Der Kirchenvorstand leitet die Gemeinde – Kirchenvorstandswahl 2021

Der Kirchenvorstand leitet die Gemeinde

Das evangelische Gemeindeleben ist bunt und vielfältig. Die hauptamtlichen Mitarbeitenden der Kirchengemeinde gestalten gemeinsam mit den ehrenamtlich Engagierten das christliche Leben vor Ort. Nicht nur bei Gottesdiensten, sondern auch in den verschiedenen Gruppen und Angeboten wie den Konfirmandentreffen, den Nachmittagen für Kinder und Jugendliche oder Treffen für Senioren.

Die Leitung einer Kirchengemeinde hat in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) der Kirchenvorstand.

Zusammen mit dem Gemeindepfarrer trägt der Kirchenvorstand die Verantwortung für die Gemeindearbeit. Er leitet und prägt die Gemeinde, ist Impulsgeber und trifft Entscheidungen. 

Er entscheidet über theologische Fragen der Gemeinde, über ihre inhaltliche Arbeit und die Finanzen. Dazu gehören auch die Verwaltung der Gebäude und Grundstücke, die Personalverantwortung für die hauptamtlichen Mitarbeitenden und die Öffentlichkeitsarbeit.

Üblich ist eine monatliche, in der Regel nicht öffentliche Sitzung. Hier wird diskutiert und es werden Entscheidungen getroffen. Außerdem beteiligen sich Kirchenvorsteher und Kirchenvorsteherinnen an den Gottesdiensten und anderen Gemeindeaktivitäten.

Neben der Pfarrerin oder dem Pfarrer der Gemeinde besteht der Kirchenvorstand nur aus Ehrenamtlichen.

Entscheidungen im Kirchenvorstand werden demokratisch mit Mehrheit getroffen, jede Stimme hat gleiches Gewicht. Idealerweise finden sich unter den Vorstandsmitgliedern Menschen aus verschiedenen Alters- und Berufsgruppen wieder, damit die Interessen aller Gemeindemitglieder gut vertreten werden können.

Ihr gemeinsamer Auftrag ist, Menschen für den christlichen Glauben zu begeistern. Ihr gemeinsames Ziel ist die Verkündigung des Evangeliums. Sie sollen das christliche Leben vor Ort so fördern, dass viele Menschen sich davon angesprochen fühlen. Die besondere Rolle des Kirchenvorstands legt die Kirchenordnung der EKHN fest. In den Gemeinden der EKHN werden die Mitglieder des Kirchenvorstands jeweils für eine Amtsperiode von sechs Jahren von allen Gemeindemitgliedern ab 14 Jahren gewählt.

Die nächste Wahl in allen Kirchengemeinden findet am 13. Juni 2021 statt. 

Die Kirchenvorstände beschließen im September die Wahlvorschläge, das heißt die Liste mit den Kandidierenden. Mit der Veröffentlichung des Wahlvorschlags wird zur Gemeindeversammlung im Januar 2021 eingeladen, bei der sich alle Kandidierenden persönlich vorstellen.

Matthias Hartmann

Ihre Meinung ist gefragt

Mit der Kirchenvorstandswahl 2021 werden die Weichen für unser Gemeindeleben in den kommenden Jahren gestellt.

  • Was erwarten Sie von dem nächsten Kirchenvorstand?
  • Welche Schwerpunkte sollen in der Arbeit gesetzt werden?
  • Wollen und können Sie an der Gestaltung unseres Gemeindelebens mitarbeiten?
  • In welchen Bereichen würden Sie sich engagieren?
  • Wären Sie zur Mitarbeit im oder auch außerhalb des Kirchenvorstands bereit?

Über die Beantwortung einer oder aller Fragen in Gesprächen nach dem Gottesdienst oder in einer E-Mail an kirchengemeinde.garbenteich@ekhn.de oder kirchengemeinde.hausen@ekhn.de würden wir uns sehr freuen.

Gemeinsames Gemeindebüro geplant

Seit mehr als einem Jahr denken die Kirchengemeinden Albach, Garbenteich, Hausen mit Petersweiher, Steinbach und Watzenborn-Steinberg über mehr Zusammenarbeit nach.
Gottesdienste feiern wir schon länger miteinander: Diakonie-Gottesdienst, Hirtenandacht am 4. Advent, Himmelfahrt gemeinsam mit Watzenborn-Steinberg und am Pfingstmontag auf dem Schiffenberg (der in diesem Jahr wegen Corona leider ausgefallen ist).
Uns alle verbindet außerdem die Diakoniestation Fernwald Pohlheim, in der jede Kirchengemeinde vertreten ist. Die Pfarrer und Pfarrerinnen vertreten sich gegenseitig im Urlaubs- und Krankheitsfall.

