Aktuelles und neue Artikel in Rubriken

Neu in Terminen:
Freitagsaktionen mit Birthe und Beate
19. Juni – 3. Juli

Ferienspiele: Blumenwiesen statt Steinwüsten
6. Juli – 13. August

Änderung im Gottesdienstplan:

Der Mitgehgottesdienst am 5. Juli fällt aus. Stattdessen findet der Gottesdienst um 10:00 Uhr in der Kirche in Garbenteich statt.

Wir können die Gemeindebüros aus aktuellem Anlaß nicht öffnen. Bitte hinterlassen Sie auf dem Anrufbeantworter Ihre Fragen oder schicken Sie Pfarrer Teichmann persönlich eine E-Mail.
Die weiteren Kontaktdaten finden sich hier.

Kirche ist, wo Menschen feiern …
… zum Beispiel auf dem Dorffest in Garbenteich

Konfirmation in Zeiten von Corona

Die Corona-Pandemie und in der Folge die Kontaktsperre zwang auch die Kirchengemeinden Garbenteich und Hausen den Konfirmanden-Unterricht zu unterbrechen und die im Mai und Juni geplanten Konfirmationen abzusagen.

Pfarrerin Marisa Mann berichtet, dass der Konfiunterricht thematisch nahezu abgeschlossen war. Nur ein Termin muss vor der nun Mitte September stattfindenden Konfirmation nachgeholt werden, um die biblischen Lerntexte zu sichern.

Leider wird es vor der Konfirmation in diesem Jahr keinen Vorstellungsgottesdienst geben, denn den bereiten die Konfis traditionell bei einem Wochenende auf dem Hoherodskopf vor. Das ist in diesem Jahr nicht möglich, da bis zu den Herbstferien keine Konfi-Freizeiten stattfinden können.

Kontakt während der Kontaktsperre

Pfarrerin  Mann hat während der vergangenen Wochen den Kontakt zu den Konfis gehalten und nicht abgebrochen. Mit Hilfe des Internet-Dienstes Whatsapp hat sie die Konfis als Gruppe aber auch einzeln angeschrieben. So haben sich, wie sie berichtet, sehr persönliche, dichte, tiefe, gewissermaßen seelsorgerliche Gespräche über die Situation der Jugendlichen in der Corona-Zeit ergeben.

Die Jugendlichen haben von ihr Aufgaben digital übermittelt bekommen.

Bis Pfingsten sollten sie sich einen Konfirmationsspruch aussuchen und die Auswahl begründen.

Zum Psalm 23 „Der Herr ist mein Hirte“ sollten sie Fotos machen und ihr Verständnis über diesen Trostpsalm bebildern. Schließlich sollten sie aufschreiben, was ihnen in der Zeit von Corona, die für viele Jugendliche so schwierig war, weil sie nun plötzlich so viel zu Hause sein mussten, keine Freunde treffen konnten und nicht wussten, wie es mit der Schule weiter geht, Hoffnung gibt und was sie in dieser Zeit getragen hat. Motto der Aufgabe: „Mehl hamstern – Hoffnung hamstern“. Die Ergebnisse werden in den Konfirmationsgottesdienst einbezogen.

Im Sommer will Pfarrerin Mann, je nach den aktuellen Sicherheitsbestimmungen, die Konfis schrittweise wieder an eine reguläre Vorbereitung des Konfirmationsgottesdienstes heranführen. Vielleicht sind ein oder zwei gemeinsame Treffen sogar noch vor den Sommerferien möglich. In enger telefonischer Absprache mit den Konfirmanden-Familien hat Pfarrerin Mann die neuen Termine festgelegt: Samstag, 12. September, 10 Uhr und einen Tag später am Sonntag, 13. September, ebenfalls um 10 Uhr. Wann die Feiern in Hausen und wann in Garbenteich stattfinden, stand Mitte Mai noch nicht endgültig fest.

Nach der Konfirmation hat Pfarrerin Mann für die Konfis ein besondere Aktion vorbereitet, die aber noch ein Geheimnis bleiben soll.

Neuer Konfijahrgang

Der neue Konfirmandenjahrgang 2020/21 soll –  verspätet — nach den Herbstferien beginnen. Das Vierteljahr Verkürzung ist Pfarrerin Mann sich sicher mit einigen Wochenendtreffen inhaltlich ausgleichen zu können. Dass die neuen Konfis jedoch nicht an einem großen Konfi-Camp teilnehmen können, darüber ist sie sehr traurig. Dieses Highlight jedes Konfijahres musste vom Dekanat Gießen abgesagt werden. Der erste Elternabend ist nach den Sommerferien. Der Termin steht noch nicht fest. Aber alle in Frage kommenden Familien werden schriftlich informiert.

