Gemeindebrief Frühjahr 2012

Wachsen wie Rosen und Clematis

Titelseite des Gemeindebriefes Frühjahr 2012
Titelseite des Gemeindebriefes Frühjahr 2012

„Im Vorgarten unseres Hauses haben wir drei Rankbalken aus Metall aufgestellt. An diesen Säulen aus Metallgitter sollen Rosen und Clematis wachsen und die Rankbalken begrünen. Wenn alles so gelingt, wie wir es uns vorgestellt haben, dann werden an den drei Metallsäulen zu verschiedenen Zeiten, in verschiedenen Farben und verschiedenen Höhen die Rosen und Clematis blühen und uns mit ihrem Anblick erfreuen.

Rosen und Clematis sollen sich verbinden und miteinander wachsen.
Genau das wünsche ich mir auch für unsere beiden Kirchengemeinden Garbenteich und Hausen/Petersweiher.“

So hat meine Frau vor fünf Jahren ihre Gedanken für den Gemeindebrief 2007 begonnen. Der 01.01.2007 ist das Datum, seit dem meine Frau und ich jeweils mit halber Stelle und Pfarrer Klein mit einem 30%-Dienstauftrag für Garbenteich und Hausen mit Petersweiher zuständig sind.

Seitdem ist allerhand geschehen: Wenn Sie sich das Bild auf der Titelseite anschauen, dann sehen Sie, dass Rosen und auch Clematis längst gewachsen sind und blühen. Manchmal gleichzeitig, manchmal abwechselnd und manchmal auch einfach nur wild durcheinander.
So ähnlich, habe ich den Eindruck, geschieht es auch in unseren Gemeinden: Vieles wächst oder blüht sowohl aufeinander zu als auch ganz unabhängig von einander: Die Konfirmandengruppen haben sich längst (wieder) ganz selbstverständlich daran gewöhnt, dass der Grenzweg für sie keine Grenze mehr ist. Hausener Konfirmanden bewirten auf dem Garbenteicher Adventstreff die Leute mit frisch gebackenen Waffeln. Garbenteicher Kinder spielen beim Hausener Weihnachtsspiel und machen mit beim Musical im nächsten Sommer. Die Krabbelgruppe trifft sich seit neuestem gemeinsam. Gottesdienste finden zusammen statt. Und ab sofort gibt es einen gemeinsamen Gemeindebrief.

Es tut gut, zu erleben, wie viele verschiedene Menschen hier in unseren Gemeinden jeweils ihr Teil dazu beitragen, dass es etwas zu bestaunen gibt und dass das Miteinander Freude macht.

Ja, Rosen sind schön. Und Clematis sind auch schön. Aber zusammen sind sie etwas Besonderes. Deshalb lohnt es sich, finde ich, mitzumachen und dazu beizutragen, dass beide weiter wachsen und weiter zusammen wachsen können. Dann gibt es vielleicht schon im nächsten Jahr wieder ein paar Blüten mehr.

Und ich bin fest davon überzeugt: Wenn Gott die Lilien auf dem Feld so wichtig sind, dass Jesus sie seinen Zuhörerinnen und Zuhörern als Beispiel für Gottes Fürsorge vor Augen halten kann, dann liegen ihm genauso auch Rosen und Clematis am Herzen. Und dann kümmert er sich auch um uns in unseren Gemeinden. So dass wir wachsen und gedeihen können unter seinem Segen.
Ihr Andreas Specht

Gemeindebrief 01/2012

Liebe Gemeindeglieder!
Liebe Leserin! Lieber Leser!

Titelseite des Gemeindebriefes 01/2012
Titelseite des Gemeindebriefes 01/2012

Gestern Abend (26.10.2011) wollte ich gerade die Tür unseres Jugendcafés im Thomashaus in Watzenborn-Steinberg aufschließen, als ich aus dem darüber liegenden großen Saal den Kirchenchor singen hörte „Herbei, o ihr Gläubgen, fröhlich triumphieret, o kommet, o kommet nach Bethlehem! Sehet das Kindlein, uns zum Heil geboren! O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten den König!“

Mit einem Male wurde mir bewusst: Ja, es ist gar nicht mehr so lange, dann ist schon wieder Weihnachten. Dieses Weihnachtslied Ende Oktober ließ mich kurz stehen bleiben und darüber froh werden, dass die Weihnachtsbotschaft nicht nur für ein paar Tage im Dezember reserviert ist, sondern das ganze Jahr hindurch Gültigkeit besitzt, gerade auch jetzt, wo wir in den Nachrichten dieser Tage nur noch die Wörter „drohende Weltwirtschaftskrise, Krisenfonds EFSF, Risikovorsorge, Euro-Rettungsschirm, Hilfspaket,…“ hören.
Das Lied des Kirchenchores hat mich aber auch daran erinnert, dass wir noch genug Zeit haben, uns auf Weihnachten vorzubereiten. Vor uns liegt der Advent. In diesen Tagen steckt eine große Chance für Weihnachten – obwohl das Risiko groß ist. Allein schon wirtschaftlich betrachtet sehen viele in den vor uns liegenden Feiertagen Gefahren für die Wirtschaft – gerade in diesen Zeiten einer erneut drohenden Wirtschaftskrise. Ein ganzes Land macht Pause. Die Fließbänder stehen still. Und viele befürchten, dass das Weihnachtsgeschäft im Advent auch nicht so rosig ausfällt.