Mehr Verwaltungsarbeiten

Ursprünglich haben wir nur ein gemeinsames Gemeindebüro der Gemeinden Garbenteich und Hausen geplant. Wir wünschen uns mehr Büroöffnungszeiten, aber auch mehr Arbeitszeit für die Gemeindesekretärinnen angesichts zahlreicher werdender Verwaltungsarbeiten. Die Bewältigung von Verwaltungsvorschriften, Verordnungen oder der Buchhaltung stößt an Grenzen.
Unsere Gemeinden Garbenteich und Hausen sind pfarramtlich verbunden. Die Verwaltungsaufgaben sind dieselben und mit Sabine Hickmann haben beide Gemeinden dieselbe Gemeindesekretärin. Was liegt also näher, als beide Büros zusammenzulegen?

Entscheidung bis Ende 2020

Bereits kooperierende Gemeindebüros in anderen Regionen machen die Erfahrung, dass ein gemeinsames Büro mehrerer Gemeinden effizienter Verwaltungsaufgaben erledigt. Nicht zuletzt können sich Gemeindesekretärinnen, die in einem gemeinsamen Büro zusammenarbeiten, im Krankheits- oder Urlaubsfall problemlos vertreten. Gleichzeitig werden Menschen, die über den telefonischen oder E-Mail-Service hinaus Beratung brauchen, häufiger einen Ansprechpartner finden.
Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gibt kooperierenden Gemeinden mehr Geld für Bürostunden in gemeinsamen Gemeindebüros.
Das gab den Anstoß.
Seit einem halben Jahr berät eine Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der Kirchenvorstände der oben genannten Gemeinden sowie der Pfarrerinnen und Pfarrer die Möglichkeiten eines gemeinsamen Büros.
Bis Ende des Jahres wollen die Kirchenvorstände entsprechende Beschlüsse fassen. Wird es ein zentrales Gemeindebüro für die beteiligten Gemeinden geben? In welcher Gemeinde wird es angesiedelt sein? Das sind die zwei wichtigsten Fragen, die in den verbleibenden Monaten des Jahres beantwortet werden müssen.
Angelika Weis
Vorsitzende des Kirchenvorstands Garbenteich

Weite Wege

Liebe Gemeinde,

„Sie haben einen weiten Weg vor sich.“ Das sagte mir zu Beginn meiner Reha, sechs Wochen nach dem Schlaganfall, die aufnehmende Ärztin.
Ermutigt hat mich der Satz nicht.

Zum Propheten Elia hat diesen Satz ein Engel gesagt, so erzählt es die Bibel, als Elia am Ende seiner Kräfte war: Der Engel des HERRN rührte Elia an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir (1. Buch der Könige 19,7).

Was war geschehen?
Elia hatte nicht nur einen weiten Weg vor sich, sondern bereits eine lange Strecke zurückgelegt. Die biblische Geschichte über Elia nimmt uns hinein in die Zeit des 9. Jh. vor Chr:  König Ahab, der König Israels, heiratet die phönizische Prinzessin Isebel, die den Gott Baal verehrt.
Die Menschen des damaligen Nordreiches Israel geraten in Zweifel, wem sie vertrauen, auf was sie hoffen dürfen, dem Gott Baal oder Jahwe.
Der Prophet Elia, ein glühender Verehrer Jahwes, will durch ein Gottesurteil beweisen, dass Jahwe der wahre Gott ist. Elia versammelt 450 Propheten des Gottes Baal auf einem Berg. Beide Parteien sollen bei ihren Göttern Feuer erbitten, um ein Brandopfer zu entzünden. Elias Rechnung geht auf. Während sich die anderen Propheten vergebens mühen, schickt Jahwe das erbetene Feuer vom Himmel.

Das Gottesurteil ist vollzogen. Das ganze Volk bekehrt sich zu Jahwe, dem Gott Israels. 
Doch Elia will ein für alle Mal Schluss mit der Verehrung Baals machen und lässt alle Baalspropheten töten. Isebel tobt vor Wut und lässt Elia verfolgen, um ihm das Gleiche anzutun, was der ihren Propheten angetan hat.

