Gemeindebrief Herbst 2017

Alles hat seine Zeit

Titelseite des Gemeindebriefes Herbst 2017
Titelseite des Gemeindebriefes Herbst 2017

Ein Gemeindebrief für drei ganz verschiedene Monate: Für die Einen sind im September die Ferien schon Wochen her – und damit auch der Urlaub. Andere freuen sich noch auf einen schönen Spätsommer an der See oder in den Bergen.
Es kommt das Erntedankfest in den Blick – und in so mancher Küche wird Gelee und Marmelade gekocht oder einfach Saft gepresst. Und beim Genießen des reichhaltigen Angebots kommt oft die Dankbarkeit von selbst, dass wir es hier so gut haben.
Die ersten Kürbisse werden reif und verlocken Kinder und Jugendliche, Fratzen hineinzuschneiden und Laternen damit zu basteln, während manche Erwachsenen lieber kulinarische Delikatessen daraus zaubern.
Währenddessen ist draußen der Spätsommer längst vergangen. Es gibt vielleicht noch ein paar Tage Goldenen Oktober. Aber die ersten Nachtfröste sind schon da. Und dann kommt auch der Nebel. Die Tage werden trüber und dunkler. Viele verknüpfen in ihrer Erinnerung diese Zeit um das Reformationsfest, um Allerheiligen, Volkstrauertag und Ewigkeitssonntag mit tristem Novembergrau. Auf dem Friedhof werden die Gräber für den Winter gerichtet. Und dann steht schon der Advent vor der Tür.
So viele ganz unterschiedliche Ereignisse und Stimmungen in so kurzer Zeit. Sind es zu viele? Zu viele Jahreszeiten, zu viele Themen für einen einzigen Gemeindebrief?
Andererseits: Ist das nicht das ganz normale Leben? Liegen nicht ganz oft an ein und demselben Tag Arbeit und Pause, Freude und Enttäuschung, Glücklich-Sein und Ärger, Begrüßung und Abschied dicht beieinander – und noch vieles mehr.
So wie es schon der Prediger Salomo in seinen bekannten Worten beschreibt (Buch des Predigers Salomo, Kapitel 3): Alles hat seine Zeit. – Und dann zählt er auf, noch weit mehr Situationen und Lebenslagen als hier in diesem einen Gemeindebrief Erwähnung finden. Und sein Fazit ist: Ja, das alles kommt im Leben vor. Das alles macht die Fülle und den Reichtum menschlichen Lebens aus und manchmal auch seine Probleme und Schwierigkeiten. Wichtig ist nur, dass man sich als Mensch jeweils auf das einlässt, was eben im Moment gerade dran ist. Dass man sich die Zeit nimmt, den Augenblick zu leben und zu erleben. Dann kann man in seinem Leben auch Gottes Gegenwart, seinen Segen erfahren. Oder wie es der Prediger Salomo formuliert: Wer jedem Ding die Zeit einräumt, die es braucht, der kann dabei das Stück Ewigkeit erleben, das Gott dem Menschen ins Herz gelegt hat.
Um das hinzubekommen, muss man als Mensch manchmal einen Moment Pause machen zum Überlegen. Einen Schritt zurücktreten aus dem normalen Trubel, sich in Ruhe hinsetzen, zurücklehnen, die Gedanken ziehen lassen, um dann wieder entscheiden zu können, was jetzt dran ist.
Ich wünsche Ihnen, dass auch Ihnen das gelingt: Zu erkennen, was in Ihrem Leben, was hier und jetzt gerade dran ist. Und dem dann auch die Zeit einzuräumen, die es dafür braucht. So dass Sie die ganze Fülle Ihres Lebens im wahren Sinn des Wortes „erleben“ und so bei allem zugleich Gottes Begleitung und seinen Segen.
Ihr Andreas Specht

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u.v.m.

Veröffentlicht von

Team Gemeindebrief

Gemeindebriefredaktion der evangelischen Kirchengemeinde Garbenteich und Hausen/Petersweiher