Gemeindebrief Sommer 2018

Gedanken von Marisa Mann

Titelbild Gemeindebrief Sommer 2018
Titelbild Gemeindebrief Sommer 2018

Liebe Gemeindebriefleserin, lieber Gemeindebriefleser
Sommerzeit. Urlaubszeit. Mal aus dem Alltag ausbrechen, sich andere Länder, Kulturen und Eindrücke verschaffen. Mal was anderes sehen oder einfach mal den Alltag entschleunigen, sich in die Sonne setzen und den Tag genießen. Oder sich von diesem unbeschreiblichen Gefühl berauschen lassen, das einen überkommt, wenn man ans Meer fährt, die Meeresluft in vollen Zügen einatmet, den Sand unter den Füßen spürt und diese unbändige Kraft spürt, die das Meer in sich birgt. Dieses Gefühl von Unendlichkeit.
Wenn man nicht ans Meer oder in den Urlaub fahren kann – aus welchen Gründen auch immer – sucht man sich oftmals Rückzugsorte, z.B. im heimischen Garten, dem Baggersee oder dem Schwimmbad. Ganz keck sprach neulich auch eine junge Frau, Teamerin in der Konfiarbeit, vom Urlaub auf Balkonien.
Leider sind diese Orte meistens zu nahe an unserem eigenen Alltag, sodass es schwerfällt, diesen völlig aus seinem Kopf zu streichen. Geht es Ihnen auch so?
Was oftmals kurzerhand hilft, um den Alltag mal in weite Ferne rücken zu lassen, ist das Aufsetzen einer Sonnenbrille. Vielleicht so einer, wie sie auf dem Titelblatt abgebildet ist. Sonnenbrille auf die Nase und schon sieht die Welt ganz anders aus.
Sie lässt einen dieses Gefühl von sehnsüchtigem Urlaubsgenuss und sehnsüchtigem Innehalten mitten im Alltag so ein kleines bisschen spüren.
Muss man also, um dieses Gefühl von Unendlichkeit in den Alltag zu bekommen, diesem entfliehen? Oder können wir es auch schaffen im Alltagstrott einzuatmen, sich selbst zu spüren, und der Unendlichkeit, und so auch Gottes schöpfungsumspannender Liebe ganz nahe zu fühlen?
Setzen wir die Sonnenbrille auf, sorgt sie an sonnendurchfluteten Tagen für den nötigen „Durchblick“ und lassen uns mal einen ganz anderen Blick auf die Welt erhaschen.
Überall verbirgt sich etwas, aber wir sehen selten hin. Nach jedem Schöpfungstag wird über Gott gesagt: „Und Gott sah, dass es gut war!“
Wagen wir doch mal etwas. Indem wir einfach mal die „Sonnenbrille Gottes“ aufsetzen und versuchen, die Schöpfung aus seinem Blickwinkel zu betrachten und mit genau diesem Gefühl für einen kurzen Moment auf die Welt zu blicken. Da geht es schon los! Einfach mal unter dem geschützten, getönten Blick vor den anderen, den neuen Blick gewinnen. Ich fange an im eigenen Alltag die kleinen Wunder zu sehen, die einen umgeben.
Erstmal das „Ich“ wahrnehmen, mit allem was ich grade tue oder lasse – ein Wunder. Menschen, die einen umgeben, die mit einem lachen, weinen, streiten, mich akzeptieren, lieben, mit mir diskutieren – ein Wunder. Das Werden und Vergehen eingebettet in Gottes Schöpfung, die einen umgibt – ein Wunder. So viel im Alltag, was so wunderbar ist, das uns überwältigen, erstaunen und befreien kann. So, dass wir ein Hauch von Unendlichkeit spüren können und Gott ganz nahe sind. Also, gewinnen wir mal den „neuen“ Blick auf die ganz alltäglichen Dinge durch ein paar getönte Gläser und vielleicht entdecken wir… ein kleines Wunder.
Es grüßt Sie herzlich,
Marisa Mann

Veröffentlicht von

Team Gemeindebrief

Gemeindebriefredaktion der evangelischen Kirchengemeinde Garbenteich und Hausen/Petersweiher