Elia flieht in die Wüste. Nach vielen Tagen auf der Flucht sinkt er unter einem Ginsterstrauch müde zu Boden und betet: „Es ist genug. So nimm nun, Herr, meine Seele. Ich bin nicht besser als meine Väter.“
Erschöpft schläft er ein. Gott schickt ihm einen Engel,  so erzählt es die Bibel, der ihm mehrmals etwas zu essen und zu trinken vorsetzt und ihn auffordert, sich zu stärken, mit der Begründung: „Du hast einen weiten Weg vor dir.“

Stärkung für weite Wege

Wer weite Wege zurücklegen muss, braucht Stärkung. Elia gab die Speise so viel Kraft, dass er vierzig Tage und Nächte hindurch zum Berg Horeb gehen konnte, bei dem er eine Gottesbegegnung hatte und den Auftrag bekam, einen neuen König für Israel zu salben.
Wer weite Wege zurücklegen muss, braucht Stärkung. Menschen, die jemanden verloren haben, brauchen so eine Stärkung, um zurück ins Leben zu finden. Kranke Menschen auch.
Und uns allen dürfte längst klar geworden sein, dass auch der Weg aus der Corona-Krise heraus ein langer Weg sein wird.

Wer weite Wege zurücklegen muss, braucht Stärkung. Wie gut, dass wir wieder Gottesdienste feiern dürfen, in denen Gott uns mit seinem Wort berührt und stärkt.
„Gott ist mein Hirte, er weidet mich auf grüner Aue und erquickt die Seele“, so singt es der berühmte Psalm.
Viele erleben das im Gottesdienst. Er gibt ihnen Kraft, um die Krise, in der sie stecken, durchzustehen, um zu kämpfen, um sich auf den Weg in die Zukunft zu machen.
„Wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.“ Dieser Spruch ist wohl genau so bekannt wie der Psalm.
Dabei wird sicher auch an ein ‚Licht von oben‘ gedacht, an die Hilfe, die durch Gott geschickt wird, vielleicht durch einen leibhaftigen Engel, vielleicht auch durch einen Menschen, durch ein Wort aus der Bibel, einen wohltuenden Gottesdienst oder auch durch das Lächeln und gute Worte oder die liebevolle Zuwendung eines Anderen.

Um Gottes Segen bitten

Ich weiß aus Erfahrung heraus, dass es gut tut, bei Geburtstagsbesuchen und Telefonaten um Gottes Segen zu bitten. Und dabei vertraue ich darauf, dass Gott dem Geburtstagskind die Kraft und das Licht gibt, die er auch mir für den langen Weg damals gegeben hat.

Gott segne und stärke Sie für den Weg, der vor Ihnen liegt!


Pfarrer Merten Teichmann


Blumenwiesen statt Steinwüsten – Ferienspiele 2020 in Hausen

Ein buntes Programm boten auch dieses Jahr wieder die Ferienspiele in Hausen (siehe auch https://www.kirche-miteinander.de/termin/ferienspiele-die-schoepfung-erhalten/).

Hier nur einige Eindrücke von den Aktionen für die Kindergartenkinder („Müllwettsammeln auf dem Kuhberg – Wir krönen den/die Müllkönig/in“) und die Schulkinder („Die Welt, die uns umgibt – Wie sieht es denn hier aus??? Wir pflanzen im Kirchgarten“, „Mensch und Tier zusammen. Mit Johanna und ihren Hunden“ und „Upcycling? Was ist denn das?? Wir basteln jeder eine Pinnwand aus Korken“).

Mehr dann im nächsten Gemeindebrief! Und die Steinschlange an der Kirche darf gerne fortgesetzt werden!

Kindergartenkinder

Schulkinder

Bilder: Tessa Schäfer, Dana Bujard, Rie-Luise Schöffmann und Thekla Schulz-Nigmann

Aktuelles und neue Artikel in Rubriken

Achtung: Der Erntedankgottesdienst in Garbenteich findet NICHT in der Kirche statt, sondern in Arnolds Scheune beim REWE: 27.09.2020, 10:00 Uhr

Ferienspiele: Blumenwiesen statt Steinwüsten
Eindrücke von einigen Aktionen der Kindergartenkinder und Schulkinder.

Wir können die Gemeindebüros aus aktuellem Anlaß nicht öffnen. Bitte hinterlassen Sie auf dem Anrufbeantworter Ihre Fragen oder schicken Sie Pfarrer Teichmann persönlich eine E-Mail.
Die weiteren Kontaktdaten finden sich hier.

