Gemeindebrief Sommer 2016

Titelseite des Gemeindebriefes Sommer 2016
Titelseite des Gemeindebriefes Sommer 2016

Liebe Gemeinde,

manchmal hat man so „Aha-Erlebnisse“. So ging es mir als ich auf der Suche nach einem Titelbild für den Gemeindebrief, den Sie gerade lesen, unsere Fotos anschaute. Ein Foto zum Thema Seelsorge sollte es sein. Es sollte sommerlich sein, ansprechend, vielleicht meditativ und zum Seele baumeln lassen. Ich hatte ein schönes Foto entdeckt auf dem mein Mann auf der Gartenschau in Gießen in einer orangen Hängematte seine Seele baumeln lässt. Ich erinnerte mich noch gut an diesen Tag. Blauer Himmel, Sonnenschein, wir bewunderten die Blumen und es ging uns gut.

Beim Durchstöbern der Fotos blieb mein Blick an einem anderen Foto hängen. Sie sehen es als Titelfoto auf dem Gemeindebrief. Auf der Gartenschau war mit grauen Steinwänden ein Raum aufgebaut worden. Die Wiese war der Fußboden, der Himmel war die Decke, graue Wände bildeten den Raum, Fenster hoch oben ermöglichten den Blick auf die Außenwelt. Wer wollte, konnte die Wände mit farbiger Kreide beschriften.

Als ich das Foto gesehen habe, hatte ich das Gefühl, ja, das ist es. Dieses Foto drückt für mich aus, was Seelsorge bewirkt. Seelsorge öffnet einem Menschen ein Fenster.

Manchmal sieht man durch dieses Fenster den Himmel und spürt Freiheit, Weite und Gottes Liebe. Manchmal sieht man den neuen Weg, der sich eröffnet, manchmal den nächsten Schritt, den man gehen kann. Manchmal sieht man sich selbst in einem neuen Licht. Manchmal spürt man: das tut jetzt einfach nur gut.

Nicht nur Pfarrerinnen und Pfarrer sind Seelsorger. Manchmal sind es Familienmitglieder, Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen. Manchmal ist man selbst Seelsorger für andere. Immer wieder ist es auch nötig, dass man auf sich selbst achtet und selbst für seine Seele sorgt.

Seelsorge hat viele Gesichter. In unserem Gemeindebrief können sie einige davon entdecken. Da gibt es die Seelsorge, die auch so heißt: z.B. die Telefonseelsorge. Wenn man einen Gottesdienst besucht, sorgt man auch für seine Seele. Man singt, betet, hört auf Gottes Wort, ist mit anderen zusammen und unterbricht für 45 Minuten den Alltagstrott. Wenn man gemeinsam mit anderen etwas erlebt, so wie die Konfis in ihrer Konfizeit, wie die Pilger auf der Pilgertour, die Menschen in den verschiedenen Gruppen, dann tut man auch so der Seele etwas Gutes. Wenn man sich für andere engagiert, sorgt man nicht nur für die eigene Seele, sondern auch für die anderer Menschen. Das erleben die Ehrenamtlichen im Besuchskreis, in der Flüchtlingsbetreuung und in den Kindergruppen.

Ich wünsche uns allen, dass für uns in diesem Sommer viele Fenster aufgehen und Licht und frischer Wind in unser Leben kommt.

Ihre
Christine Specht

Ausflugs in Bibelmuseum
Telefonseelsorge
Pilgersamstag
u.v.m.

Veröffentlicht von

Team Gemeindebrief

Gemeindebriefredaktion der evangelischen Kirchengemeinde Garbenteich und Hausen/Petersweiher