Aber auch menschlich gesehen ist Weihnachten ein Risiko. Viele Menschen haben Angst vor Weihnachten: weil die Vorbereitung ein einziger Stress ist und der Streit in den Familien zunimmt.

Eigentlich hat Weihnachten schon immer gestört – schon von Anfang an: Die Sterndeuter wundern sich über das Kind in der Krippe. König Herodes ärgert sich über einen neuen Konkurrenten. Die Hirten erschrecken über die Engel. Und Maria und Josef sind noch gar nicht verheiratet.
Allerdings – manchmal ist es gut, gestört zu werden: Die Sterndeuter entdecken Gott nicht im Himmel, sondern auf der Erde. König Herodes muss erkennen, dass irdische Macht nicht alles ist. Die Hirten hören auf die Engel und machen sich auf nach Bethlehem. Josef hält zu Maria.
„Sehet das Kindlein, uns zum Heil geboren.“ Ja, auch diese Botschaft von Weihnachten trägt ein Risiko in sich, zum Glück ein Risiko mit positivem Ausgang. Wer dieser Botschaft nachgeht und nachsinnt, der kann erfahren, dass Leben sich verändert. Der wird dann vielleicht innerlich gelassener, auch wenn die Wirtschaftsprognosen nicht so toll sind, der lässt sich nicht treiben von dem „immer schneller immer mehr haben wollen“, der fühlt sich gehalten – gerade auch in Krisenzeiten des Lebens.
Ich wünsche Ihnen allen, dass Sie sich stören lassen von der wunderbaren Botschaft von Weihnachten und erleben, wie sie auch Ihr Leben verändert und stärkt.
So wünsche ich Ihnen – auch im Namen meiner Kollegen Christine und Andreas Specht – eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und das Allerbeste für das Jahr 2012!

Herzliche Grüße
Ihr und euer Alexander Klein

Unser Türen-Adventskalender - 24 Türen aus Garbenteich und Hausen Fotos: Specht
Unser Türen-Adventskalender – 24 Türen aus Garbenteich und Hausen
Fotos: Specht


Per Klick auf das Bild erhalten Sie eine Variante als DIN-A4

Gemeindebrief 04/2011

Leben unter extremen Bedingungen

Titelseite des Gemeindebriefes 04/2011
Titelseite des Gemeindebriefes 04/2011

Mein Mann und ich waren zum Sommerurlaub in Südtirol und dazu gehörte für uns auch das Wandern in den Bergen. Neben der fantastischen Aussicht auf die Berge, begeisterten mich auch die vielen Blumen auf den Bergwiesen: Feuerlilie, Türkenbund, Knabenkraut waren die besonderen Schönheiten, die ich so bei uns in den Wiesen noch nicht gesehen habe. Aber auch Margeriten, Glockenblumen, Arnika und viele andere häufig anzutreffende Blumen haben mir gefallen. Manchmal wusste ich gar nicht, wo ich zuerst hinsehen sollte, so üppig blühte es auf den Bergwiesen.

Am meisten beeindruckt hat mich aber eine kleine Blume, die dort wächst, wo sonst kaum eine andere Pflanze gedeiht. Mitten im Geröll, in einer Art Mondlandschaft aus weißem Dolomitengestein, da wächst ganz überraschend der rhätische Alpenmohn, der auch gelber Mohn genannt wird. Die Pflanze wirkt mit ihren dünnen Stängeln und den durchscheinenden Blütenblättern sehr zart und empfindlich, kaum zu glauben, dass sie in so unwirtlichem Gelände wächst und gedeiht. Sie wächst aber auch nur dort, nur im Geröll, im steinigen, trockenen Boden. Auf den Wiesen sucht man diesen Mohn vergebens. Dieser Mohn, der im Geröll wächst, da wo Leben kaum möglich scheint, hat meine Gedanken beschäftigt. Ich musste an Menschen denken, die mir in unseren Gemeinden begegnen. Auch da staune ich immer wieder über Menschen, die unter schwierigen Bedingungen leben und dabei Lebensfreude und Zufriedenheit ausstrahlen. Vielleicht kennen sie ja auch solche Menschen oder gehören selbst zu ihnen. Ich staune immer wieder, dass oft die, die Grund zum Jammern und Klagen hätten, das nicht tun, sondern versuchen so gut wie möglich mit ihrer Lebenssituation zurecht zu kommen und trotz allem die schönen Seiten ihres Lebens sehen und genießen können. Sie erinnern mich an den rhätischen Mohn, der im steinigen Boden gedeiht und üppig blüht.

