Gemeindebrief Frühjahr 2015

Titelseite des Gemeindebriefes Frühjahr 2015
Titelseite des Gemeindebriefes Frühjahr 2015

Neue Wege zur Kirche. Das ist das Motto zur Neugestaltung der Außenanlage an der Hausener Kirche. Die alten Wege dort sind inzwischen regelrechte Stolperfallen. Da ist schnell mal jemand hingefallen. Der Anblick ist auch nicht mehr schön. Und gehbehinderte Menschen werden durch die Treppen gleich ganz ausgesperrt. Deshalb: Neue Wege zur Kirche brauchen wir. Damit wir guten Gewissens auch alle einladen können zur Kirche.

Denn neue Wege zur Kirche brauchen wir auch im übertragenen Sinn: Wege, die es attraktiv machen, zur Kirche zu kommen. Einladende Wege, auf denen man gerne unterwegs ist, am besten miteinander. Schließlich ist Kirche mehr als nur ein Haus aus Stein. Kirche sind alle Menschen, die in Gottes Namen unterwegs sind. Christen, die etwas in dieser Welt bewegen und erreichen wollen. Gemeinden, die sich für die Stärkung des christlichen Abendlandes einsetzen, indem sie sich um alle Menschen kümmern. Sie sind für die eigenen Gemeindeglieder genauso da wie für Flüchtlinge. Sie begleiten Asyl-Suchende und geben an Hungrige Essen aus. Ohne Rücksicht auf Glaube oder Herkunftsland.

Christliche Kirche ist die Gemeinschaft all der Menschen, die auf Gott hören. Denen wichtig ist, was Gottes Sohn Jesus Christus verkündigt hat. Die sich ermutigen lassen durch Gottes Heiligen Geist. So dass sie sich trauen, neue Wege auszuprobieren. Dass sie auch mal unorthodoxe Möglichkeiten in Betracht ziehen. – Immer im Vertrauen darauf: Gott selbst ist in seiner Kirche am Wirken. Gott steht seinen Menschen bei. Gott geht mit und oft genug auch voran.

Deshalb können wir uns trauen, ab und zu neue Wege zu beschreiten. Und damit es die richtigen Wege sind, brauchen wir auch neue Wege zur Kirche. Für uns und für andere auch. Wege, die Kirche wieder leichter erreichbar machen. Wege, die einladen, in der Kirche mal wieder vorbeizuschauen. Denn in der Kirche kommt Gottes Wort zur Sprache. Da ist von Möglichkeiten die Rede, mit Leid und Schuld umzugehen. Es ist Gottes Meinung zu hören zu Flucht und Vertreibung.
In der Kirche können wir erproben, wie uns Gottes Liebe und Vergebung weiter helfen. Das tut unserem Leben gut. Dann müssen wir nicht mehr gegen alles protestieren, was wir nicht kennen und verstehen. Dann können wir miteinander auch unsere Angst oder Ohnmacht aushalten. Wir wissen, dass Gott sich kümmert.

Ja, wir brauchen neue Wege: Brücken, die die Gräben zwischen uns Menschen überspannen können. Wege, die einladend sind und die wir gerne miteinander beschreiten wollen. Und darum auch: Neue Wege zur Kirche. – Das gehen wir zusammen an.
So haben wir es ja auch schon oft gemeinsam gesungen. Mit dem Lied Nr. 395 in unserem Gesangbuch. Den Text hat Klaus Peter Hertzsch formuliert:
1. Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist,
weil Leben heißt: sich regen, weil Leben wandern heißt.
Seit leuchtend Gottes Bogen am hohen Himmel stand,
sind Menschen ausgezogen 
in das gelobte Land.
2. Vertraut den neuen Wegen und wandert in die Zeit!
Gott will, dass ihr ein Segen für seine Erde seid.
Der uns in frühen Zeiten das Leben eingehaucht,
der wird uns dahin leiten,
wo er uns will und braucht.
3. Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt!
Er selbst kommt uns entgegen. Die Zukunft ist sein Land.
Wer aufbricht, der kann hoffen in Zeit und Ewigkeit.
Die Tore stehen offen.
 Das Land ist hell und weit.


Auch die Brücke auf dem Titelbild ist ein neuer Weg: Gebaut zur Bundesgartenschau 2007 auf dem Gebiet des ehemaligen Uran-Tagebaus in Ronneburg. „Drachenschwanz“ wird die Brücke genannt. Sie ist eine der längsten Holzbrücken Europas. Und sie lädt nicht nur ein, darüber zu laufen, sondern sie sieht auch einfach schön aus.

Ihr Andreas Specht

Weitere Inhalte aus dem Gemeindebrief:
Neue Wege zur Kirche
Weil Menschen Menschen brauchen
Seelsorge im Gefängnis
1. Hausener Pflanzentauschmarkt
u.v.m.

Veröffentlicht von

Team Gemeindebrief

Gemeindebriefredaktion der evangelischen Kirchengemeinde Garbenteich und Hausen/Petersweiher