Die Einführung der neuen Konfis wird in einem festlichen Gottesdienst am 1. Advent gefeiert.

Zum „Geburtstag der Kirche“ wieder Gottesdienste

Pfingsten werden in Garbenteich (Pfingstmontag, 10 Uhr) und in Hausen (Pfingstsonntag, 10 Uhr) wieder Gottesdienste in der Kirche gefeiert, wenn auch mit Einschränkungen. Die Gottesdienste werden anders sein, als wir es bisher gewohnt waren.

Die Gemeinden müssen Vorkehrungen treffen, damit sich niemand infiziert. Leitgedanke ist, Abstand zu halten und in überschaubaren Gruppen zu feiern.

Hierzu setzen die Kirchenvorstände in Garbenteich und Hausen das Schutzkonzept der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) eigenverantwortlich um, das auf Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts basiert.

Um den notwendigen Mindestabstand von 1,5 bis 2 Metern nach allen Seiten zu gewährleisten, muss die Teilnahme an Gottesdiensten auf eine Höchstzahl von Besuchern beschränkt werden.

Einzunehmende Sitzplätze werden markiert sein. In Garbenteich stehen 20 Plätze zur Verfügung, in Hausen 15. Personen, die in einem Hausstand leben, können nebeneinander sitzen.

Die Vermeidung von Warteschlangen, die Wahrung des Abstands beim Betreten und Verlassen der Kirche und beim Aufsuchen der Plätze sowie die Einhaltung der ermittelten Höchstzahl an Personen werden durch Mitglieder des Kirchenvorstands sichergestellt. Vor und nach jedem Gottesdienst werden Türgriffe und Handläufe desinfiziert, und im Eingangsbereich der Kirche stehen Desinfektionsmittel für Sie bereit.

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wird dringend empfohlen. Vom gemeinsamen Singen der Gemeinde und von der Mitwirkung von Chören wird abgesehen.

Für Taufen und Trauungen gelten die gleichen Rahmenbedingungen wie für Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen. Es wird grundsätzlich empfohlen, Taufen in eigenen Gottesdiensten zu feiern.

Jeder Gottesdienstbesucher wird gebeten sich an die neuen Regelungen zu halten, um in Eigenverantwortung seine und die Gesundheit der anderen Gäste zu schützen.

Um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können, ist es notwendig die Gottesdienstbesucher in einer Liste zu erfassen, die 14 Tage aufbewahrt werden muss.

Der Kirchenvorstand Garbenteich hat beschlossen, dies am Sonntagmorgen vor Ort zu regeln.

Der Kirchenvorstand Hausen bittet vorab bis freitags um eine Nachricht, wer den Gottesdienst besuchen möchte. Dies kann per E-Mail an gottesdienst-hausen@web.de  oder ab Mittwoch, 27. Mai,  mittwochs und freitags jeweils zwischen 18 und 20 Uhr  telefonisch unter 0641/45709 (Familie Korf) geschehen.

Falls in Hausen mehr Menschen den Gottesdienst besuchen wollen als Plätze vorhanden sind, feiert die Gemeinde um 18 Uhr einen zweiten Gottesdienst am selben Tag. Deshalb feiern wir nach Pfingsten in 14tägigem Rhythmus abwechselnd in Garbenteich und Hausen Gottesdienst. Zu allen Gottesdiensten sind – wie eigentlich schon immer und jetzt erst recht – die Mitglieder beider Gemeinden eingeladen.

Die Beschränkung der verfügbaren Plätze wird es vielleicht nötig machen, Besucher abzuweisen.

Wir würden das sehr bedauern und die Kirchenvorstände bitten schon im Voraus um Verständnis dafür. Diese Maßnahme ist den Gemeinden durch die schwierige Gesamtsituation in der Corona-Krise auferlegt. Die einzige Alternative wäre es, weiterhin ganz auf Gottesdienste in den Kirchen zu verzichten, und das wollen wir nicht. Die Kirchenvorstände sind sich bewusst, dass die Möglichkeit zum Feiern von Gottesdiensten wieder in Frage gestellt werden kann, wenn die Zahl von Infektionen zunimmt. Auch die jetzigen Anmelderegeln können sich nach den Erfahrungen der ersten Wochen noch ändern; wir informieren darüber immer aktuell in den Pohlheimer Nachrichten und auf unserer Webseite www.kirche-miteinander.de.