Das wünsche ich mir auch für mich, dass ich auch unter schwierigen Bedingungen leben und mich am Leben freuen kann. Ich denke, das ist zum einen eine Frage der Einstellung und hoffe, dass ich daran arbeiten und es lernen kann. Zum anderen ist es wohl auch ein Geschenk Gottes um das ich ihn bitten kann und darf. Mir fallen Jesu Worte aus der Bergpredigt ein: „Lernt bei den Lilien auf dem Feld und seht zu, wie sie wachsen. Sie mühen sich nicht. Sie spinnen nicht. Ich sage euch: Nicht einmal Salomo in all seiner Pracht war gekleidet wie irgendeine von ihnen. Wenn aber Gott das Gras – das heute steht und morgen ins Feuer fällt – so kostbar kleidet, wird er nicht noch viel mehr für euch sorgen, ihr Anfänger im Glauben?“

Mit diesen Worten Jesu im Ohr wird der rhätische Mohn, der mich im Urlaub so beeindruckt hat, zu einer Erinnerung daran, dass Gott auch Leben unter extremen Bedingungen möglich macht. Nicht nur kärgliches Leben, sondern blühendes.
Ihre Christine Specht

Gemeindebrief 03/2011

Staunen über das Besondere

Titelseite des Gemeindebriefes 03/2011
Titelseite des Gemeindebriefes 03/2011

Nein, das auf dem Foto unten ist nicht die Mandelblüte in Italien, die ich im Urlaub so oft fotografiert habe. Das ist auch kein Blaustern aus dem wunderbaren Blütenteppich in Montagnola, keine Kamelie von der Uferpromenade in Lugano und auch keine Strelizie aus dem Palmengarten, sondern ein einfacher gelber Krokus aus unserem Vorgarten in Garbenteich. Dort reckte er sich im März der Frühlingssonne entgegen. Und auch wenn es keiner der tief violetten Sorte war mit dem leuchtend orangen Stempel, die ich so gerne mag, war dieser Krokus doch etwas Besonderes: Er war nämlich einfach so gewachsen, genau zwischen zwei Buchsbäumchen, ohne dass jemand die Zwiebel gesteckt hätte. Und dieser kleine Krokus war nicht der Einzige, der sich selbst seinen Platz bei uns im Garten gesucht hatte: Sogar mitten im Lavendel war ein Fleck leuchtend gelber Krokusse aufgegangen. Und nicht nur die Hummeln und Bienen, sondern auch wir haben uns daran erfreut.

So geht es mir manches Mal – nicht nur beim Fotografieren, sondern auch bei der Arbeit in der Gemeinde und wohl auch so manches Mal im Leben: Ich staune über die wunderbaren, manchmal fast exotischen Blüten, die anderswo aufgehen und denke: So etwas müsste es bei mir oder bei uns auch geben. Und dann entdecke ich auf einmal, dass da hier vor meinen Füßen etwas entsteht, das so von mir gar nicht geplant war, das vielleicht sogar meine vorgesehene und gewohnte Ordnung stört – und das beim genaueren Hinschauen trotzdem gut und schön ist.

Da bleibt mir eigentlich nur, mich darüber zu freuen, dass Wachsen und Gedeihen nicht allein in meiner Hand liegen. Dass meine Rolle – auch in der Kirchengemeinde – oft genug einfach die des staunenden und dankbaren Zuschauers ist, der dann vielleicht noch ein bisschen hegen und pflegen, düngen und gießen kann – obwohl das ja gerade bei einem Krokus nicht wirklich viel Sinn macht.

Ich finde, es tut gut zu erleben, dass es auch ohne mein Zutun grünt und blüht. Natürlich ist auch mein Einsatz nötig. Aber das, was ich tue und tun kann, ist bei weitem nicht alles. Und es ist eine gute Erfahrung, dass auch ohne mich schöne Blüten aufgehen, über die ich staunen und für die ich einfach danke sagen kann.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie das auch so erleben können: Dass Ihr Planen und Tun wichtig ist. Dass es aber auch Stellen gibt, an denen ohne Ihr Zutun neue Pflänzchen entstehen und Blüten aufgehen, über die Sie sich vielleicht wundern, über die Sie dann hoffentlich aber staunen und für die Sie danke sagen können.
Ihr Andreas Specht

Gemeindebrief 02/2011

Liebe Gemeindeglieder! Liebe Leserin! Lieber Leser!

