Aktuelles und neue Artikel in Rubriken

Die fortwährend kriegerischen Nachrichten aus der Ukraine lassen unsere Gedanken nicht stillstehen.
Nachdenklich sind unsere Gemüter.
Wir sind fassungslos, aber nicht wortlos.
Wir läuten täglich um 12.00 Uhr in Garbenteich und Hausen für den Frieden und rufen auf zu Innehalten und Gebet.

Der Haushaltsplan der Gemeinde Hausen liegt vom 20. bis 27. Juni im Gemeindebüro aus.

Zum Vormerken: Mitgehgottesdienst am 24. Juli 11:15 ab Kirche Garbenteich

Hoherodskopffahrt mit Musicalproben und Spiel und Spaß

Einschulungsgottesdienst am 1. September mit Dekan Witte-Karp.
Predigt über den „Wind“ Gottes der zwischen uns weht und uns den Rücken stärkt, manchmal auch entgegen schlägt.

Pfingsten! (ein Programm für Kinder am Pfingstsamstag)

(Bild der Vorbereitung für die Pfingstdekoration im Kirchgarten)

9. Mai 2021, Sonntag Rogate

Um das Bitten, Beten und Bekommen geht es am Sonntag Rogate, dem fünften Sonntag nach Ostern. Lesen Sie dazu mehr in der Leseandacht zu Lukas 11, 5-13 von Pfarrerin Kuhn.

Kennt Ihr schon die Geschichte…?

In den kommenden Wochen geht es um Geschichten rund um Ostern

Die Kreuzigung ist nicht das Ende – wie es weitergegangen ist, seht Ihr hier ab Ostersonntag, 6:00 Uhr

Kennt Ihr schon die Geschichte …?

Für junge Menschen und solche, die auch Geschichten mögen.

Hinter der Kirche in Hausen gibt es in der Zeit, in der sich wegen Corona keine Kindergruppen „richtig“ treffen können, jeden Woche eine neue Geschichte.

Ein Krippenspiel gehört zu Weihnachten. Das Kindergruppenteam und die Kindergruppen aus Hausen haben sich ordentlich ins Zeug gelegt. Auch wenn wir es nicht wie geplant vor der Kirche sehen können – hier ist es, aber erst am 24.!

Ferienspiele: Blumenwiesen statt Steinwüsten
Eindrücke von einigen Aktionen der Kindergartenkinder und Schulkinder.

Kirche ist, wo Menschen feiern …
… zum Beispiel auf dem Dorffest in Garbenteich

Hinter den Kulissen…

Die Sommerausgabe 2022 ist die letzte Ausgabe, die ihr Layout von Sabine Scheele-Brenne erhalten hat.

Der dürre Ausdruck „Satz&Gestaltung“ im Impressum kann nicht annähernd wiedergeben, wieviel Arbeit hinter dieser Zeile steckt.

Es ist daher Zeit, das Wirken hinter den Kulissen mal ordentlich herauszuheben und ein herzliches Dankeschön zu sagen! Für die Geduld und nicht zuletzt die Bereitschaft, auch dieses Mal nochmal einzuspringen.

Danke, Sabine Scheele-Brenne!

Andacht zum Gemeindebrief Sommer 2022

Der Duft des Sommers….

Im Juni und Juli ist er besonders intensiv, der Duft der Rosenblüten rund um das Pfarrhaus Ich liebe diesen Duft von zart bis gewaltig süßlich. Wenn die Zeit gekommen ist, dann stehe ich am Rand des Gartens und schaue, ob sich eine neue Knospe geöffnet hat und gehe dem Duft des Sommers nach.

Eine Vielzahl von Blumen gibt es und alle sind wundervoll, doch die Rose ist schon besonders. Denn sie ist es auch, die in vielfacher Weise mit dem Christentum in Verbindung gebracht wird.

„Maria durch ein Dornwald ging“, eines der beständigsten Weihnachtslieder, nimmt diese schöne Blume auf und endet mit „Als das Kindlein durch den Wald getragen, da haben die Dornen Rosen getragen“. Ein Sinnbild für das aufblühende Leben von Jesu durch Maria.

