Gemeindebrief 03/2010

Titelseite des Gemeindebriefes 03/2010
Titelseite des Gemeindebriefes 03/2010

Liebe Gemeindeglieder!
Liebe Leserin! Lieber Leser!

„Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ Psalm 103,1-2

Dieser Satz gehört zu einem meiner liebsten Sätze aus der Bibel. Er fiel mir ein, als mich die Gemeindebriefredaktion der Kirchengemeinde Garbenteich fragte, ob ich mir vorstellen könnte, für die Sommerausgabe des Gemeindebriefs ein Bild vom joggenden Pfarrer mit Sohn zu machen. Ich war von der Idee angetan, das Ergebnis liegt vor Ihnen.

Der Psalmbeter des 103. Psalms fordert sich hier selbst auf, Gott zu loben. Damit fordert er sich auch auf, genau hinzuschauen, wofür er in seinem Leben dankbar sein kann. Er blickt daraufhin auf sein Leben zurück und erkennt: Gott hat mir ganz viel Gutes geschenkt.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der auf ganz hohem Niveau gejammert und geklagt wird. Es gibt Lebenssituationen – und ich bekomme gerade als Pfarrer etliche davon mit – in denen es wichtig ist, dass Menschen klagen. Sie erleben Situationen, die so bedrückend sind, dass nur noch geklagt werden kann. Aber ich beobachte auch, dass wir ganz oft jammern, nur weil es gerade „in“ ist.

Der Psalmbeter ermutigt uns aber dazu, bei uns selbst eine Kultur der Dankbarkeit wachsen zu lassen. Er fordert auf, den Blick auf die Dinge zu richten, für die wir dankbar sein können. Und da gibt es viele, wenn man genau hinschaut: ein gutes Gespräch, ein lieber Gruß, der Partner oder die Partnerin, Menschen, die in einer schweren Zeit zu einem stehen und Trost spenden, die kleine Blume am Wegesrand, Freundinnen und Freunde, die Möglichkeit, dass Väter Elternzeit nehmen und viel wertvolle Zeit mit dem Kind verbringen können (hier kam wohl die Idee für das Foto her, da mein Sohn Samuel und ich in meiner Elternzeit im Februar und März viele Kilometer zusammen gejoggt sind), die Arbeitsstelle, der Sport, die Kultur- und die Freizeitangebote, die wir so reichlich erleben dürfen. Sie alle könnten diese Liste jetzt noch erweitern.

Der Psalmbeter des 103. Psalms richtet seine Dankbarkeit an Gott. Ihn lobt er. Er ist Gott dankbar, dass Er so barmherzig und gnädig ist, dass Er immer wieder Sünde vergibt und Neuanfänge ermöglicht, dass Er sich für Gerechtigkeit und Recht einsetzt.

„Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ Ich möchte Sie mit diesen Zeilen ermutigen, in der vor uns liegenden Sommerzeit mal genau hinzuschauen, wofür Sie dankbar sein können. Hoffentlich erleben Sie viele Situationen, die gut und wertvoll sind. Gott freut sich über ein DANKE!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen eine gesegnete Sommerzeit.
Herzliche Grüße
Ihr Alexander Klein

Veröffentlicht von

Team Gemeindebrief

Gemeindebriefredaktion der evangelischen Kirchengemeinde Garbenteich und Hausen/Petersweiher