Neues aus der Jungen Kirche Gießen

Eröffnungsfeier und Amtseinführung der Dekanatsjugendreferentin

„Ihr seid das Salz der Erde. Ihr seid das Licht der Welt“ (Mt. 5, 13+14). Mit diesen Worten wurden die Pforten der Jungen Kirche Gießen des Stadtjugendpfarramt am 25.09.2021, mit einiger Zeit Verspätung, nun endlich offiziell eröffnet. Allerdings war das allein nicht der einzige Grund, den es für die Junge Kirche zu feiern galt. Auch die lange herbeigesehnte Einführung von Laura Schäfer als Dekanatsjugendreferentin konnte nun endlich vollzogen werden.

Angelehnt an den obig genannten Psalm aus Bibelvers Matthias 5, 13-16 wurden die Anstrengungen von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern*Innen gewürdigt, welche die pandemiebedingte Zwangspause sämtlicher Gottesdienst- und Angebotsformate mit und für Jugendliche und junge Erwachsene dazu genutzt haben, die ehemalige Kirche der Lukasgemeinde zu renovieren und somit die Weichen für das Projekt der Jungen Kirche zu stellen. In diesem Zusammenhang, konnte ein Café-Bereich mit neuer Küche zum gemütlichen Zusammensein und gemeinsamen Kochen geschaffen werden und im Gotteshaus dafür gesorgt werden, dass ein neuer Fußboden verlegt, ein frischer Anstrich verschafft und sowohl Technik als auch Akustik erneuert wurde. Insofern ein Ort entstanden ist, der von jungen Menschen als „offen und inspirierend“ verstanden wird, als ein Ort, der „kritisches Nachdenken und Perspektivwechsel“ ermöglicht, als ein Ort, in dem „Authentizität und Gemeinschaft“ nicht nur als Grundsatz verstanden, sondern tatsächlich erlebt bzw. gelebt werden kann. Wovon sich die Gemeinde, Sponsoren und Interessenten im Rahmen des Gottesdienstes und dem „Tag der offenen Tür“ überzeugen durften.

Abwechslungsreich und kreativ konnte die Amtseinführung von Laura Schäfer als Dekanatsjugendreferentin, durch den gemeinsam gestalteten Gottesdienst von Dekan Witte-Karp, Stellvertreter Pfarrer Specht, Stadtjugendpfarrer Alexander Klein und Pfarrer der Lukasgemeinde Matthias Weidenhagen, in Verbindung mit Beiträgen von ehrenamtlichen Mitarbeitern*Innen und Dekanatssynodalvorsitzenden Gerhard Schulze-Velmede sowie der neugegründeten Juki-Band, erlebt werden. Infolgedessen Laura Schäfer als „Licht der Welt für die jungen Menschen im Dekanat“ bezeichnet und auf ihrem Weg in die neue Aufgabe als Stadtjugendreferentin entsendet. Nachdem diese, im Anschluss an das Abitur an der Liebigschule und einem Studium der außerschulischen Bildung mit Nebenfach Theologie an der JLU, bereits als Gemeindepädagogin in der Evangelischen Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg- sowie als Schulsozialarbeiterin beim Diakonischen Werk Gießen tätig sein konnte. Bevor ihr Weg sie schließlich zum 01. Juni 2020 in das Stadtjugendpfarramt als Dekanatsjugendreferentin führte. Womit die Neuinitiierung um das gesamte Projekt der Jungen Kirche in Verbindung steht.

Hört man den Worten von Laura Schäfer zu, so wird erkennbar, dass die Junge Kirche als zentrale Anlaufstelle für junge Menschen zwischen 15 und 35 Jahren gelten kann. Mehr noch, die Junge Kirche konnte sich bereits jetzt zu einem Ort entwickeln, in welchen sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen begegnen, austauschen, einbringen, neue Glaubenswege für sich entdecken, Ideen und Visionen umsetzen sowie aller Ansicht nach auch in gewisser Hinsicht eine Heimat finden können.

Infolge der Eröffnungsfeier schließlich erkennbar wurde, dass Kirche von den dort verorteten Menschen zeugt und lebt. Sowohl durch das Verweilen im Außenbereich, der zu Spiel und Spaß mit Tischkicker und Tischtennis einlädt wie auch zum Innehalten auf neuentstandenen Sitzgelegenheiten als auch im liebevoll und modern gestalteten Innenbereich, kann dieser Grundsatz in Gesprächen und Beobachtungen deutlich werden. „Offenheit, Lebendigkeit, Herzlichkeit und Inspiration“ wird durch das gesamte Team aus haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern*Innen, um Stadtjugendpfarrer Alexander Klein und Dekanatsjugendreferentin Laura Schäfer, den Besucher*Innen vermittelt. Damit wird für große Neugierde und Motivation gegenüber etablierter Gottesdienst- und Angebotsformate gesorgt, die im bereits vorhandenen Programm für alle Interessenten*Innen zur freien Verfügung stehen.

Regelmäßig in zweiwöchigem Rhythmus findet sonntags ab 11 Uhr der Brunch-Gottesdienst „Eat.Pray.Laugh.“ und freitags ab 20 Uhr der „Juki-Abend“ mit anschließender Andacht statt. Jeden Montag um 06:45 Uhr wird zu einem dreißigminütigen Format geladen, das sich „Pray-to-go“ nennt. Jeden Mittwoch ab 13 Uhr wird die Junge Kirche für „Juki-Café“ geöffnet, um Schülern*Innen und Studenten*Innen einen Rückzugsort und die Gelegenheit für Hausaufgaben und Studienvorbereitungen zu bieten. Außerdem veranstaltet die Junge Kirche, ebenfalls jeden Mittwoch ab 19 Uhr, einen Hauskreis, in dessen Rahmen gemeinsam gekocht und sich zu einem bestimmten Thema ausgetauscht werden kann.

Weitere Informationen sind erhältlich auf juki-giessen.de oder durch ein persönliches Gespräch, infolge eines Besuches in der Löberstraße 4.

Ob spontan auf einen Kaffee oder zur Teilnahme an einer der bereits genannten Veranstaltungen, wir möchten hiermit dazu einladen, uns besuchen zu kommen und sich somit ein eigenes Bild von der Atmosphäre verschaffen zu können!

WIR FREUEN UNS AUF EUCH!

13.10.2021, Lena Schneider (Praktikantin, i.R. eines Praxissemesters der Bildung in Kindheit und Jugend)