Kirche ist, wo Menschen feiern …
… zum Beispiel auf dem Dorffest in Garbenteich

Konfirmation in Zeiten von Corona

Die Corona-Pandemie und in der Folge die Kontaktsperre zwang auch die Kirchengemeinden Garbenteich und Hausen den Konfirmanden-Unterricht zu unterbrechen und die im Mai und Juni geplanten Konfirmationen abzusagen.

Pfarrerin Marisa Mann berichtet, dass der Konfiunterricht thematisch nahezu abgeschlossen war. Nur ein Termin muss vor der nun Mitte September stattfindenden Konfirmation nachgeholt werden, um die biblischen Lerntexte zu sichern.

Leider wird es vor der Konfirmation in diesem Jahr keinen Vorstellungsgottesdienst geben, denn den bereiten die Konfis traditionell bei einem Wochenende auf dem Hoherodskopf vor. Das ist in diesem Jahr nicht möglich, da bis zu den Herbstferien keine Konfi-Freizeiten stattfinden können.

Kontakt während der Kontaktsperre

Pfarrerin  Mann hat während der vergangenen Wochen den Kontakt zu den Konfis gehalten und nicht abgebrochen. Mit Hilfe des Internet-Dienstes Whatsapp hat sie die Konfis als Gruppe aber auch einzeln angeschrieben. So haben sich, wie sie berichtet, sehr persönliche, dichte, tiefe, gewissermaßen seelsorgerliche Gespräche über die Situation der Jugendlichen in der Corona-Zeit ergeben.

Die Jugendlichen haben von ihr Aufgaben digital übermittelt bekommen.

Bis Pfingsten sollten sie sich einen Konfirmationsspruch aussuchen und die Auswahl begründen.

Zum Psalm 23 „Der Herr ist mein Hirte“ sollten sie Fotos machen und ihr Verständnis über diesen Trostpsalm bebildern. Schließlich sollten sie aufschreiben, was ihnen in der Zeit von Corona, die für viele Jugendliche so schwierig war, weil sie nun plötzlich so viel zu Hause sein mussten, keine Freunde treffen konnten und nicht wussten, wie es mit der Schule weiter geht, Hoffnung gibt und was sie in dieser Zeit getragen hat. Motto der Aufgabe: „Mehl hamstern – Hoffnung hamstern“. Die Ergebnisse werden in den Konfirmationsgottesdienst einbezogen.

Im Sommer will Pfarrerin Mann, je nach den aktuellen Sicherheitsbestimmungen, die Konfis schrittweise wieder an eine reguläre Vorbereitung des Konfirmationsgottesdienstes heranführen. Vielleicht sind ein oder zwei gemeinsame Treffen sogar noch vor den Sommerferien möglich. In enger telefonischer Absprache mit den Konfirmanden-Familien hat Pfarrerin Mann die neuen Termine festgelegt: Samstag, 12. September, 10 Uhr und einen Tag später am Sonntag, 13. September, ebenfalls um 10 Uhr. Wann die Feiern in Hausen und wann in Garbenteich stattfinden, stand Mitte Mai noch nicht endgültig fest.

Nach der Konfirmation hat Pfarrerin Mann für die Konfis ein besondere Aktion vorbereitet, die aber noch ein Geheimnis bleiben soll.

Neuer Konfijahrgang

Der neue Konfirmandenjahrgang 2020/21 soll –  verspätet — nach den Herbstferien beginnen. Das Vierteljahr Verkürzung ist Pfarrerin Mann sich sicher mit einigen Wochenendtreffen inhaltlich ausgleichen zu können. Dass die neuen Konfis jedoch nicht an einem großen Konfi-Camp teilnehmen können, darüber ist sie sehr traurig. Dieses Highlight jedes Konfijahres musste vom Dekanat Gießen abgesagt werden. Der erste Elternabend ist nach den Sommerferien. Der Termin steht noch nicht fest. Aber alle in Frage kommenden Familien werden schriftlich informiert.

Die Einführung der neuen Konfis wird in einem festlichen Gottesdienst am 1. Advent gefeiert.

