Gemeindebrief 01/2012

Liebe Gemeindeglieder!
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Titelseite des Gemeindebriefes 01/2012
Titelseite des Gemeindebriefes 01/2012

Gestern Abend (26.10.2011) wollte ich gerade die Tür unseres Jugendcafés im Thomashaus in Watzenborn-Steinberg aufschließen, als ich aus dem darüber liegenden großen Saal den Kirchenchor singen hörte „Herbei, o ihr Gläubgen, fröhlich triumphieret, o kommet, o kommet nach Bethlehem! Sehet das Kindlein, uns zum Heil geboren! O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten den König!“

Mit einem Male wurde mir bewusst: Ja, es ist gar nicht mehr so lange, dann ist schon wieder Weihnachten. Dieses Weihnachtslied Ende Oktober ließ mich kurz stehen bleiben und darüber froh werden, dass die Weihnachtsbotschaft nicht nur für ein paar Tage im Dezember reserviert ist, sondern das ganze Jahr hindurch Gültigkeit besitzt, gerade auch jetzt, wo wir in den Nachrichten dieser Tage nur noch die Wörter „drohende Weltwirtschaftskrise, Krisenfonds EFSF, Risikovorsorge, Euro-Rettungsschirm, Hilfspaket,…“ hören.
Das Lied des Kirchenchores hat mich aber auch daran erinnert, dass wir noch genug Zeit haben, uns auf Weihnachten vorzubereiten. Vor uns liegt der Advent. In diesen Tagen steckt eine große Chance für Weihnachten – obwohl das Risiko groß ist. Allein schon wirtschaftlich betrachtet sehen viele in den vor uns liegenden Feiertagen Gefahren für die Wirtschaft – gerade in diesen Zeiten einer erneut drohenden Wirtschaftskrise. Ein ganzes Land macht Pause. Die Fließbänder stehen still. Und viele befürchten, dass das Weihnachtsgeschäft im Advent auch nicht so rosig ausfällt.

Aber auch menschlich gesehen ist Weihnachten ein Risiko. Viele Menschen haben Angst vor Weihnachten: weil die Vorbereitung ein einziger Stress ist und der Streit in den Familien zunimmt.

Eigentlich hat Weihnachten schon immer gestört – schon von Anfang an: Die Sterndeuter wundern sich über das Kind in der Krippe. König Herodes ärgert sich über einen neuen Konkurrenten. Die Hirten erschrecken über die Engel. Und Maria und Josef sind noch gar nicht verheiratet.
Allerdings – manchmal ist es gut, gestört zu werden: Die Sterndeuter entdecken Gott nicht im Himmel, sondern auf der Erde. König Herodes muss erkennen, dass irdische Macht nicht alles ist. Die Hirten hören auf die Engel und machen sich auf nach Bethlehem. Josef hält zu Maria.
„Sehet das Kindlein, uns zum Heil geboren.“ Ja, auch diese Botschaft von Weihnachten trägt ein Risiko in sich, zum Glück ein Risiko mit positivem Ausgang. Wer dieser Botschaft nachgeht und nachsinnt, der kann erfahren, dass Leben sich verändert. Der wird dann vielleicht innerlich gelassener, auch wenn die Wirtschaftsprognosen nicht so toll sind, der lässt sich nicht treiben von dem „immer schneller immer mehr haben wollen“, der fühlt sich gehalten – gerade auch in Krisenzeiten des Lebens.
Ich wünsche Ihnen allen, dass Sie sich stören lassen von der wunderbaren Botschaft von Weihnachten und erleben, wie sie auch Ihr Leben verändert und stärkt.
So wünsche ich Ihnen – auch im Namen meiner Kollegen Christine und Andreas Specht – eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und das Allerbeste für das Jahr 2012!

Herzliche Grüße
Ihr und euer Alexander Klein

Unser Türen-Adventskalender - 24 Türen aus Garbenteich und Hausen Fotos: Specht
Unser Türen-Adventskalender – 24 Türen aus Garbenteich und Hausen
Fotos: Specht


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Veröffentlicht von

Team Gemeindebrief

Gemeindebriefredaktion der evangelischen Kirchengemeinde Garbenteich und Hausen/Petersweiher