Titelseite des Gemeindebriefes 02/2011
Titelseite des Gemeindebriefes 02/2011

Es ist Februar. Ich komme von unserem Pfarrhaus und gehe auf den Friedhofsweg. Ein junges Mädchen läuft hinter einem anderen Mädchen her. Ein Junge steht ruhig daneben und begrüßt mich: „Hallo, Pfarrer Klein.“ Die Mädchen kommen auf mich zugelaufen. „Warum hast du eine Serviette an?“ Das Mädchen ist vor mir stehen geblieben und zeigt auf mein Beffchen (das von uns Pfarrern am Halsausschnitt getragene rechteckige weiße Leinenstück). Ich erkläre ihr kurz, warum ich diese Serviette trage. Wir gehen gemeinsam, uns fröhlich unterhaltend zu den Erwachsenen, die bei der Urne warten. Gemeinsam gehe ich mit den Erwachsenen und den drei Kindern zum Grab. Die Trauernden müssen sich von einem geliebten Menschen verabschieden. Die Kinder sind sehr aufmerksam dabei. Ein wichtiger Moment für sie. Gut, dass sie mit dabei sind und Abschied nehmen können. Gerade als die Urne ins Grab gelassen wird und ich die Worte „Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub“ sage, höre ich zum ersten Mal in diesem Jahr Kraniche über uns herziehen. Vorboten des Frühlings, Vorboten neuen Lebens. Wir beten noch miteinander das Vaterunser, ich spreche der Familie den Segen Gottes zu. Die Familie bleibt vor dem Grab stehen. Sie werfen Blumen hinein und nehmen weinend Abschied. Die Kraniche sind noch leise zu hören.

Kaum auszuhalten ist manchmal die Spannung, in der unser Leben steht. Zwischen Schönem und Schwerem, Leben und Tod. Nicht nur an diesem Mittag auf dem Friedhof. Sondern fast jeden Tag neu. Da bekomme ich morgens einen Anruf und höre: Unser Kind ist geboren. Es lief alles sehr gut. Wir freuen uns so sehr. Kurze Zeit später erzählt mir jemand, dass die Tochter sich von ihrem Mann trennt. Die Enkelkinder wird sie nicht mehr so häufig sehen können. Am Abend schalte ich die Nachrichten an: Jubelnde Sportler fallen sich in die Arme, Terror- und Bombenanschläge. Die Bilder von Zerstörung und Tod, von Leid, persönlichen Schicksalsschlägen und schlimmen Lebenssituationen prägen sich tief in uns ein. In der vor uns liegenden Passionszeit bedenken wir nicht nur Jesu Leidensweg, sondern auch so manchen Leidensweg von uns Menschen. Manchmal erschlagen mich diese Bilder fast.

Ostern aber erzählt mir etwas anderes: Die Welt ist nicht dem Leid und Tod verfallen. Gott stellt sich diesem Eindruck entgegen. Er geht mitten hinein in das Leiden der Welt und setzt Jesus dagegen. Jesus ist auferstanden, er wurde von Gott aus dem Tod geholt. Gott höchstpersönlich hat Position bezogen im Spannungsfeld unserer Wirklichkeit. Gott bleibt nicht ungerührt, wenn Menschen gegeneinander Krieg führen, egal ob in der Familie oder in der Staatengemeinschaft. Gott leidet mit, wenn Kindern die Tränen die Wangen herunterlaufen, weil sich die Eltern wieder anschreien und davon sprechen auseinanderzugehen.

Ostern erinnert uns daran, dass Gott uns nicht uns selbst und damit dem Tod überlässt. Er liebt das Leben. Ostern ist das sichtbarste Zeichen dafür. In den vor uns liegenden Passionsandachten und Ostergottesdiensten dürfen wir all unsere Ängste, Trauer, Wut und Ohnmachtsgefühle angesichts so mancher Lebenssituation in Gottes liebenden Händen gut aufgehoben wissen.

Nachdem auch die Kinder Blumen ins Grab geworfen haben, schauen sie mich an. Ich sage zu ihnen und den Erwachsenen. „Die Kraniche, die wir gerade gehört haben, sie erinnern uns daran, dass der Frühling kommt und mit ihm neues Leben. Wir sind jetzt traurig, und das dürfen wir auch sein. Tränen sind wichtig und gut. Aber wie die Kraniche den Frühling und neues Leben ankündigen, so dürfen wir auch von diesem Grab gehen und wissen, dass Gott uns neues Leben schenkt, wenn wir uns von dieser Erde verabschieden müssen.“
Ich wünsche Ihnen und euch allen eine gesegnete Passions- und Osterzeit.

Herzliche Grüße
Ihr und euer Alexander Klein