Gedanken zum Pfingstfest

Liebe Gemeinde,

ich weiß, es ist allgegenwärtig! Vieles hat sich verändert, das vor wenigen Monaten noch undenkbar schien.

Nun leben wir schon eine ganze Weile mit den veränderten Bedingungen, ausgelöst durch Corona. Abstandsregeln, Shutdown, Lockerungen. Hygieneschutzmaßnahmen wurden erstellt, die uns in diesem Spannungsfeld sicherlich noch eine Weile begleiten.

Sie spüren, das geht natürlich auch an uns als Kirchengemeinde nicht spurlos vorbei. Trotz der vielen Einschränkungen und Bestimmungen, die es zu beachten gilt, bin ich frohen Mutes über das, was in den Gemeinden während dieser Wochen alles auf die Beine gestellt wurde. Kirchenöffnungen mit Mitnehmandachten, digitaler Konfi-Kontakt und verschiedene Formen der Kommunikation, wie z.B. der Ostergemeindebrief etc.

Diese Veränderungssituation erinnert mich an ein Ereignis, an dem Gottes Geist eine große Rolle spielt.                          

Pfingsten!

Denn als Geburtstag der Kirche angesehen ist es ein Fest mit großem Potential und Wirkungsgeschichte – bis heute.

Begeben wir uns auf Spurensuche:

Was haben die Jünger Jesu nicht schon alles erlebt seit er gewirkt, gekreuzigt, auferstanden und dann zum Himmel aufgefahren ist. Ein Wechselbad der Gefühle zwischen dem, was man erfahren und erlebt hat, und dem, was möglicherweise auf einen zu kommt. Das auszuhalten ist nicht leicht. So gerade bei uns, als auch bei den Jüngern.

Belebende Unruhe

Viele von ihnen sind durch Christus in den Glauben hineingewachsen, doch als er fortging und er nicht mehr persönlich bei ihnen sein konnte, wurde es schwer sich auch den drängenden Fragen und Anfechtungen zu stellen. Eine Unruhe erwächst, die nochmal ganz neu zum Tragen kommt.

Am Pfingstfest in Jerusalem sind sie alle beisammen, verschiedene Menschen verschiedener Länder mit verschiedenen Sprachen.

Da kommt Gottes Geist über sie und sie verstehen einander in ihrer jeweiligen Sprache. Petrus ergreift das Wort und spricht: „Da will Gott ausgießen von seinem Geist auf alles Fleisch.“ (Apostelgeschichte 2, 17)

Ungewohntes geschieht, in Jerusalem und heute hier. Aber in und aus dieser Veränderung entsteht Neues. Die Jünger begannen miteinander neu zu kommunizieren und versuchten, die jeweiligen Bedürfnisse und Glaubensansätze zu verstehen.

„Kirche“ wird geboren. Auch in der Corona-Situation haben wir uns als „Kirche miteinander“ auf kreative Art und Weise von Gottes Geist begleiten lassen und damit schon hoffnungsvoll erlebt, wie wir mit Veränderungen umgehen können.

Gottes Geist, er bringt in Bewegung, schafft neue Formen, so wie wir neue Formen finden müssen um miteinander im Kontakt zu sein und zu bleiben oder neue Formen des Miteinanders entwickeln.

Ideen dazu gibt es schon hier in diesem Gemeindebrief und den Ausblick, gerade zu diesem Fest unsere Kirchen wieder zu öffnen.

Lassen wir uns anstecken vom Geist Gottes und neben dem alltäglichen Ballast auch dankbar sein für seine Begleitung und für die Chancen, die er uns auftut.

Es grüßt sie herzlich

Ihre Spurensucherin

Pfarrerin Marisa Mann

Das Osterwort heißt Hoffung

Was ich an Ostern mag: es fällt in eine Zeit, in der sich die Natur von ihrer schönsten Seite zeigt: Die kalten Winde aus dem Osten und Norden blasen nicht mehr, T-Shirt-Wetter kommt; dann das zarte Grün an Büschen und Bäumen, überall blüht es, Schmetterlinge und Bienen fliegen.
Kurz, eine Zeit, in der die Seele auflebt und sich erheben kann.
Für mich die schönste Zeit im Jahr.

Was mir an Ostern nicht gefällt: es ist für unseren Glauben so schwer zu fassen.
Theologisch steht im Zentrum von Ostern natürlich die Auferstehung.
Die Auferstehung Jesu bezeugt die Bibel vielfach.
Vor 2000 Jahren hat sie sich ereignet – sicher für die Jünger eine unglaublich große und erhebende Erfahrung.
Nur, wie soll ich mir sie vorstellen und was bedeutet sie für mich?

