Andacht zur Ausgabe Weihnachten 2021/2022

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Herbst ist da! Vorbei sind die „goldenen“ Herbsttage mit angenehmen Temperaturen und mildem Sonnenschein. Nun kommen vermehrt Tage mit dunklem Nebelgrau und auch der Winter ist schon nicht mehr weit.

Wie geht es in dieser Zeit unserer Seele? Wonach sehnen wir uns? Nach wohliger, kuscheliger Wärme? Nach einem – auch innerlich wärmenden – Getränk oder deftigem Essen? Nach mehr Licht und Sonnenschein? – Mit den zunehmend dunklen Tagen sehnen wir uns nach et-was, was uns gut tut – körperlich und ebenso auch seelisch. Aufmerksame Worte, die uns innerlich aufrichten und unsere evtl. niedergedrückte Stimmung aufhellen, können da zu einem wahren Lebenselixier werden.

„Mache dich auf und werde licht!“ – Vielleicht haben Sie diese Worte schon einmal gehört, kennen das gleichnamige Lied als Kanon oder gar die „Originalverse“ aus der Bibel?

Im Alten Testament, im Buch des Propheten Jesaja, heißt es in Kapitel 60:

„Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir! Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Und die Völker werden zu deinem Lichte ziehen und die Könige zum Glanz, der über dir aufgeht.“

– Was für ein Zuspruch! Ganz besonders in den vergangenen tristen, nebligen, düsteren Novemberwochen und den nachfolgenden dunklen Dezembertagen.

Wer nun mit persönlicher Betroffenheit aus dem „dunklen Land der Trauer“ vom Totensonntag herkommt: da scheint – bei manchen Gräbern auch äußerlich durch Grablichter angedeutet –mit den Worten des Propheten Jesaja schon das Licht auf, das uns aus der Dunkelheit, der Trauer und der Todverfallenheit einen Lichtblick hinschenkt in die Denkrichtung „Ewigkeitssonntag“; denn für Christen hat nicht der Tod das letzte Wort, sondern Gott kommt uns in Jesus Christus als dem Auferstandenen und dem „Licht des Lebens“ entgegen und mit ihm haben wir die Verheißung am „ewigen Leben“ teilzuhaben.

Aber auch wenn wir nicht direkt in der Trauer um einen verstorbenen Menschen stehen, so sind auch wir von mancherlei anderen Finsternissen (Sorgen,
Krankheit, …) umfangen.

In welcher Art von Finsternis wir nun gerade leben – ob in Trauer oder in Sorgen – lassen wir uns doch mit den Worten des Propheten Jesaja einladen: „Mache dich auf und werde licht – denn: DEIN LICHT KOMMT!“ Wir sind eingeladen, uns in Hoffnung und Zuversicht auf Gott hin auszurichten, der uns mit seinem Licht der Liebe, der Versöhnung und des Segens unser Leben erhellen, ja „hell machen“ will.

Unabhängig von „emotionalen“ seelischen Finsternissen (Trauer, Sorgen, Krankheit, …) geht unser Leben dabei mit dem Rhythmus der Natur. Winter- und Sommersonnenwende prägen die jeweilige Tageshelligkeit und -dunkelheit.

Was setzen wir in diesen dunklen Zeiten für ein Zeichen? Na klar doch: Ein Licht! Besser noch: Mehrere Lichter! Licht(er) gegen die Dunkelheit! Licht(er) gegen die astronomische ebenso wie die emotionale „innere, seelische“ Dunkelheit! Offen-sichtlich wird dies z.B. auch am Adventskranz. Mit jeder Woche der zunehmenden astronomischen Dunkelheit setzen wir eine brennende Adventskerze entgegen. Damit es in unserem Leben nicht nur räumlich hell(er) werden möge, sondern auch emotional und seelisch! Getoppt wird die zunehmende Lichterfülle dann wenige Tage nach der Wintersonnenwende mit den vielen Lichtern am Weihnachtsbaum. Natürlich stehen auch diese vielen Weihnachtsbaumlichter als „Lichterbaum“ für eine „emotionale“ Wende: Trotz aller Dunkelheit(en) um uns herum: Es wird hell! Das Licht siegt gegen alle Dunkelheit und Finsternis. Es siegt gegen astronomische wie gegen emotionale Finsternis.

So erinnert uns jede Advents- und Weihnachtskerze daran: Es wird licht und Licht in unserem Leben, denn: Gott kommt uns entgegen, wird Mensch und schenkt uns in seinem Sohn Jesus „das Licht der Welt und des Lebens“.

Mit diesem Wissen wird es hell in unserem Leben!
Welch ein Grund zur Freude!
Deshalb:

„Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir!“

Eine gesegnete Licht-Zeit
wünscht Ihnen Pfarrerin
Claudia Kuhn

Gemeindebrief Winter 2021/2022

Liebe Leserinnen und Leser!