Oder auch der bekannte Ausspruch etwas „durch die Blume sagen“. Gemeint ist eigentlich der sehr alte Brauch „sub rosa dictum“, also „etwas unter der Rose zu sagen“ und demnach Verschwiegenheit zu beweisen oder ein Geheimnis zu bewahren. Damit spielt auch der Roman Umberto Ecos „Der Name der Rose“. Die Rose eine spannende Blume, die auch ganz in unserer Nähe einen legendären Stellenwert genießt.

Vielleicht ist Ihnen die Legende von Elisabeth von Thüringen bereits bekannt. Die junge Prinzessin, nach Marburg verheiratet, nahm sich stark den Armen und Bedürftigen an. Manchmal auch zum Leidwesen ihres Gatten, der seine Frau gern öfter an seiner Seite wusste. Als er sie eines Tages fragte, was sie in ihrer von Brot gefüllten Schürze hatte, antwortete sie „das sind Blumen“! Als er nachsah, waren es plötzlich Bündel von Rosen. In dieser Legende treffen sich die Rosen und auch das, wofür sie stehen: für die Nächstenliebe und Hingabe, und zeigen somit auch ein Teilausschnitt des christlichen Glaubens. Diese Legende ist übrigens im Gesangbuch unter dem Lied „Wenn das Brot das wir teilen“ in der ersten Strophe verewigt worden. „Wenn das Brot, dass wir teilen als Rose blüht und das Wort, das wir sprechen als Lied erklingt, dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut, dann wohnt er schon in unserer Welt….“

Ein schönes Lied, das ebenso wie die Legende versucht, alles miteinander zu verknüpfen. Denn bei aller Schönheit dieser Erde, dürfen wir nicht vergessen, wie schwierig es ist das alles zu erhalten, oder dafür Sorge zu tragen, dass diejenigen, die abgehängt sind, nicht zu kurz kommen.

Ein gesundes Gleichgewicht zwischen Schöpfung und Geschöpf. Daran erinnert diese Legende und ruft uns zugleich unser Verantwortungsbewusstsein in den Hinterkopf. Zum einen die Rohstoffe aus der guten Schöpfung mit Maß und Ziel zu gebrauchen und zu bewahren und zum anderen unseren Nächsten im Blick zu behalten, so dass er/ sie auch Teilhabe erfahren kann.

Ein Verantwortungsbewusstsein, das nicht „sub rosa dictum“ geschieht, sondern frei und offen. Denn dann blühen die Rosen aus dem Lied nochmal auf, denn „Ja, dann schauen wir heut schon Gottes Angesicht in der Liebe die alles umfängt, in der Liebe die alles umfängt.“

So wünsche ich Ihnen und Euch eine schöne Zeit, die durchdrungen ist von dem Duft des Sommers und der Nächstenliebe.

Er grüßt Euch und Sie herzlich,

Marisa Mann

Gemeindebrief Sommer 2022

Liebe Leserinnen und Leser!

Dieser Gemeindebrief kommt in einer Zeit mit einem Wechselbad der Gefühle. Krieg, Flucht, Pandemie, steigende Inflation und hohe Energiepreise machen uns Angst, das bevorstehende Pfingstfest, die Konfirmation und die Aussicht auf den Sommer mit langen Abenden, Ferien und vielen Angeboten, über die wir hier berichten, können Zuversicht verbreiten und vielleicht auch Glauben, der nach Martin Luther eine lebendige, verwegene Zuversicht auf Gottes Gnade ist, die fröhlich, trotzig und lustig gegenüber Gott und allen Kreaturen macht.

Die vorliegende Ausgabe erscheint wiederum im Gewand der Naturschutz-Kollektion „Dachs“, um unsere Ressourcen Wasser, Energie und Holz einzusparen.

Wie bereits in den letzten Gemeindebriefen bitten wir Sie auch jetzt, sich über aktuelle Entwicklungen auf der Website unserer Kirchengemeinden oder in den Pohlheimer Nachrichten zu informieren.