Meine eigene Auferstehung von den Toten, an die ich glaube, steht hoffentlich noch nicht so bald an, denn noch will ich mich weiter am Leben freuen.  An Ostern zum Beispiel.
Es gibt aber ein Wort, das für mich beides verbindet: das sehr sichtbare und fühlbare Aufblühen neuen Lebens in der Natur einerseits, und andererseits die Unanschaulichkeit von Ostern in meinem Glauben. Dieses Wort ist: Hoffnung. Von ihr heißt es: „Sie stirbt zuletzt.“ Das ist ein trauriger und ein schöner Spruch zugleich!

Einerseits traurig: Denn wenn die Hoffnung zuletzt stirbt, dann ist ja schon anderes vorher gestorben: der Lebensmut, die Lebensfreude vielleicht, die Kräfte, die Zuversicht, Pläne, die man hatte oder im schlimmsten Fall ein Mensch, der einem nahestand.
Und zum Schluss erst die Hoffnung. 
Und das ist das Schöne an dem Satz: Dass trotz allem, was dunkel, traurig ist oder einen verzweifeln lässt, dass da noch etwas lebendig ist, das einen auf einen guten Ausgang, eine positive Wendung oder guten Fortgang des Lebens glauben lässt.

Für mich ist Hoffnung das Osterwort.

Denn uns wird verkündet, dass Gott mit der Auferweckung Jesu die Macht des Todes, des Bösen und Dunklen endgültig gebrochen hat. So betont es die Bibel an vielen Stellen.
Man sollte dem Tod die Macht nicht wieder zurückgeben, indem man resigniert und keine Hoffnung mehr hat. Wo sich die Überzeugung durchsetzt, dass keine Hoffnung mehr ist oder sie stirbt, da haben der Tod und das Dunkle gewonnen.
Ich weiß natürlich, man kann die Hoffnung nicht herbeireden, und keinen zur Hoffnung überreden, der sie nicht hat. Aber ich will mir die Hoffnung auch nicht von Pessimisten, Bedenkenträgern und Schwarzsehern kaputtreden und auch nicht ausreden lassen.
Denn die Hoffnung ist in dieser Welt, weil Gott selber sie hineingepflanzt hat.
Mit der Auferweckung Jesu durch Gott hat jede dunkle Nacht einen hellen Morgen bekommen!
Davon zeugt jedes Morgenrot und auch jeder Mensch, der gesund wird.
Und darauf will ich setzen, bei jedem Krankenbesuch und auch in meinem eigenen Leben.
Auch das Corona-Virus wird besiegt werden. So traurig das ist, es werden auch weiter Menschen an Viren sterben.

Doch das Leben wird irgendwann nach Ostern wieder aufblühen.
Überall!

Ihr

Pfarrer Merten Teichmann

Auch in dieser Zeit ist Ihre Kirche für Sie da!

Liebe Gemeindemitglieder der Kirchengemeinden Garbenteich und Hausen!

„Wann kann ich meine Enkel wieder sehen?“ „Ich sorge mich, wohin das alles führt.“ „Ich bin so viel allein.“ „Wann können wir wieder gemeinsam Gottesdienst feiern?“

Das höre ich derzeit in vielen Gesprächen am Telefon.

Familien leiden, weil mancher Besuch nicht mehr stattfinden soll. Vereine stellt das Kontaktverbot auf eine harte Probe. Schließlich ist man doch im Verein, weil dort Gemeinschaft gelebt wird.

Aber: Abstand halten, um andere Menschen zu schützen, das ist Gebot der Stunde. Wie lange das noch gilt, kann im Moment niemand sagen.

Miteinander verbunden bleiben ist jetzt für unsere Kirchengemeinde eine große Herausforderung. Doch, auch in dieser Zeit ist Ihre Kirche für Sie da!

Telefonisch, zum stillen Gebet Einzelner in der Kirche, mit dem Glockenläuten und auch im Internet. Genaues lesen Sie weiter unten.

Ich schreibe Ihnen diesen Brief als Ihr Pfarrer und im Namen meiner Kollegin, Pfarrerin Marisa Mann, sowie der Kirchenvorstände. Wir wollen deutlich machen, dass niemand in dieser aufgewühlten Zeit vergessen ist, und dass wir weiter miteinander verbunden sind.

