Sommerkirche ist „Kirche miteinander“

Eine besondere Zeit im Jahr ist die Zeit in und um die Sommerferien. Während viele in den Urlaub fahren, feiern die beiden Gemeinden zusammen Gottesdienst.

Dank der dörflichen Feste wie das Hüttenfest in Hausen oder das Dorffest in Garbenteich sind es häufig besondere Gottesdienste an den Orten, an denen auch gefeiert wird. Oder es ist ein Gottesdienst zum Mitgehen. Oder es die Aufführung eines Musicals, das die Kinder in der Ferienzeit geprobt haben.

Zum Hüttenfest 2019 predigte Pfarrer Paulmann in der schönen Natur um die Albert-Schwarz-Hütte herum über den Garten Eden und über unsere heutigen Gärten. Da konnte natürlich das ausgehende Herz, das Freude sucht, nicht fehlen, und damit die Vielfalt der Natur sich auch in den Hausgärten (wieder) entwickeln kann, empfahl er wilde Ecken einzurichten. Jeder bekam ein Päckchen Samen und so hoffen wir, dass Biene und Co nächstes Jahr wieder reichhaltig Futter finden.

Bibel auf – hereinspaziert: Sommerfest mit dem „Lernraum“

Das Sommerfest wurde von der Kinder- und Jugendarbeit zusammen mit dem Lernraum Pohlheim und den dort aktiven Flüchtlingshelfern und Frau Graf-Lutzmann von der Diakonie veranstaltet.

Es gab ein supertolles Buffet, zu dem viele Menschen etwas beigetragen haben. Begonnen wurde mit einem gemeinsamen Lied und der Eröffnung des Büffets. 

Um 15.30 begann das Kinderprogramm mit Spielen im Garten:

  • Teebeutelweitwurf,
  • Wasserbombenzielwerfen
  • Schokokusswettessen ohne Hände u.v.m.

Auch der Fallschirm kam zum Einsatz.

Fallschirmspiel

Zum Abschluss bekam jedes Kind einen Welt-Wasserball und es wurde noch gemeinsam mit den Eltern ein Lied gesungen.

Lied mit dem Weltwasserball

(Text: Beate Korf, Bilder: Katrin Behlen)

Endlich konfirmiert!

Zwei Wochen nach dem Vorstellungsgottesdienst am 19. Mai ist es soweit. Pfarrerin Marisa Mann, die zu Konfirmierenden und die Kirchenvorstände von Garbenteich und Hausen ziehen feierlich unter Orgelmusik in die Hausener Kirche ein.

Nicht zuletzt Dank der Begleitung des Kinder- und Jugendchors unter der Leitung von Frau Dr. Korf und Frau Steiß wird es bei aller Feierlichkeit auch ein sehr fröhlicher Gottesdienst, von dem eine Facebook-Besucherin anlässlich der Bilder meint „so wären viele auch gerne konfirmiert worden… so locker und mit Spaß“.

Ein „versehentlich mitgenommener“ Schlüssel zum Tagungsraum der Jugendherberge sorgt in der Dialogpredigt für den Übergang zur Geschichte von Petrus und dem Schlüssel zum Himmelreich.

Nach der Segnung mit vielen auch weniger oft gehörten Mutworten und der Ansprache des Kirchenvorstands wird das Abendmahl gefeiert. Statt sich wie sonst zum Abschluss die Hände zu reichen, legen sich die Konfirmierten gegenseitig die Hände auf die Schulter. Ein starkes Bild, was vielleicht auch Ausdruck des intensiven gemeinsamen Jahres ist, von dem manche nun auch ein bisschen mit Wehmut Abschied nehmen.

Konfirmandinnen und Konfirmanden 2019 mit Pfarrerin Marisa Mann

Wer mehr Bilder sehen möchte, die wie alle von Matthias Hartmann bereitgestellt wurden, kann sich folgendes Youtube-Video ansehen.

Ich, mein Smartphone und Gott! Das, woran mein Herz hängt!