Wir hoffen, dass die neue Ausgabe unseres Gemeindebriefes mit Rückblicken und Ausblicken wieder auf Ihr Interesse stößt, und freuen uns sehr über Ihre Rückmeldungen an: redaktion@kirche-miteinander.de. Bitte informieren Sie uns, wenn Sie bestimmte Themen im Gemeindebrief behandelt sehen wollen oder reichen Sie uns eigene Beiträge ein.

Mit dem Pfingstlied (EG 128)
Heilger Geist, du Tröster mein, hoch vom Himmel uns
erschein mit dem Licht der Gnaden dein

grüßen herzlich

Ihre/Eure

Susann Balser-Hahn
Christina Gregor-Schmidt
Horst-Werner Korf
Sieglinde Lang-Altmann
Angelika Weis

Andacht zum Gemeindebrief Frühling 2022

Spot an!

Vor gerade mal 4 Jahren waren wir im Rahmen einer Konfifreizeit zu Gast in einem namhaften Fernsehstudio in Mainz.

Momentan leider kaum denkbar. Doch eindrucksvoll wirkt es bis heute allemal nach, wenn es dort dann hieß „Spot an!“ Der Scheinwerfer surrte und „ZACK“, das was in Szene gesetzt werden sollte – war im Fokus und hell erleuchtet.

Ein Wechselspiel zwischen Licht und Schatten, zwischen hell und dunkel.
In einem solchen Wechselspiel bewegen wir uns auch in unserem Kirchenjahr. Höhen und Tiefen werden abwechselnd von einem „Spotlight“ in Szene gesetzt.
Der Scheinwerfer schwenkt dabei zwischen Himmel und Erde hin und her oder konkret gesprochen zwischen Mensch und Gott.

In der Weihnachtszeit hat man das Gefühl, dass nicht nur ein Spotlight den Himmel erleuchtet, sondern ganze Heerscharen den Blick gen Himmel wenden. Denn in der weihnachtlichen Botschaft heißt es, Gottes Liebe soll unter uns Menschen wohnen und zu uns auf Erden kommen!

Doch sobald die weihnachtliche Zeit vorbei ist, scheinen die Scheinwerfer verschwunden und der Schatten bemächtigt sich des Kirchenjahres.

Die Passionszeit hat nichts Glanzvolles auf den ersten Blick. Sie fristet ihr Dasein im Stillen, in sich gekehrten, bedächtigen. Doch gerade dort im Verborgenen finden sich die Eckpunkte, die es verdienen ebenso in Szene gesetzt zu werden. Ist nicht gerade die Zeit der Passion eine Zeit, die sich hier auf Erden unter uns Menschen abspielt? Also der Scheinwerfer auf uns, die Menschen, gerichtet. Das was uns berührt, womit wir ringen oder gar was uns innerlich aufwühlt und bewegt. Eine Zeit die das Schwere ins Licht rückt. Eine Zeit die Spannung aufbaut, indem wir in jedem neuen Kirchenjahr erspüren sollen, Christus, der Mensch wurde, ist auch in unserem Leid an unsere Seite und ist uns nah, wenn wir die Welt als hart und ungerecht empfinden. Hier liegt das verborgene Licht, der göttliche Funke unter uns Menschen. Nach 40 Tagen Zeit der Passion, schwenkt der Scheinwerfer erneut und erleuchtet das Dunkel. Die Ostertage, an denen der Sieg des Lebens über den Tod gefeiert wird, werden zum Lichtfest. Im „Spotlight“ nun wieder der Himmel, von dem wir Hilfe erwarten können.

Gerade in der Passions- und Osterzeit berühren sich Himmel und Erde, das Menschliche und das Göttliche besonders. Denn in der Auferstehung hat Christus das Licht in die ganz persönliche Dunkelheit gebracht und er schenkt neues Leben – neues Licht. Nicht von Ungefähr findet auch gerade an Ostern die neue Osterkerze ihren Platz im Kirchraum, im Gedenken an den Sieg des Lebens über den Tod, den Sieg des Lichts über das Dunkel.