Vielleicht haben Sie es schon bemerkt, dass täglich um 18.00 Uhr die Glocken läuten. Sie tun das übrigens in ganz Pohlheim und auch in Gießen und allen Dörfern um Gießen herum.

„Macht die Fenster auf!“ ist eine Gemeinschaftsaktion der evangelischen und katholischen Gemeinden in der Region. Fenster aufmachen – Glocken hören – innehalten – aneinander denken – füreinander beten. Das Läuten gilt auch den Nachbarn, denen das Gebet vielleicht fremd ist.

Für uns Christinnen und Christen ist die Gemeinschaft im Glauben ein zentrales Element. Wir wissen, dass „wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind“, Christus unter uns ist. Auch wenn wir einander nicht sehen und miteinander Gottesdienste feiern können, dürfen wir uns zu dieser Zeit besonders verbunden wissen.

Das Glockenläuten drückt das bei allem Abstand auf unüberhörbare Weise aus.

Ich fühle mich – wie Sie wahrscheinlich auch – Familienmitgliedern verbunden, von denen ich gerade Abstand halten muss. Doch denke ich genauso an diejenigen, die in dieser belastenden Zeit für andere da sind, beispielsweise Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger, Polizisten, Verkäuferinnen, Lkw-Fahrer. Wir werden uns in diesen Tagen bewusst, wie wichtig sonst unterschätzte und unterbezahlte Berufe für uns alle sind.

Die große weltweite Krise kann – wie auch alle persönlichen Krisen – eine Chance sein, wirklich Wichtiges wertzuschätzen, mit einem freundlichen Blick, einem herzlichen Telefongespräch, praktischer Solidarität, gelebtem Zusammenhalt, überhaupt: Nähe im gebotenen Abstand!

Ich hoffe, dass wir das in dieser Corona-Zeit entdecken und dauerhaft wertschätzen lernen.

Ich höre und lese in diesen Tagen oft: Das Virus hält die Welt im Griff.

Bei aller Sorge und ängstlichen Gedanken halte ich daran fest:

Nein! Gott hält die Welt in seiner Hand!

Ich erkenne das in der Solidarität, die jetzt an vielen Stellen aufblüht:

Jugendliche bieten ihre Hilfe Menschen an, die nicht einkaufen gehen können.

Menschen musizieren auf der Straße, vor Pflegeheimen oder stellen Videos davon ins Internet, um anderen eine Freude zu bereiten.

Restaurants bieten frisches Essen kostenlos an für die, die sich kein Essen leisten können.

Eine Floristin stellt gebundene Sträuße vor ihr Geschäft und jeder, der vorbeikommt, darf sich einen nehmen.

Viele tröstende Worte, Andachten und Gottesdienste werden ins Internet gestellt, weil wir uns nicht in den Kirchen treffen können.

Für mich ist all das die Wirkung des göttlichen Geistes.

Nicht ein Virus hat uns in den Klauen, sondern wir sind in Gottes Hand!

Auch in dieser Zeit ist Ihre Kirche für Sie da!

1. Die Kirchen in Garbenteich und Hausen sind täglich für das stille Gebet von 16-18 Uhr geöffnet. (ab 4. April)

Es liegt eine Leseandacht aus. Ich bin donnerstags in Garbenteich und dienstags in Hausen anwesend und stehe zu einem Gespräch zur Verfügung, wenn Sie das wünschen.

2. Unsere Glocken rufen täglich um 18 Uhr zum Gebet.

3. Pfarrerin Mann und ich sind für Gespräche und bei Fragen telefonisch erreichbar:

Pfarrerin Mann: 06403 – 96 31 92 | Pfarrer Teichmann: 0641-58 17 00 99

4. Wenn Sie mir eine E-Mail schreiben, können wir Sie regelmäßig über das Gemeindeleben informieren: merten.teichmann@ekhn.de

5. Auf den Internetseiten der Evangelischen Kirche finden Sie Impulse, Gebete, Videoandachten und vieles mehr. Etwa bei: giessen-evangelisch.de (Internetseite des Evangelischen Dekanats Gießen). Dort können Sie sich auch unkompliziert für einen Newsletter eintragen, der Sie zumeist einmal wöchentlich auf Neuigkeiten im kirchlichen Leben aufmerksam macht. Über unser Gemeindeleben informieren wir Sie weiter unter:

kirche-miteinander.de

Ganz herzlich grüßen auch Pfarrerin Marisa Mann und die Kirchenvorstandsvorsitzenden

Angelika Weis (Garbenteich) und Stefan Brenne (Hausen).