Eines der aufregendsten Ereignisse in der Konfirmandenzeit ist sicher der Vorstellungsgottesdienst. Das öffentliche Sprechen liegt oder liegt noch nicht jedem, und dann noch auch noch vor der Gemeinde! Zeigen, dass man gereift ist und gelernt hat, selbständig Lebens- und  Glaubensthemen aufzubereiten und damit einen Gottesdienst von Begrüßung bis Segen eigenständig zu gestalten ist schon eine tolle Leistung und ich denke, auch die Gemeinde ist jedes Mal gespannt.

Dieses Jahr bildete den Auftakt ein Gemälde von Ferdinand Georg Waldmüller aus dem 19. Jahrhundert, auf der eine junge Frau mit Smartphone zu sehen ist.

Die Konfirmanden 2019 gestalten den Vorstellungsgottesdienst

Nun, die Auflösung dieses Rätsels wurde schnell gegeben – beileibe keine Science Fiction aus dem Jahr 1860. Aber das Thema war gesetzt und die Brücke schnell zu dem geschlagen, woran das Herz hängt: Was ist mir wichtig? Was ist gut an meinem Smartphone, was schlecht? Wie sehe und kommuniziere ich mit Gott? Das Smartphone spielt eine enorme und vielfach positive Rolle in der Kommunikation, aber während die positiven Nachrichten auch mal von Angesicht zu Angesicht kommuniziert werden, werden schlechte bis hin zu Hassäußerungen elektronisch verpackt. Und was ist mit der Verantwortung für die vielfach menschenrechtsverletzenden Arbeitsbedingungen, unter denen die Rohstoffe für die Produktion gewonnen und auch die Smartphones produziert werden? Warum muss ich regelmäßig ein neues Gerät kaufen, weil die Apps nicht mehr laufen? Was passiert mit dem ganzen Schrott?

Bild aus dem Vorstellungsgottesdienst 2019

Mit der Frage, ob das Smartphone nicht das goldene Kalb der heutigen Zeit ist, wurde die Brücke zum Lesungstext geschlagen. Moses als der, der für sein Volk mit Gott redet – den direkten Draht gab es nicht? Jedenfalls wird das Volk Israel während der 40 Tage der Abwesenheit von Moses auf dem Berg Horeb komplett orientierungslos, vergisst seinen Gott und nur mit Überredungskunst kann Moses Gott davon abhalten, sein Volk zu vernichten. Da darf doch wohl die Frage erlaubt sein, wie es gewesen wäre, wenn Moses damals ein Smartphone gehabt hätte? Hey, ich rede gerade mit big G!

Ökumenischer Gottesdienst anlässlich des 140-jährigen Jubiläums des Gesangvereins Victoria

Als ob das schon lange geplant gewesen wäre – so passend zur aktuellen Aktion „Schlüsselmusik“ der EKHN feierte der Garbenteicher Gesangverein Victoria sein 140-jähriges Jubiläum unter anderem mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Sport- und Kulturhalle Garbenteich.

„Kirche miteinander“ bekommt so noch mal neue Seiten – miteinander auch die Konfessionen – zum Miteinander im Dorf gehören die Gesangvereine, die auch immer wieder unsere Gottesdienste bereichern. Und mit uns der Posaunenchor der Michaelsgemeinde Wieseck, dessen festlicher Klang einen würdigen Rahmen bildete.

Das Vorbereitungsteam hatte dem Anlass entsprechend Texte zur Musik aus dem alten und neuen Testament herausgesucht, die Pastoralassistentin Dr. Stefanie Völkl und Prädikant Dr. Stefan Brenne vertieften.

Natürlich ging es um Psalmen, die häufig zum Lobe Gottes klingen. Aber auch die heilsame Wirkung von Musik ist in der Bibel beschrieben:

„Wenn nun der Geist Gottes über Saul kam, nahm David die Harfe und spielte darauf mit seiner Hand. So erquickte sich Saul, und es ward besser mit ihm, und der böse Geist wich von ihm.“

Zufall, dass genau dieser Text an diesem Tag das Bildmotiv der „Schlüsselmusik“-Aktion bildete?