Himmel und Erde – hell und dunkel- immer im Wechsel ausgeleuchtet von den Scheinwerfern des Kirchenjahres und wir mittendrin in den Höhen und Tiefen des Lebens.

Verwurzelt auf der Erde und in den Zusammenhängen unseres Lebens (er)leuchtet Gott unseren Weg, gibt Zuversicht und Kraft, richtet uns auf und erhält uns.
Ich wünsche Ihnen und uns allen, dass Gottes Kraft zwischen Himmel und Erde, zwischen dem Hell und Dunkel in allen Lebenslagen, Ihr und unser persönliches Spotlight ist. Der helle Schein von Ostern möge Ihnen und uns leuchten und die österliche Hoffnung immer wieder ganz persönlich ins Szene setzen.

Eine gesegnete Passions- und österliche Zeit wünscht Ihnen und Euch,
Marisa Mann

Gemeindebrief Frühling 2022

Liebe Leserinnen und Leser!

In den kommenden Monaten erleben wir mit Karfreitag und Ostern wichtige Stationen im Kirchenjahr, welche die ganze Tiefe christlichen Glaubens umspannen – vom Tod am Kreuz bis zur Auferstehung und wir wünschen Ihnen, dass die österliche Botschaft bei Ihnen ankommt und Sie erfasst.

Erstmals mit der vorliegenden Ausgabe erscheint unser Gemeindebrief in einem neuen Gewand. Das Redaktionsteam hat sich zum Schutz der Ressourcen entschlossen, von Glanzpapier auf eine Naturschutz-Kollektion mit dem Produktnamen „Dachs“ umzustellen. Hierdurch sparen wir pro Ausgabe 3329 Liter Wasser, 285 kWh Energie und 209 kg Holz ein. „Dachs“ ist mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichnet. Eine weitere Neuerung ist die Aufnahme einer Kinderseite, womit wir die ganze Familie am Gemeindebrief teilhaben lassen.

Leider bleibt die Corona-Lage auch in den nächsten Wochen ungewiss. Im Januar führten drastisch steigende Infektionszahlen dazu, den Landkreis Gießen zum Hochinzidenzgebiet zu erklären. Wir hoffen sehr, dass sich die Infektionslage im Frühjahr deutlich verbessert und wir die Gottesdienste und andere Gemeindeveranstaltungen wieder in einem halbwegs normalen Rahmen begehen können. Aber – zum jetzigen Zeitpunkt (Ende Januar) – lassen sich keine verlässlichen Prognosen erstellen. Wie bereits im letzten Gemeindebrief bitten wir Sie auch jetzt wieder, sich über aktuelle Entwicklungen auf der Website unserer Kirchengemeinden oder in den Pohlheimer Nachrichten zu informieren.

Wir hoffen, dass die neue Ausgabe unseres Gemeindebriefes mit Rückblicken und Ausblicken wieder auf Ihr Interesse stößt, und freuen uns sehr über Ihre Rückmeldungen. Bitte informieren Sie uns, wenn Sie bestimmte Themen im Gemeindebrief behandelt sehen wollen oder reichen Sie uns eigene Beiträge ein.

Mit dem Osterlied (EG 116) Er ist erstanden, halleluja
grüßen herzlich
Ihre/Eure
Susann Balser-Hahn
Christina Gregor-Schmidt
Horst-Werner Korf
Sieglinde Lang-Altmann
Angelika Weis

(Foto: Lotz)

„Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein!“

Angesichts der Ukrainekrise rufen Bischöfin Beate Hofmann (Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck) und Kirchenpräsident Volker Jung (Evangelische Kirche in Hessen und Nassau) rufen zu Friedensgebeten auf.