Zum „Geburtstag der Kirche“ wieder Gottesdienste

Pfingsten werden in Garbenteich (Pfingstmontag, 10 Uhr) und in Hausen (Pfingstsonntag, 10 Uhr) wieder Gottesdienste in der Kirche gefeiert, wenn auch mit Einschränkungen. Die Gottesdienste werden anders sein, als wir es bisher gewohnt waren.

Die Gemeinden müssen Vorkehrungen treffen, damit sich niemand infiziert. Leitgedanke ist, Abstand zu halten und in überschaubaren Gruppen zu feiern.

Hierzu setzen die Kirchenvorstände in Garbenteich und Hausen das Schutzkonzept der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) eigenverantwortlich um, das auf Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts basiert.

Um den notwendigen Mindestabstand von 1,5 bis 2 Metern nach allen Seiten zu gewährleisten, muss die Teilnahme an Gottesdiensten auf eine Höchstzahl von Besuchern beschränkt werden.

Einzunehmende Sitzplätze werden markiert sein. In Garbenteich stehen 20 Plätze zur Verfügung, in Hausen 15. Personen, die in einem Hausstand leben, können nebeneinander sitzen.

Die Vermeidung von Warteschlangen, die Wahrung des Abstands beim Betreten und Verlassen der Kirche und beim Aufsuchen der Plätze sowie die Einhaltung der ermittelten Höchstzahl an Personen werden durch Mitglieder des Kirchenvorstands sichergestellt. Vor und nach jedem Gottesdienst werden Türgriffe und Handläufe desinfiziert, und im Eingangsbereich der Kirche stehen Desinfektionsmittel für Sie bereit.

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wird dringend empfohlen. Vom gemeinsamen Singen der Gemeinde und von der Mitwirkung von Chören wird abgesehen.

Für Taufen und Trauungen gelten die gleichen Rahmenbedingungen wie für Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen. Es wird grundsätzlich empfohlen, Taufen in eigenen Gottesdiensten zu feiern.

Jeder Gottesdienstbesucher wird gebeten sich an die neuen Regelungen zu halten, um in Eigenverantwortung seine und die Gesundheit der anderen Gäste zu schützen.

Um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können, ist es notwendig die Gottesdienstbesucher in einer Liste zu erfassen, die 14 Tage aufbewahrt werden muss.

Der Kirchenvorstand Garbenteich hat beschlossen, dies am Sonntagmorgen vor Ort zu regeln.

Der Kirchenvorstand Hausen bittet vorab bis freitags um eine Nachricht, wer den Gottesdienst besuchen möchte. Dies kann per E-Mail an gottesdienst-hausen@web.de  oder ab Mittwoch, 27. Mai,  mittwochs und freitags jeweils zwischen 18 und 20 Uhr  telefonisch unter 0641/45709 (Familie Korf) geschehen.

Falls in Hausen mehr Menschen den Gottesdienst besuchen wollen als Plätze vorhanden sind, feiert die Gemeinde um 18 Uhr einen zweiten Gottesdienst am selben Tag. Deshalb feiern wir nach Pfingsten in 14tägigem Rhythmus abwechselnd in Garbenteich und Hausen Gottesdienst. Zu allen Gottesdiensten sind – wie eigentlich schon immer und jetzt erst recht – die Mitglieder beider Gemeinden eingeladen.

Die Beschränkung der verfügbaren Plätze wird es vielleicht nötig machen, Besucher abzuweisen.

Wir würden das sehr bedauern und die Kirchenvorstände bitten schon im Voraus um Verständnis dafür. Diese Maßnahme ist den Gemeinden durch die schwierige Gesamtsituation in der Corona-Krise auferlegt. Die einzige Alternative wäre es, weiterhin ganz auf Gottesdienste in den Kirchen zu verzichten, und das wollen wir nicht. Die Kirchenvorstände sind sich bewusst, dass die Möglichkeit zum Feiern von Gottesdiensten wieder in Frage gestellt werden kann, wenn die Zahl von Infektionen zunimmt. Auch die jetzigen Anmelderegeln können sich nach den Erfahrungen der ersten Wochen noch ändern; wir informieren darüber immer aktuell in den Pohlheimer Nachrichten und auf unserer Webseite www.kirche-miteinander.de.

Gedanken zum Pfingstfest

Liebe Gemeinde,

ich weiß, es ist allgegenwärtig! Vieles hat sich verändert, das vor wenigen Monaten noch undenkbar schien.

Nun leben wir schon eine ganze Weile mit den veränderten Bedingungen, ausgelöst durch Corona. Abstandsregeln, Shutdown, Lockerungen. Hygieneschutzmaßnahmen wurden erstellt, die uns in diesem Spannungsfeld sicherlich noch eine Weile begleiten.

