Gemeindebrief Winter 2017/2018

Wintertraum

Titelseite des Gemeindebriefes Winter 2017/2018
Titelseite des Gemeindebriefes Winter 2017/2018

Alle Jahre wieder wünsche ich mir einen kalten Winter mit Schnee und Eis.
Adventssonntage an denen es Freude macht die Kerze am Adventskranz anzuzünden, in Ruhe Tee zu trinken und es zu genießen in einer gemütlichen Wohnung zu sitzen, während es draußen kalt ist.

Ich wünsche mir klare, kalte Wintertage mit blauem Himmel und Sonnenschein, die dazu einladen spazieren zu gehen. Ich möchte dann einen zugefrorenen Teich oder Bach fotografieren und festhalten, wie die Eiskristalle im Licht blitzen. Spuren im Schnee sind auch sehr fotogen und einen Schneemann zu bauen, macht auch Spaß. Mit Bing Crosby träume ich von einer „weißen Weihnacht“ und erwische mich dabei dass ich „I m dreaming of a white christmas“ vor mich hin summe.

Warum eigentlich? Was steckt hinter diesem Weihnachts-Winter-Traum?

Der Winter bringt manches mit sich, was mir gut tut, wonach ich mich sehne.

Wenn Schnee liegt, ist alles leiser. Der Schnee dämpft die Geräusche. Man hört ganz deutlich, dass es draußen leiser ist als sonst. Mir tut das gut.

Der Schnee bremst auch meine Geschwindigkeit. Wenn ich draußen zu Fuß oder mit dem Auto unterwegs bin, bin ich vorsichtiger als sonst. Ich kann nicht mal eben schnell noch etwas erledigen. Ich werde durch Schnee und Eis entschleunigt. Ich gebe zu, manchmal erhöht das auch meinen inneren Druck und macht Stress, aber andererseits könnte ich es ja auch einfach genießen, dass alles seine Zeit braucht und auch hat.

Die Natur erlebt ihre Winterruhe und ich habe das Gefühl, diese Ruhe, die brauche ich auch.

Wenn draußen alles von Schnee bedeckt ist, sieht die Welt ganz verändert aus. Diese Veränderung ist wie ein Hinweis auf die große Veränderung, die wir an Weihnachten feiern. Gott wird Mensch und das verändert alles.

Ja, ich glaube, hinter meinem Weihnachts-Winter-Traum steckt der Wunsch, mich auf Weihnachten vorbereiten zu können. Ich wünsche mir, dass ich neu entdecke, wie Gott durch die Geburt seines Sohnes alles verändert und was er uns damit schenkt.

Und was mache ich, wenn es in der Advents- und Vorweihnachtszeit nicht schneit?

Dann muss ich selbst dafür sorgen, dass ich all das bekomme, was mir der Winter sonst beschert: etwas mehr Ruhe;Tempo rausnehmen; für Veränderungen sorgen, die mich auf Weihnachten einstimmen. Ich könnte zum Beispiel Advents- und Weihnachtslieder summen und dabei auch einen Blick auf den Text werfen. Es gibt da ganz viel zu entdecken.

Aber vielleicht habe ich ja Glück und es schneit doch…

Ich wünsche uns allen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und dann ein gutes neues Jahr.
Ihre Christine Specht

Veröffentlicht von

Team Gemeindebrief

Gemeindebriefredaktion der evangelischen Kirchengemeinde Garbenteich und Hausen/Petersweiher