Seien Sie behütet!

Ihr

Pfarrer Merten Teichmann

„Heimat“ greifbar machen

An einem Freitag Ende Januar sind in der Hausener Kirche alle Bänke eng besetzt. Kinder führen ein Musical auf. Die ersten Sätze des kleinen Erzählers umreißen die Spannungen im 2000-Seelen-Dorf. „Besonders in letzter Zeit gibt es ständig Ärger in der Schule. Immer wieder geraten Leute aus unterschiedlichen Ländern mit verschiedenen Religionen aneinander.  Nicht selten wird es handgreiflich. Manchmal kann man überhaupt nicht verstehen, warum sich Leute streiten, die nur verschiedene Religionen haben!“

Vordergründig erzählt das Singspiel von der Sklaverei und der Flucht, die Moses und die Israeliten vor Jahrtausenden erlebt haben. Doch um die biblische Geschichte herum hat Beate Korf aus Hausen den Alltag in Kindergarten und Schule verwoben. Seit vielen Jahren leitet sie gemeinsam mit Birthe Steiß die Arbeit mit Kindern in der Kirchengemeinde. Nun hatte die Grundschule Beate Korf gebeten, aktiv zu werden. Denn dort traten in letzter Zeit zunehmend Spannungen zwischen den Kindern auf, die die Lehrerinnen vor Herausforderungen stellen.

Seit Jahren wird Hausen, am östlichen Gießener Stadtrand gelegen, multi-kultureller. Zahlreiche aramäische Familien sind zugezogen, „weil sie ihre christliche, syrisch-orthodoxe Tradition und ihren Glauben in der Türkei oder in anderen muslimischen Ländern im Mittleren Osten ohne Diskriminierung nicht leben konnten“, erzählt Beate Korf. Nach 2015 flohen nun auch muslimische Familien vor dem Krieg in Syrien und dem Irak in eine für sie fremde Umgebung. Wie auch Menschen aus Afghanistan oder Nordafrika landeten sie in Hausen. Daraus erwachsen Spannungen und die zeigen sich zuerst in der Schule. In einer überschaubaren Einrichtung wie der Hausener Grundschule sind Kinder aus über zehn Nationen vertreten. „Heimat“, diese Kategorie ist im Wandel, global und genauso am Schiffenberg.

Im Musical werden die unterschiedlichen Perspektiven krass offenbar. Die Kinder singen: „Was wollt ihr hier in unsrem Land | hat euch wer von zu Haus verbannt? |Ihr seid ganz anders, seid uns fremd, |ich muss es sagen- ungehemmt!“ Ihnen wird geantwortet:  „Was soll‘n wir hier, es ist so kalt, | gibt wenig Freundschaft, viel Gewalt! | Versteh’n kein Wort hier, sind allein, | Soll das die neue Heimat sein?“

Beate Korf ist eine gute Vermittlerin. Seit vielen Jahren verantworten die Lehrerin Birthe Steiß und sie im Team in der Kirchengemeinde Hausen die Kinder- und Jugendarbeit. Beate Korf vermittelt Inhalte mit Musik. Die promovierte, aber nicht praktizierende Ärztin, die auch in Lich und Laubach aktiv ist, gestaltet seit 1998  gemeinsam mit der Birthe Steiß und einem Team aus Jugendlichen  die monatlichen Treffen „Bibel auf – hereinspaziert“.

Vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen zwischen den Schülern  bittet die Schulleiterin Mareike Kollmann Beate Korf, die in der 1. und 2. Klasse der Hausener Grundschule Musik unterrichtet und den Schulchor leitet, um Unterstützung bei der Planung und Gestaltung der Projektwoche. Kollmann weiß von der Arbeit mit Kindern in der Kirchengemeinde  zum Jahresthema „Heimat“. Dieses Projekt wurde  2019 vom Evangelischen Dekanat Gießen gefördert, das Mittel für ein Jahresthema „Heimat. Lust auf Region“ ausgelobt hatte.

So entsteht das Musical „Fern der Heimat. Und wo sind Milch und Honig? Auszug aus Ägypten“. Beate Korf schrieb die Texte, ihre Tochter Johanna Korf, Kantorin in Mansfeld (Südharz), komponierte die Musik. Jahr um Jahr verfassen die beiden Musicals für die Ferienspiele im Sommer und für Weihnachten. Kinder vom Kindergartenalter bis zur 8. Klasse singen und spielen dabei mit.

