern, dass viele Menschen sich davon angesprochen fühlen. Die besondere Rolle des Kirchenvorstands legt die Kirchenordnung der EKHN fest. In den Gemeinden der EKHN werden die Mitglieder des Kirchenvorstands jeweils für eine Amtsperiode von sechs Jahren von allen Gemeindemitgliedern ab 14 Jahren gewählt.

Die nächste Wahl in allen Kirchengemeinden findet am 13. Juni 2021 statt. 

Die Kirchenvorstände beschließen im September die Wahlvorschläge, das heißt die Liste mit den Kandidierenden. Mit der Veröffentlichung des Wahlvorschlags wird zur Gemeindeversammlung im Januar 2021 eingeladen, bei der sich alle Kandidierenden persönlich vorstellen.

Matthias Hartmann

Ihre Meinung ist gefragt

Mit der Kirchenvorstandswahl 2021 werden die Weichen für unser Gemeindeleben in den kommenden Jahren gestellt.

  • Was erwarten Sie von dem nächsten Kirchenvorstand?
  • Welche Schwerpunkte sollen in der Arbeit gesetzt werden?
  • Wollen und können Sie an der Gestaltung unseres Gemeindelebens mitarbeiten?
  • In welchen Bereichen würden Sie sich engagieren?
  • Wären Sie zur Mitarbeit im oder auch außerhalb des Kirchenvorstands bereit?

Über die Beantwortung einer oder aller Fragen in Gesprächen nach dem Gottesdienst oder in einer E-Mail an kirchengemeinde.garbenteich@ekhn.de oder kirchengemeinde.hausen@ekhn.de würden wir uns sehr freuen.

Kirchenvorstände 2015-2021

Am Sonntag dem 26. April 2015 fand die Kirchenvorstandswahl in der Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) statt. Wahlberechtigt sind dabei alle evangelischen Gemeindeglieder, die am Walta das 14. Lebensjahr vollendet haben. Die Amtszeit des neu gewählten Vorstands beträgt dabei sechs Jahre und beginnt am 1. September 2015 und endet somit am 1. September 2021.

Wen wählen?

„Wen soll ich denn da wählen – die sind doch alle gut!“ – Zwei Besucherinnen der Gemeindeversammlung tauschten sich aus, nachdem sich alle Kandidatinnen und Kandidaten kurz vorgestellt hatten. Und dieser
Seufzer sprach mir aus dem Herzen:

Da stehen lauter gute Leute zur Wahl. Männer und Frauen mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten, die wir in unserer Kirche und in unserer Kirchengemeinde gut gebrauchen können. Die wissen, wo es nötig ist anzupacken. Die bereit sind, Ihre Fähigkeiten zu Gunsten anderer einzubringen. – Sie sind wirklich alle gut. Jeweils auf ihre eigene Weise.

Am liebsten würde ich sie alle wählen. Da sind Menschen dabei, die sich darum kümmern, dass die Kinder in der Gemeinde zu ihrem Recht kommen. Da sind andere, die daran erinnern, die Älteren und Alten nicht aus dem Blick zu verlieren. Manche stehen auf dem Stimmzettel, die sich mehr
im Gottesdienst engagieren, bei Andachten und Bibelabenden. Und andere sind Fachleute, wenn es um handwerkliche Tätigkeiten, wenn es um das praktische Zupacken geht. Die einen interessieren sich für die Diakonie, die anderen sorgen dafür, dass auch die Ökumene im Blick bleibt.

Und Ihnen allen ist das Eine gemeinsam: Sie wollen ihre Talente zum Wohl der anderen einsetzen. Sie möchten ein Stück Verantwortung dafür übernehmen, dass von Evangelium und christlichem Glauben nicht nur geredet wird, sondern dass beides sich im Leben der Menschen praktisch auswirken kann. Und sie sind bereit, dafür auch ganz öffentlich einzustehen.

Und deshalb werde ich ihnen alle Stimmen geben, die ich für die Wahl zur Verfügung habe. Und ich wünsche mir, dass Sie das auch tun – dass möglichst viele Wahlberechtigte mit ihren Stimmen unseren Kirchenvorstandskandidatinnen und -kandidaten den nötigen Rückhalt geben. Damit diese spüren können, dass sie mit ihrer Arbeit getragen und unterstützt werden. Damit sie sicher sein können, dass das, was sie da an Arbeit tun, im Sinn der ganzen Kirchengemeinde und letztendlich im Sinn des Evangeliums von Jesus Christus ist.

Pfarrer Andreas Specht