Sicher haben angesichts des anschließenden Frühschoppens auch alle die Mahnung im Brief des Paulus an die Epheser verstanden:

„Berauscht euch nicht mit Wein – das macht zügellos -, sondern lasst euch vom Geist erfüllen! Lasst in eurer Mitte Psalmen, Hymnen und geistliche Lieder erklingen, singt und jubelt aus vollem Herzen dem Herrn!“

Osterfrühgottesdienst

Es ist früh am Morgen und noch kühl. Durch die Fenster der Kirche dringt noch Licht nach außen. Der erste Frühlingsvollmond leuchtet in der beginnenden Dämmerung.

Bald wird es nach den Vorbereitungen dunkel sein in der Kirche und nur noch das Licht der Osterkerze den Raum erhellen, und wir werden die wunderbaren alten Texte von der Schöpfung der Welt, über die Sintflut, prophetische Verheißungen, neutestamentliche Worte zum Licht bis hin zum Bericht über das leere Grab nach der Auferstehung hören.

Fürchtet Euch nicht heißt es, so wie auch die Engel in der Weihnachtsbotschaft verkünden.

Unsere Gesänge dringen nach außen, um die Botschaft der Welt zu verkünden. Wir werden an die Taufe erinnert, in der das Osterlicht leuchtet, und zusammen am frühen Morgen Abendmahl feiern. Es ist hell in der Kirche und die Sonne ist aufgegangen.

Osterfrühstück
Osterfrühstück

Inzwischen haben fleißige Helferinnen im warmen Gemeindehaus duftenden Kaffee bereitet und alle genießen das leckere Buffet.

Ich taufe dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geiste

Einmal im Jahren treffen sich die Kirchenvorstehende aus Garbenteich und Hausen-Petersweiher zu einer gemeinsamen Sitzung und KV Seminar. Hier sind dann oftmals natürlich übergreifende Themen relevant (sei es nun Haushalt oder auch die gemeinsame Zusammenarbeit) aber hin und wieder widmen wir uns innerhalb eines Tages auch einen Thema in Form eines Seminares.

Taufschale und Fotos sowie Gedanken zur Taufe
Thema Taufe im Rahmen eines KV Tag

Begleitet durch Pfarrerin Christine Specht, Pfarrerin Marissa Mann und Pfarrer Frank Paulmann widmeten wir uns verschiedene Fragen rund um das Thema Taufe. Dabei stand sowohl die historisch/theologische Entwicklung von der Bedeutung des fliessenden Wasser, Luther und Calvin im Mittelpunkt aber auch oftmals die sehr persönliche Bedeutung die Taufe, Patenamt oder Symbole im Rahmen der Taufe für uns haben.

Vieles davon war uns auch überraschend wie die Herkunft des Taufkleides und die damit verknüpfte Bedeutung, Zeitpunkt der Taufe eines Adeligen oder aber auch die Unterschiede und Veränderungen die auch am Sakrament der Taufe selbst in jüngster Zeit zu sehen sind.

Das mit der Taufe auch die Gemeinde als Pate zur Aufnahme eines neuen Mitgliedes in der Gemeinde steht kann auch übergreifend dafür gedeutet werden, dass es im Laufe der Zeit auch immer mehr gelungen ist uns gemeinsam in einer Gemeinde zu finden und über die Ortsgrenzen hinweg in unserer Kirchengemeinde ein Teil von Kirche miteinander erfahren und erleben zu können.

So wechselhaft und unterschiedlich die Menschen in der Gemeinde auch sind so sehr sich das Bild von Kirche auch wandelt besteht doch weiterhin immer die Gemeinschaft im Glauben und es ist schön, dass wir solche Gelegenheiten nutzen können uns auch einmal ausserhalb der Verwaltung zusammen zu setzen und neben der geistigen Nahrung auch das leibliche Wohl, sei es beim Pizza und Pasta oder auch bei selbstgebackenen Kuchen, erfahren zu können.

Als Mitglieder der Kirchenvorstehende können wir hier nur Danke für die Einladung sagen und uns über die gute Vorbereitung aber auch lebendige, lehrreiche und unterhaltsame Umsetzung am Samstag freuen.

