Impressionen vom Gottesdienst zum Mitgehen

Nach dem es am Samstag in unserer Region sehr stürmisch war, hatten wir einen Tag später, am Sonntagmorgen, schönes, ruhiges Wetter. Ein paar Wolken, etwas Sonne, angenehme Temperaturen, die idealen Bedingungen für einen Gottesdienst zum Mitgehen. Die Gemeinde traf sich vor der Hausener Kirche auf dem neuen Platz und hier begann der Gottesdienst.
Roter Faden für den Gottesdienst zum Mitgehen war in diesem Jahr die Lebensgeschichte Jakobs (1. Mose 25 ff). Zum Einstieg wurde Jakob vorgestellt, der seinen älteren Zwillingsbruder Esau um den Erstgeburtssegen betrügt und dann seine Heimat aus Angst vor Esau verlässt.

Von der Kirche aus ging es durch die Ernst-Steiner-Straße – mit einem kurzen Zwischenstop zum Geburtstagsständchensingen bei Robert Will – zur Treppe in der Bachgasse. Hier hörten wir von Jakobs Traum von der Himmelsleiter. Weiter ging es zum Brunnen in der Bachgasse. Am Brunnen – natürlich nicht in der Bachgasse – begegnete Jakob seiner späteren Frau Rahel.


Am Biotop vorbei führte der Weg uns in die Felder Richtung Schiffenberg. Andreas Specht erzählte an einem Getreidefeld vom reichen Segen, den Jakob auch seinem Onkel Laban brachte.

An der Bank am Waldrand, mit Blick auf die Heimat, wurde Jakobs Heimweh angesprochen und sein Wunsch mit seiner Familie und seinem Besitz in die alte Heimat zurückzukehren.

Auf einem schattigen Pfad ging es weiter zur nächsten Station der Jakobsgeschichte.

Ein Baum bzw. zwei Bäume, die stellenweise zusammengewachsen waren , erinnerten an Jakob und Esau, die unterschiedlichen Zwillingsbrüder. Nach mehr als 20 Jahren begegneten sie sich wieder und anders als Jakob es befürchtet hatte, war Esau ihm nicht mehr böse, sondern freute sich seinen Bruder wiederzusehen.

Vom Jakob-Esau-Baum führte der Weg dann weiter durch den Bestattungswald Schiffenberg. Auch in Jakobs Leben lagen Freud und Leid dicht beieinander. Sein jüngster Sohn Benjamin wurde geboren und Jakobs Frau Rahel stirbt nach der Geburt. Trotzdem erlebte Jakob seinen jüngsten Sohn als Segen und hütete ihn wie einen Augapfel.
Mit einem Vaterunser, einem gemeinsamen Lied und dem Segen wurde der Gottesdienst zum Mitgehen dann wieder auf dem neuen Platz an der Kirche beendet. Für alle Durstigen gab es dann noch Mineralwasser und eine Verschnaufpause auf den Bänken.