Gemeindebrief Winter 2016

Titelseite des Gemeindebriefes Winter 2016
Titelseite des Gemeindebriefes Winter 2016

Liebe Gemeindemitglieder,
Liebe Leserin! Lieber Leser,
Printen, Spekulatius, Marzipan, Stollen…. ganze Phalangen von Köstlichkeiten zur Advents- und Weihnachtszeit säumen die Wege in den Supermärkten. Sie erinnern mich daran, es ist nicht mehr weit! Allein diese Köstlichkeiten mit ihrem Duft lassen schon Erinnerungen an vergangene Advents- und Weihnachtstage mit Ausblick auf Neujahr in mir aufleben. Vieles ist bereits lange im Voraus geplant. Daran hängt das Herz, an eingespielten Abläufen, ohne die ein gelungenes Weihnachtsfest undenkbar wäre. Alle Jahre wieder….
Das eigene Herz als Ort, in dem sich alle Gefühle, Erinnerungen und Erwartungen abspielen. Alles was in dieser besonderen Zeit zwischen Advent, Weihnachten und Neujahr auf uns einwirkt und aus uns heraus strahlen kann.
Bin ich gestresst? Einsam? Oder freue ich mich darauf, dass diese Zeit endlich wieder beginnt und mir statt vor stressiger Aufregung mein Herz vor Überschwang buchstäblich bis zum Halse schlägt?
Letztlich geht es ja nicht nur um eine gute Weihnachtszeit, sondern generell auch darum einen Funken des weihnachtlichen Wunders mit durch das ganze Jahr zu nehmen. Das ist bei all diesen gemischten Gefühlen gar nicht so einfach. Denn so ist Weihnachts- und Neujahrszeit ganz oft auch Beziehungszeit. Denn ob in der Familie oder unter Freunden, oder schlicht und ergreifend zwischen Gott und uns Menschen, es geht um eine tiefe Beziehung, in der sich jeder wechselseitig ganz auf sein Gegenüber einlassen will. Das außergewöhnlichste Gegenüber schenkt uns Gott am Heiligen Abend in seinem Sohn. Gott schenkt uns das, was es für eine lebendige Beziehung braucht, sich selbst als Mensch. In Jesus kommt er uns ganz nah, lässt sich ganz auf das Mensch-Sein ein. Durch Advent und Weihnachten zeigt sich: Nichts kann ihn daran hindern, immer wieder einen Neuanfang mit uns zu wagen- jedes Jahr. Dadurch, dass er Mensch wird, legt Gott selbst den Grundstein für eine Verwandlung.
Auch da ist immer wieder neues Einstellen auf Situationen gefragt. Neue Menschen, die vor einem Jahr noch nicht in unserem Leben waren. Neue (weihnachtliche) Bräuche, die durch ein Austausch auf Augenhöhe vielleicht zu eigenen werden können.
Diesen alljährlichen Neuanfang schenkt uns Gott und legt ihn in unser eigenes Herz mit ein, das mich sogleich an eine Liedstrophe aus „Zu Bethlehem geboren“ erinnert hat:
„In seine Lieb versenken, will ich mich ganz hinab; mein Herz will ich ihm schenken und alles, was ich hab, eia, eia, und alles, was ich hab.“ (Friedrich Spee 1637)
Uns allen wünsche ich, dass unser Herz vor Freude bis zum Halse schlägt, dass wir alle diese wunderbaren Gefühle erfassen. Obwohl wir wissen, Weihnachten und Neujahr ist „…Alle Jahre wieder…“. Wir dürfen trotzdem das immer wieder Neue an der guten Botschaft wahrnehmen und erleben, wie es auch unser Leben verändert und stärken kann, und das über das ganze Jahr hinaus.
Ganz so wie die neue Jahreslosung für das Jahr 2017 uns verheißt „Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“ Ezechiel 36,26
Ich wünsche Ihnen – auch im Namen meiner Kollegen – eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und gehen Sie gestärkt in das neue Jahr 2017.
Herzlich,
Ihre Pfarrerin Marisa Mann


Weitere Inhalte aus dem Gemeindebrief:
Sternsinger
Tag des offenen Denkmals
Weihnachten in Italien
u.v.m.

Veröffentlicht von

Team Gemeindebrief

Gemeindebriefredaktion der evangelischen Kirchengemeinde Garbenteich und Hausen/Petersweiher