Zur Vorbereitung des KV Wochenende wurden wir gebeten unseren eigenen Taufspruch mitzubringen (was einigen auch gelang) und vielleicht möchten ja auch Sie dieses zum Anlass nehmen sich erneut an ihre Taufe oder erlebte Taufen zu erinnern.

Das Dekanat per Rad zu Gast in Garbenteich

Seit nun sieben Jahren bietet das evangelische Dekanat Gießen eine Orgelradtour zu kleinen Orgelkonzerten in einzelne Kirchengemeinden unseres Dekanat an. Dieses Jahr waren einige Fahrräder im Hof unserer KIrche zu finden, da die erste Station der Orgelradtour 2018 unsere Garbenteicher Kirche war.

Nachdem alle Radelnde mit erfrischenden Getränken versorgt waren informierte unsere Kirchenvorstehende über die Geschichte der evangelischen Kirche und gab danach das Wort weiter zwecks fachkundiger Ausführungen zu unserer Orgel. Danach spielte Kantor Christoph Koerber zuerst ein kleines Stück von J.S. Bach auf unserer Orgel und danach weitere Stücke unter anderen von W.A. Mozart auf einer mitgebrachten Kisten- oder Truhenorgel.

Nachdem die Kirche und der Klang ausreichend genossen worden war machte sich die Gemeinde der Radfahrenden auf den Weg zur evangelischen Kirchengemeinde Kleinlinden wo Yoerang Kim-Bachmann Musik u.a. von J.S. Bach und Arvo Pärt für Orgel und Blockflöte (Steffen Steinmetz-Bonzelius) spielte und das Abschlusskonzert wurde in der katholischen Kirche St. Martin in Watzenborn durch Propsteikantorin Marina Sagorski gegeben. Als letztes Lied erklang am Abend der Tanz der Rohrflöten aus Tschaikowski „Der Nussknacker“ und die Fahrräder rollten in alle Himmelsrichtungen wieder auseinander.

© Dekanat Gießen (mhart)

Gerade die Kombination aus Erkunden der Gemeinden, Musik der Orgeln und auch das besondere Erlebnis teilweise unbekannte Strecken über Fahrradwege zu erkundigen war ein spannendes Erlebnis und vielleicht weckt es ja auch Lust darauf nächstes Jahr selbst mitzufahren, selbst wenn dann nicht die Garbenteicher Kirche eines der Ziele ist.

Ein umfassender Bericht inklusive Video ist auf der Seite des Dekanat Gießen unter „Orgelradtour im Dekanat Gießen“ zu finden.

Tauschen und Plauschen – Pflanzentauschmarkt

Bei schönem Wetter wurden unten im Hof Pflanzen begutachtet und getauscht während man oben an der Kirche Kaffee, Kuchen und ein gutes Gespräch genießen konnte.
Es war wieder schön beim Pflanzentauschmarkt. In diesem Jahr gab es ganz viele Tomaten, weil sie im letzten Jahr von vielen nachgefragt worden waren. Was es im nächsten Jahr gibt, wer weiß? Auf alle Fälle wieder einen Pflanzentauschmarkt.

Gottesdienst zum Mitgehen – Impressionen

Der Chorraum in der Hausener Kirche wurde heute morgen auch zum Singen genutzt. Gemeinsam wurde hier der Gottesdienst von Gemeindegliedern aus Hausen, Petersweiher, Garbenteich und Watzenborn-Steinberg mit einem Lied begonnen.

Mitgehen, das sollte heute wörtlich genonmmen werden und so machten wir uns mit dem Akkordeon und dem Verstärker im Leiterwagen auf den Weg durch Hausen. An verschiedenen Stationen wurde gesungen, ein Psalm gebetet, zugehört und immer wieder auf dem Weg miteinander geredet und gelacht.Von der Kirche führte der Weg über die Waldstraße, einen kleinen Wiesenweg entlang und auf dem befestigten Feldweg zum Biotop. Von dort ging es weiter zum Kuhberg, zur Jahneiche und wieder zur Kirche.

Der Kuhberg machte heute seinem Namen alle Ehre. Die weidenden Rindviecher kamen auch an den Zaun, um neugierig zu schauen, was da los ist.