„Unser Ziel war es, das Thema Heimat für Kinder greifbar zu machen. Dass sich Heimat verändert, dass Familien ihre Heimat verlassen mussten und im Ort neue Heimat finden mussten, ist uns in Hausen und Garbenteich vertraut.“ 

Deutlich wurde Beate Korf dabei, die Maßstäbe für Heimat sind zwar unterschiedlich und geprägt von der individuellen Biografie und doch bilden sie die gleichen ur-menschlichen Bedürfnisse nach Geborgenheit und Sicherheit ab. Heimat das ist in der Welt von Kindern Familie, Freunde, eine vertraute Sprache, gemeinsames Essen, das nach Kindheit schmeckt, Geschichten, Musik, religiöse Riten, angenehmes Klima und Landschaft.

In den Gesprächen nimmt sie viele Ängste vor dem Fremden wahr. Die Aramäer sorgen sich vor einer Zunahme von Muslimen. Die Muslime vor der Missionierung in einer christlich geprägten Umgebung. Und die alteingesessenen Hausener Familien fürchten den Verlust heimatlicher Traditionen, die seit Generationen das Leben am Schiffenberg prägen.

Beate Korf und Birthe Steiß machen die Erfahrung, dass die Kinder, die Freunde quer durch alle Kulturen haben, die Ängste der Eltern hören und teilweise übernehmen.

Birthe Steiß und Beate Korf arbeiten mit Kindern zwischen vier und sechzehn Jahren. Bevor sie die Texte des Musicals schreibt, hat sich Beate Korf eingearbeitet, Bücher gelesen und mit Eltern gesprochen.  „Wir haben versucht, Raum zu geben, um offen über die Spannungen zu reden.“  Auch die Kinder durften bei den „Bibel auf“-Terminen ungeschützt und ohne moralische Sanktionen sprechen. Sie haben durch das Miteinander in den Gruppen der Kirchengemeinde und in der Schule aber auch schon gelernt, die Unterschiede gelassener darzustellen.

Während der „Heimat“-Sommerspiele 2019 geht das Team nicht nur auf evangelische, sondern auch syrisch-orthodoxe und muslimische Kinder zu. Dass ihr Hauptdarsteller Mose eine über Konfessions- und Religionsgrenzen hinweg verbindende Gestalt ist, macht das etwas leichter. Wenn auch muslimische Eltern nicht zur Aufführung in der Hausener Kirche kamen, so besuchten sie doch das Sommerfest im Pfarrgarten, das gemeinsam mit dem „Lernraum“ Pohlheim und Flüchtlingshelfern aus Hausen gefeiert wurde. Beate Korf sagt: „Ich akzeptiere, dass Muslime die Kirche nicht betreten wollen. Ich vertrete deutlich meinen christlichen Glauben. Und doch suche ich nach Gemeinsamkeiten zwischen den Menschen, die hier leben.“ So heißt der Laternenumzug für die Hausener Grundschüler im November auch weiterhin St.-Martinsfest. Gefeiert wird es in einem Gottesdienst. Auch hier kommen nicht alle Eltern in die Kirche, sind aber beim anschließenden Fest im Gemeindesaal dabei.

An der Projektwoche mit dem Mose-Musical im Januar beteiligen sich rund ca. 75 Kinder und das gesamte Kollegium der Grundschule Hausen. Während Beate Korf mit der Theatergruppe  in vier Tagen die anspruchsvollen Texte und Lieder in der Kirche probt, üben die 1. und 2. Klässler ihre Auftritte als farbenfrohe Statisten. Zeitgleich werden in der Schule Kulissen gebaut, Kostüme genäht, Requisiten gebastelt und das Thema inhaltlich besprochen. Zum Abschluss jedes Projekttags kommen alle für eine Schulstunde in der Kirche zusammen, um gemeinsam die Refrains der Lieder zu singen und die Szenen mit den kleineren Theaterspielern zu proben.

Am letzten Projekttag ist die Hausener Kirche voll wie sonst am Heiligen Abend. Und in den Bänken sitzen als stolze Zuschauer christliche und muslimische Eltern einträchtig nebeneinander. Für die Lehrerinnen und Lehrer ein Hoffnungszeichen und für Beate Korf ein im Grund wunderbarer Abschluss ihrer langjährigen Kinder- und Jugendarbeit. Denn im kommenden Jahr wollen sie und Birthe Steiß aufhören.

Da wird etwas fehlen in Hausen.