Viele Menschen sind besorgt über die Krise die sich in Europa, in der Ukraine, abspielt. Die Drohkulissen lassen einen Krieg befürchten. Wir möchten Ihnen dieses Gebet von Doris Joachim, Evangelische Pfarrerin, Referentin für Gottesdienst im Zentrum Verkündigung, Frankfurt, ans Herz legen.

Ach, Gott, wie sehr wir uns das wünschen:
Dass du etwas tust.
Damit Friede sich ausbreitet.
Und Menschen leben können.
Unbeschwert und voller Freude.
Ohne Angst vor Bomben und Granaten.
Vor Diktatoren und Unterdrückern.

Drum bitten wir dich:
Gib Einsicht und Vernunft.
Gib Weisheit denen, die um Frieden verhandeln.
Bewahre die Menschen in der Ukraine vor Krieg.
Bewahre die Soldaten davor, töten zu müssen.
Und bewahre uns davor, die Hoffnung zu verlieren.

Was uns Angst macht, das bringen wir zu Dir Gott.
In der Stille legen wir dir ans Herz, was uns auch noch bewegt.

Stilles Gebet

Daran halten wir uns fest – das wollen wir im Herzen behalten:
Du, Gott, bis unsere Zuversicht und Stärke,
eine Hilfe in den großen Nöten,
die uns getroffen haben.

Amen.

Alte Handys für Hummeln, Bienen und Co.

Dem Aufruf des Zentrums für gesellschaftliche Verwantwortung  und des Nabu sind wir gerne gefolgt um die Natur  und Recourcen zu schützen und somit Gottes Schöpfung zu bewahren.

Edler Schrott: Das Althandy

Bauteile und Stoffe

Smartphones und Handys bestehen aus verschiedenen Bauteilen: Gehäuse, Akkus, Displays, Tastaturen. Leiterplatten, Antennen, Lautsprecher oder Mikrofone sind nicht sofort sichtbar. Zur Herstellung dieser Bauteile werden über 60 verschiedene  chemische Elemente benötigt, die weltweit abgebaut und gefertigt werden. 2019 wurden weltweit  1,8 Milliarden Handys verkauft. Ein Smartphone enthält nach einer Untersuchung des Öko-Instituts ungefähr 306 Milligramm Silber und 30 Milligramm Gold, in einem Akku stecken 6,3 Gramm Kobalt.

Das hört sich wenig an. Doch wenn man eine Tonne Althandys zu Grunde legt, befinden sich darin 250 Gramm Gold. In einer Tonne Golderz hingegen nur etwa vier Gramm. Man muss also 62,5 Tonnen Golderz abbauen, um dieselbe Menge Gold zu gewinnen.

Wiederaufbereitung, Handyrecycling und seine Vorteile:

Die meisten Handys werden weggeworfen. Dabei ist das Entsorgen von Althandys im Hausmüll verboten und schadet der Umwelt. Geben Sie Ihre Althandys beim NABU ab. Der NABU Partner AfB bereitet funktionsfähige Handys wieder auf und verkauft sie. Es findet eine datenschutzkonforme Löschung statt. Nicht funktionsfähige Geräte gelangen ins Recycling.

Eine erste Sammelstelle in Form eines Karton finden Sie ganz einfach in der Steinbacher Straße 11, Hof, Carport auf einer Mauer zum Garten. Vielen Dank!

Hier finden Sie weitere Informationen:

Andacht zur Ausgabe Weihnachten 2021/2022

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Herbst ist da! Vorbei sind die „goldenen“ Herbsttage mit angenehmen Temperaturen und mildem Sonnenschein. Nun kommen vermehrt Tage mit dunklem Nebelgrau und auch der Winter ist schon nicht mehr weit.

Wie geht es in dieser Zeit unserer Seele? Wonach sehnen wir uns? Nach wohliger, kuscheliger Wärme? Nach einem – auch innerlich wärmenden – Getränk oder deftigem Essen? Nach mehr Licht und Sonnenschein? – Mit den zunehmend dunklen Tagen sehnen wir uns nach et-was, was uns gut tut – körperlich und ebenso auch seelisch. Aufmerksame Worte, die uns innerlich aufrichten und unsere evtl. niedergedrückte Stimmung aufhellen, können da zu einem wahren Lebenselixier werden.