Sie spüren, das geht natürlich auch an uns als Kirchengemeinde nicht spurlos vorbei. Trotz der vielen Einschränkungen und Bestimmungen, die es zu beachten gilt, bin ich frohen Mutes über das, was in den Gemeinden während dieser Wochen alles auf die Beine gestellt wurde. Kirchenöffnungen mit Mitnehmandachten, digitaler Konfi-Kontakt und verschiedene Formen der Kommunikation, wie z.B. der Ostergemeindebrief etc.

Diese Veränderungssituation erinnert mich an ein Ereignis, an dem Gottes Geist eine große Rolle spielt.                          

Pfingsten!

Denn als Geburtstag der Kirche angesehen ist es ein Fest mit großem Potential und Wirkungsgeschichte – bis heute.

Begeben wir uns auf Spurensuche:

Was haben die Jünger Jesu nicht schon alles erlebt seit er gewirkt, gekreuzigt, auferstanden und dann zum Himmel aufgefahren ist. Ein Wechselbad der Gefühle zwischen dem, was man erfahren und erlebt hat, und dem, was möglicherweise auf einen zu kommt. Das auszuhalten ist nicht leicht. So gerade bei uns, als auch bei den Jüngern.

Belebende Unruhe

Viele von ihnen sind durch Christus in den Glauben hineingewachsen, doch als er fortging und er nicht mehr persönlich bei ihnen sein konnte, wurde es schwer sich auch den drängenden Fragen und Anfechtungen zu stellen. Eine Unruhe erwächst, die nochmal ganz neu zum Tragen kommt.

Am Pfingstfest in Jerusalem sind sie alle beisammen, verschiedene Menschen verschiedener Länder mit verschiedenen Sprachen.

Da kommt Gottes Geist über sie und sie verstehen einander in ihrer jeweiligen Sprache. Petrus ergreift das Wort und spricht: „Da will Gott ausgießen von seinem Geist auf alles Fleisch.“ (Apostelgeschichte 2, 17)

Ungewohntes geschieht, in Jerusalem und heute hier. Aber in und aus dieser Veränderung entsteht Neues. Die Jünger begannen miteinander neu zu kommunizieren und versuchten, die jeweiligen Bedürfnisse und Glaubensansätze zu verstehen.

„Kirche“ wird geboren. Auch in der Corona-Situation haben wir uns als „Kirche miteinander“ auf kreative Art und Weise von Gottes Geist begleiten lassen und damit schon hoffnungsvoll erlebt, wie wir mit Veränderungen umgehen können.

Gottes Geist, er bringt in Bewegung, schafft neue Formen, so wie wir neue Formen finden müssen um miteinander im Kontakt zu sein und zu bleiben oder neue Formen des Miteinanders entwickeln.

Ideen dazu gibt es schon hier in diesem Gemeindebrief und den Ausblick, gerade zu diesem Fest unsere Kirchen wieder zu öffnen.

Lassen wir uns anstecken vom Geist Gottes und neben dem alltäglichen Ballast auch dankbar sein für seine Begleitung und für die Chancen, die er uns auftut.

Es grüßt sie herzlich

Ihre Spurensucherin

Pfarrerin Marisa Mann

Das Osterwort heißt Hoffung

Was ich an Ostern mag: es fällt in eine Zeit, in der sich die Natur von ihrer schönsten Seite zeigt: Die kalten Winde aus dem Osten und Norden blasen nicht mehr, T-Shirt-Wetter kommt; dann das zarte Grün an Büschen und Bäumen, überall blüht es, Schmetterlinge und Bienen fliegen.
Kurz, eine Zeit, in der die Seele auflebt und sich erheben kann.
Für mich die schönste Zeit im Jahr.

Was mir an Ostern nicht gefällt: es ist für unseren Glauben so schwer zu fassen.
Theologisch steht im Zentrum von Ostern natürlich die Auferstehung.
Die Auferstehung Jesu bezeugt die Bibel vielfach.
Vor 2000 Jahren hat sie sich ereignet – sicher für die Jünger eine unglaublich große und erhebende Erfahrung.
Nur, wie soll ich mir sie vorstellen und was bedeutet sie für mich?