22. März, 15 Uhr, Familiengottesdienst „Heimat“ in der  Hausener Kirche, anschl. Kaffee im Gemeindehaus.

Text: Matthias Hartmann

Hirtenandacht auf dem Schiffenberg

Zum mittlerweile festen Bestandteil „unseres Kirchenjahres“ gehört die Hirtenandacht auf dem Schiffenberg. 2019 luden dazu die Gemeinden Garbenteich, Hausen, Steinbach, Watzenborn-Steinberg und Wichern aus Gießen ein.

Schön, dass die Basilika wieder geöffnet ist und den zahlreichen Besuchern Schutz vor dem Wetter geboten hat. Auch die Glocke ertönte wieder.

Pfarrerinnen und Pfarrer der beteiligten Gemeinden trugen als Anspiel ein Stück über die Verheißung vor, die dann auch den Zweifler überzeugte.

Ein Posaunenchor mit Bläsern aus verschiedenen Kirchengemeinden begleitete die Lieder, die von Jung und Alt kräftig mitgesungen wurden.

Dann machte sich die Gemeinde mit Fackeln versehen auf den Weg zum wärmenden Feuer, wo die Andacht beendet wurde. Bei Tee und Keksen wurden viele Gespräche geführt, bis am Schluss nur noch ein paar einsame Helfer übrigblieben, die das Feuer bewachen mussten.

Ihnen und den vielen anderen fleissigen Händen sei ein herzliches Danke gesagt.

Diakoniestation Fernwald-Pohlheim

Für unsere Gemeinden ist die Diakoniestation Fernwald-Pohlheim zuständig. Sie ist eine Diakoniestation der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.

Die Fachkräfte pflegen, begleiten und beraten Menschen in besonderen, belastenden Lebenssituationen. Die Pflegerinnen unterstützen die Patienten und ihre Angehörigen menschlich, freundlich und kompetent, so dass sie ihr Leben besser bewältigen können.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Diakoniestation:

https://www.diakoniestation-fernwald-pohlheim.de/

Kontakt aufnehmen können Sie folgendermaßen:

Diakoniestation
Fernwald-Pohlheim
Neue Mitte 5b
35415 Pohlheim
Tel.: 0 64 03 / 96 96 96 0
Fax: 0 64 03 / 96 96 96 99
E-Mail:  info@diakoniestation-pohlfern.de

Weitere Informationen und Artikel zu diesem Thema finden sich beispielsweise in folgenden Gemeindebriefen (als PDF-Datei unter folgenden Links verfügbar):

https://www.kirche-miteinander.de/gemeindebrief-sommer-2018/ Seiten 16-17

https://www.kirche-miteinander.de/gemeindebrief-fruehjahr-2016/ Seiten 24-26

21. Adventstreff der evangelischen Kirche in Garbenteich

Die Fahne erinnert noch an die vergangenen Gedenktage mit der Aktion der EKHN zum Thema Trauer. Doch auf dem Kirchenvorplatz wird bereits die erwartungsfreudige Adventszeit eingeleitet: Es ist wieder Zeit für den Adventstreff am Samstag vor dem ersten Advent.

Viele fleissige Helfer haben Buden und Zelte aufgebaut, in denen nun original frisch importierte Thüringer Rostbratwurst, Burgmühler Schwarzbier, beides gespendet von Herrn Kissel, Kinderpunsch und Glühwein, frische Waffeln, handgestrickte Socken, selbstgebackene Weihnachtsplätzchen, weitere verschiedene Leckereien und viele schöne Geschenke angeboten werden.

Um 17:00 Uhr geht es zum Familiengottesdienst in die Kirche, wo bereits der Schulchor der Lückebachschule die Instrumente aufgebaut hat. Fröhlich erklingen die Lieder, und selbstverständlich warten alle schon gespannt auf „In der Weihnachtsbäckerei“. Dieser Klassiker gehört einfach dazu und wird von jüngeren und älteren Junggebliebenen gerne mitgesummt.

Mit dem Segen Gottes verlässt die Gemeinde die Kirche und schaut, was die draußen gebliebenen noch übrig gelassen haben.

Der Erlös des Adventstreffs kommt in diesem Jahr der Herberge zur Heimat in Naumburg e.V., die Angebote für Wohnungslose bereithält, der Aktion „Wünschewagen“ des Arbeiter-Samariter-Bundes, die Menschen in ihrer letzten Lebensphase Glück und Freude schenken möchte, und der eigenen Gemeinde zugute.

Ein herzliches Danke an Alle, die beim Auf- und Abbau, bei Verkauf und Logistik geholfen oder den Gottesdienst mitgestalten haben.