„Mache dich auf und werde licht!“ – Vielleicht haben Sie diese Worte schon einmal gehört, kennen das gleichnamige Lied als Kanon oder gar die „Originalverse“ aus der Bibel?

Im Alten Testament, im Buch des Propheten Jesaja, heißt es in Kapitel 60:

„Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir! Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Und die Völker werden zu deinem Lichte ziehen und die Könige zum Glanz, der über dir aufgeht.“

– Was für ein Zuspruch! Ganz besonders in den vergangenen tristen, nebligen, düsteren Novemberwochen und den nachfolgenden dunklen Dezembertagen.

Wer nun mit persönlicher Betroffenheit aus dem „dunklen Land der Trauer“ vom Totensonntag herkommt: da scheint – bei manchen Gräbern auch äußerlich durch Grablichter angedeutet –mit den Worten des Propheten Jesaja schon das Licht auf, das uns aus der Dunkelheit, der Trauer und der Todverfallenheit einen Lichtblick hinschenkt in die Denkrichtung „Ewigkeitssonntag“; denn für Christen hat nicht der Tod das letzte Wort, sondern Gott kommt uns in Jesus Christus als dem Auferstandenen und dem „Licht des Lebens“ entgegen und mit ihm haben wir die Verheißung am „ewigen Leben“ teilzuhaben.

Aber auch wenn wir nicht direkt in der Trauer um einen verstorbenen Menschen stehen, so sind auch wir von mancherlei anderen Finsternissen (Sorgen,
Krankheit, …) umfangen.

In welcher Art von Finsternis wir nun gerade leben – ob in Trauer oder in Sorgen – lassen wir uns doch mit den Worten des Propheten Jesaja einladen: „Mache dich auf und werde licht – denn: DEIN LICHT KOMMT!“ Wir sind eingeladen, uns in Hoffnung und Zuversicht auf Gott hin auszurichten, der uns mit seinem Licht der Liebe, der Versöhnung und des Segens unser Leben erhellen, ja „hell machen“ will.

Unabhängig von „emotionalen“ seelischen Finsternissen (Trauer, Sorgen, Krankheit, …) geht unser Leben dabei mit dem Rhythmus der Natur. Winter- und Sommersonnenwende prägen die jeweilige Tageshelligkeit und -dunkelheit.

Was setzen wir in diesen dunklen Zeiten für ein Zeichen? Na klar doch: Ein Licht! Besser noch: Mehrere Lichter! Licht(er) gegen die Dunkelheit! Licht(er) gegen die astronomische ebenso wie die emotionale „innere, seelische“ Dunkelheit! Offen-sichtlich wird dies z.B. auch am Adventskranz. Mit jeder Woche der zunehmenden astronomischen Dunkelheit setzen wir eine brennende Adventskerze entgegen. Damit es in unserem Leben nicht nur räumlich hell(er) werden möge, sondern auch emotional und seelisch! Getoppt wird die zunehmende Lichterfülle dann wenige Tage nach der Wintersonnenwende mit den vielen Lichtern am Weihnachtsbaum. Natürlich stehen auch diese vielen Weihnachtsbaumlichter als „Lichterbaum“ für eine „emotionale“ Wende: Trotz aller Dunkelheit(en) um uns herum: Es wird hell! Das Licht siegt gegen alle Dunkelheit und Finsternis. Es siegt gegen astronomische wie gegen emotionale Finsternis.

So erinnert uns jede Advents- und Weihnachtskerze daran: Es wird licht und Licht in unserem Leben, denn: Gott kommt uns entgegen, wird Mensch und schenkt uns in seinem Sohn Jesus „das Licht der Welt und des Lebens“.

Mit diesem Wissen wird es hell in unserem Leben!
Welch ein Grund zur Freude!
Deshalb:

„Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir!“

Eine gesegnete Licht-Zeit
wünscht Ihnen Pfarrerin
Claudia Kuhn