Gemeindebrief Winter 2014/2015

Titelseite des Gemeindebriefes Winter 2014/2015
Titelseite des Gemeindebriefes Winter 2014/2015

Liebe Gemeindeglieder!
Liebe Leserin! Lieber Leser!

Als klar war, dass ich die Stelle des Stadtjugendpfarrers für das Dekanat Gießen übertragen bekäme, war noch nicht ganz abzusehen, ab wann ich den neuen Dienst beginnen würde. Ich war sehr froh, als sich herausstellte, dass der Dienstbeginn auf den 1.1.2015 festgelegt wurde.
Denn das heißt für mich, noch einmal die Möglichkeit zu haben, Advent und Weihnachten in den Gemeinden Watzenborn-Steinberg, Garbenteich und Hausen/Petersweiher erleben und gemeinsam feiern zu können.
Ich habe in den letzten zehn Jahren unwahrscheinlich gerne Advent und Weihnachten in den drei Gemeinden gefeiert. Ich habe in unseren gemeinsamen Adventsandachten, den Hausabendmahlsfeiern, der Hirtenandacht und den Advents- und Weihnachtsgottesdiensten erlebt, wie persönlich die Botschaft der Weihnacht Menschen berühren kann. Die Botschaft des Engels an die Hirten auf dem Feld während ihrer Nachtschicht ist für mich einer der Höhepunkte dieser zusammen erlebten Wochen. „Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“

„Fürchtet euch nicht!“ Diese Botschaft hören die Hirten in ihrem Alltag, während der Arbeit, mitten in der Nacht.
Diese Botschaft gilt auch heute noch jeder und jedem einzelnen von Ihnen und euch ganz persönlich. Sie wird Jahr für Jahr, Tag für Tag in die je eigene Lebenssituation hineingesprochen. Garant dieser Botschaft ist das Kind in der Krippe, aus dem ein Mann wurde, der vorgelebt hat, was es heißt, den einzelnen wahrzunehmen, so anzunehmen, wie er oder sie ist und der mit seiner Botschaft Veränderung in persönlichen Lebenssituationen herbeigeführt hat.

Es ist ein großes Privileg diese Botschaft öffentlich verkündigen zu dürfen: Der Frau, die sich erst kürzlich von ihrem Mann verabschieden musste; den Kindern, die wegen einer Scheidung Papa und Mama nur noch getrennt sehen können; dem Jugendlichen, der dem Schuldruck nicht mehr gewachsen ist; dem Mann, der seine Arbeitsstelle verloren hat; dem Ehepaar, in dessen Beziehung es ziemlich heftig kriselt; dem Kranken, der nicht weiß, wohin ihn seine Krankheit noch alles führen wird; der Sterbenden, die sich auf ihren Tod vorbereitet. All denen wird von Gott her gesagt: „Fürchtet euch nicht!“ Er sagt das nicht beiläufig und oberflächlich, sondern er wendet sich uns allen persönlich zu, er begleitet unseren Alltag und schenkt neu Perspektive.

Dieses „Fürchtet euch nicht!“ ist aber auch allen anderen gesagt, die das Leben gerade als wunderschön und positiv erleben. Denn hinter diesen drei Worten steckt eine Kraft, aus der heraus ich das Leben in vollen Zügen genießen darf.

Die Botschaft des Advents und der Weihnacht erinnert uns aber auch daran, unseren Nächsten nicht zu vergessen. Sie macht uns darauf aufmerksam, Verantwortung für Andere zu übernehmen, hier vor Ort, aber auch über unsere eigenen Kirchtürme hinaus. Sie gilt den Flüchtlingen dieser Welt, den Opfern von Gewalt und Terror, den Benachteiligten und Vergessenen. Dazu will uns das Kind in der Krippe, selbst ein Flüchtlingskind, an Weihnachten und darüber hinaus erinnern.

Ich freue mich darauf, mit Ihnen und euch unsere Andachten und Gottesdienste auch in diesem Jahr noch gemeinsam feiern zu dürfen. Lassen Sie sich/lasst euch daher nochmals ganz besonders einladen diese zu besuchen.

Mit den besten Wünschen für eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit, aber auch für ein gesegnetes neues Jahr 2015 grüße ich Sie und euch ganz herzlich.

Ihr und euer
Pfarrer Alexander Klein

Weitere Inhalte aus dem Gemeindebrief:
Projekte zum Jahresthema Schöpfung
Abschiedsworte von Pfr. Alexander Klein
Kirchenvorstandswahl
Engel – nicht nur zur Weihnachtszeit
u.v.m.

Veröffentlicht von

Team Gemeindebrief

Gemeindebriefredaktion der evangelischen Kirchengemeinde Garbenteich und Hausen/Petersweiher