Meine eigene Auferstehung von den Toten, an die ich glaube, steht hoffentlich noch nicht so bald an, denn noch will ich mich weiter am Leben freuen.  An Ostern zum Beispiel.
Es gibt aber ein Wort, das für mich beides verbindet: das sehr sichtbare und fühlbare Aufblühen neuen Lebens in der Natur einerseits, und andererseits die Unanschaulichkeit von Ostern in meinem Glauben. Dieses Wort ist: Hoffnung. Von ihr heißt es: „Sie stirbt zuletzt.“ Das ist ein trauriger und ein schöner Spruch zugleich!

Einerseits traurig: Denn wenn die Hoffnung zuletzt stirbt, dann ist ja schon anderes vorher gestorben: der Lebensmut, die Lebensfreude vielleicht, die Kräfte, die Zuversicht, Pläne, die man hatte oder im schlimmsten Fall ein Mensch, der einem nahestand.
Und zum Schluss erst die Hoffnung. 
Und das ist das Schöne an dem Satz: Dass trotz allem, was dunkel, traurig ist oder einen verzweifeln lässt, dass da noch etwas lebendig ist, das einen auf einen guten Ausgang, eine positive Wendung oder guten Fortgang des Lebens glauben lässt.

Für mich ist Hoffnung das Osterwort.

Denn uns wird verkündet, dass Gott mit der Auferweckung Jesu die Macht des Todes, des Bösen und Dunklen endgültig gebrochen hat. So betont es die Bibel an vielen Stellen.
Man sollte dem Tod die Macht nicht wieder zurückgeben, indem man resigniert und keine Hoffnung mehr hat. Wo sich die Überzeugung durchsetzt, dass keine Hoffnung mehr ist oder sie stirbt, da haben der Tod und das Dunkle gewonnen.
Ich weiß natürlich, man kann die Hoffnung nicht herbeireden, und keinen zur Hoffnung überreden, der sie nicht hat. Aber ich will mir die Hoffnung auch nicht von Pessimisten, Bedenkenträgern und Schwarzsehern kaputtreden und auch nicht ausreden lassen.
Denn die Hoffnung ist in dieser Welt, weil Gott selber sie hineingepflanzt hat.
Mit der Auferweckung Jesu durch Gott hat jede dunkle Nacht einen hellen Morgen bekommen!
Davon zeugt jedes Morgenrot und auch jeder Mensch, der gesund wird.
Und darauf will ich setzen, bei jedem Krankenbesuch und auch in meinem eigenen Leben.
Auch das Corona-Virus wird besiegt werden. So traurig das ist, es werden auch weiter Menschen an Viren sterben.

Doch das Leben wird irgendwann nach Ostern wieder aufblühen.
Überall!

Ihr

Pfarrer Merten Teichmann

Auch in dieser Zeit ist Ihre Kirche für Sie da!

Liebe Gemeindemitglieder der Kirchengemeinden Garbenteich und Hausen!

„Wann kann ich meine Enkel wieder sehen?“ „Ich sorge mich, wohin das alles führt.“ „Ich bin so viel allein.“ „Wann können wir wieder gemeinsam Gottesdienst feiern?“

Das höre ich derzeit in vielen Gesprächen am Telefon.

Familien leiden, weil mancher Besuch nicht mehr stattfinden soll. Vereine stellt das Kontaktverbot auf eine harte Probe. Schließlich ist man doch im Verein, weil dort Gemeinschaft gelebt wird.

Aber: Abstand halten, um andere Menschen zu schützen, das ist Gebot der Stunde. Wie lange das noch gilt, kann im Moment niemand sagen.

Miteinander verbunden bleiben ist jetzt für unsere Kirchengemeinde eine große Herausforderung. Doch, auch in dieser Zeit ist Ihre Kirche für Sie da!

Telefonisch, zum stillen Gebet Einzelner in der Kirche, mit dem Glockenläuten und auch im Internet. Genaues lesen Sie weiter unten.

Ich schreibe Ihnen diesen Brief als Ihr Pfarrer und im Namen meiner Kollegin, Pfarrerin Marisa Mann, sowie der Kirchenvorstände. Wir wollen deutlich machen, dass niemand in dieser aufgewühlten Zeit vergessen ist, und dass wir weiter miteinander verbunden sind.

Vielleicht haben Sie es schon bemerkt, dass täglich um 18.00 Uhr die Glocken läuten. Sie tun das übrigens in ganz Pohlheim und auch in Gießen und allen Dörfern um Gießen herum.

„Macht die Fenster auf!“ ist eine Gemeinschaftsaktion der evangelischen und katholischen Gemeinden in der Region. Fenster aufmachen – Glocken hören – innehalten – aneinander denken – füreinander beten. Das Läuten gilt auch den Nachbarn, denen das Gebet vielleicht fremd ist.

Für uns Christinnen und Christen ist die Gemeinschaft im Glauben ein zentrales Element. Wir wissen, dass „wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind“, Christus unter uns ist. Auch wenn wir einander nicht sehen und miteinander Gottesdienste feiern können, dürfen wir uns zu dieser Zeit besonders verbunden wissen.

Das Glockenläuten drückt das bei allem Abstand auf unüberhörbare Weise aus.

Ich fühle mich – wie Sie wahrscheinlich auch – Familienmitgliedern verbunden, von denen ich gerade Abstand halten muss. Doch denke ich genauso an diejenigen, die in dieser belastenden Zeit für andere da sind, beispielsweise Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger, Polizisten, Verkäuferinnen, Lkw-Fahrer. Wir werden uns in diesen Tagen bewusst, wie wichtig sonst unterschätzte und unterbezahlte Berufe für uns alle sind.

Die große weltweite Krise kann – wie auch alle persönlichen Krisen – eine Chance sein, wirklich Wichtiges wertzuschätzen, mit einem freundlichen Blick, einem herzlichen Telefongespräch, praktischer Solidarität, gelebtem Zusammenhalt, überhaupt: Nähe im gebotenen Abstand!

Ich hoffe, dass wir das in dieser Corona-Zeit entdecken und dauerhaft wertschätzen lernen.

Ich höre und lese in diesen Tagen oft: Das Virus hält die Welt im Griff.

Bei aller Sorge und ängstlichen Gedanken halte ich daran fest:

Nein! Gott hält die Welt in seiner Hand!

Ich erkenne das in der Solidarität, die jetzt an vielen Stellen aufblüht:

Jugendliche bieten ihre Hilfe Menschen an, die nicht einkaufen gehen können.

Menschen musizieren auf der Straße, vor Pflegeheimen oder stellen Videos davon ins Internet, um anderen eine Freude zu bereiten.

Restaurants bieten frisches Essen kostenlos an für die, die sich kein Essen leisten können.

Eine Floristin stellt gebundene Sträuße vor ihr Geschäft und jeder, der vorbeikommt, darf sich einen nehmen.

Viele tröstende Worte, Andachten und Gottesdienste werden ins Internet gestellt, weil wir uns nicht in den Kirchen treffen können.

Für mich ist all das die Wirkung des göttlichen Geistes.

Nicht ein Virus hat uns in den Klauen, sondern wir sind in Gottes Hand!

Auch in dieser Zeit ist Ihre Kirche für Sie da!

1. Die Kirchen in Garbenteich und Hausen sind täglich für das stille Gebet von 16-18 Uhr geöffnet. (ab 4. April)

Es liegt eine Leseandacht aus. Ich bin donnerstags in Garbenteich und dienstags in Hausen anwesend und stehe zu einem Gespräch zur Verfügung, wenn Sie das wünschen.

2. Unsere Glocken rufen täglich um 18 Uhr zum Gebet.

3. Pfarrerin Mann und ich sind für Gespräche und bei Fragen telefonisch erreichbar:

Pfarrerin Mann: 06403 – 96 31 92 | Pfarrer Teichmann: 0641-58 17 00 99

4. Wenn Sie mir eine E-Mail schreiben, können wir Sie regelmäßig über das Gemeindeleben informieren: merten.teichmann@ekhn.de

5. Auf den Internetseiten der Evangelischen Kirche finden Sie Impulse, Gebete, Videoandachten und vieles mehr. Etwa bei: giessen-evangelisch.de (Internetseite des Evangelischen Dekanats Gießen). Dort können Sie sich auch unkompliziert für einen Newsletter eintragen, der Sie zumeist einmal wöchentlich auf Neuigkeiten im kirchlichen Leben aufmerksam macht. Über unser Gemeindeleben informieren wir Sie weiter unter:

kirche-miteinander.de

Ganz herzlich grüßen auch Pfarrerin Marisa Mann und die Kirchenvorstandsvorsitzenden

Angelika Weis (Garbenteich) und Stefan Brenne (Hausen).

Seien Sie behütet!

Ihr

Pfarrer Merten Teichmann