Nach dunklen Zeiten mit Volkstrauertag und Ewigkeitssonntag kommt nun das Licht in der Adventszeit und zu Weihnachten. Mögen Sie in den kommenden Wochen die Liebe und Nähe Gottes in besonderer Weise erfahren. Für das kommende Jahr wünschen wir Ihnen Gesundheit und Gottes reichen Segen.

Wir hoffen, dass auch die neue Ausgabe unseres Gemeindebriefes mit Rückblicken und Ausblicken für Sie von Interesse ist, und freuen uns sehr über Ihre Rückmel-dungen. Bitte informieren Sie uns, wenn Sie bestimmte Themen im Gemeindebrief behandelt sehen wollen oder reichen Sie uns eigene Beiträge ein.

Im Hinblick auf die Corona-Lage bleibt gerade in der kalten Jahreszeit vieles un-gewiss. Daher bitten wir Sie herzlich, sich über aktuelle Entwicklungen auf der Website unserer Kirchengemeinden oder in den Pohlheimer Nachrichten zu infor-mieren.

In eigener Sache können wir berichten, dass sich Frau Susann Balser-Hahn aus Garbenteich zur Mitarbeit in unserem Redaktionsteam bereit erklärt hat. Hierüber freuen wir uns sehr.

Mit den Worten der Jahreslosung für 2022 aus Johannes 6,37

Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen

grüßen herzlich Ihre/Eure
Susann Balser-Hahn
Christina Gregor-Schmidt
Horst-Werner Korf
Sieglinde Lang-Altmann
Angelika Weis

Aktuelles und neue Artikel in Rubriken

Präsenzgottesdienste finden unter den bekannten Hygienebedingungen (Abstand, Hygiene, medizinische Maske (OP-Masken oder virenfilternde Masken der Standards FFP2, KN95 oder N95 oder eines vergleichbaren Standards)) statt.

Es gilt zudem bis auf weiteres die 3G-Regel zur COVID-Pandemie. Zutritt haben also nur Geimpfte, Genesene oder negativ Getestete. Ein Kontrolle und der Eintrag in die Anwesenheitsliste erfolgen am Eingang der Kirche. Eine Anmeldung ist jedoch nicht erforderlich.

An Sonn- und Feiertagen ist die Kirche in Garbenteich von 11 – 18 Uhr geöffnet.

Tauffest Himmelfahrt 2022 für Familien mit Kindern zwischen 0 und 12 Jahren

Einladung

Weitere Informationen

Auch wenn die Sternsinger „nur virtuell“ kommen: Die Not der Kinder an vielen Orten der Welt ist trotzdem da und Sie können sie lindern:
https://spenden.sternsinger.de/jhhdpboi

Hoherodskopffahrt mit Musicalproben und Spiel und Spaß

Einschulungsgottesdienst am 1. September mit Dekan Witte-Karp.
Predigt über den „Wind“ Gottes der zwischen uns weht und uns den Rücken stärkt, manchmal auch entgegen schlägt.

Ökumenischer Gottesdienst Pfingsten 2021. Im Netz statt auf dem Schiffenberg

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Das evangelische und katholische Dekanat feiern am Pfingstmontag in diesem Jahr im Internet einen gemeinsamen Gottesdienst. Anstelle des traditionellen Schiffenberg-Gottesdienstes stellen sie ein Video ins Netz.

Pfingsten! (ein Programm für Kinder am Pfingstsamstag)

(Bild der Vorbereitung für die Pfingstdekoration im Kirchgarten)


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Abschied – Perspektive – Zwischenzeit
Diesmal noch als Video – hoffentlich nächstes Jahr wieder auf dem Flugplatz

9. Mai 2021, Sonntag Rogate

Um das Bitten, Beten und Bekommen geht es am Sonntag Rogate, dem fünften Sonntag nach Ostern. Lesen Sie dazu mehr in der Leseandacht zu Lukas 11, 5-13 von Pfarrerin Kuhn.

Andacht zum bundesweiten Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie am 18. April 2021

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Online-Andacht zum Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie am 18. April 2021 aus der Evangelischen Johanneskirche in Gießen. Mit Propst Matthias Schmidt (Predigt) und Vikarin Dr. Mirjam Sauer. An der Orgel Kantor Christoph Koerber mit Musik von F. Mendelssohn Bartholdy, Florentine Mulsant, César Franck und J.S. Bach. Videoproduktion: Matthias Hartmann (Ev. Dekanat Gießen)

Kennt Ihr schon die Geschichte…?

In den kommenden Wochen geht es um Geschichten rund um Ostern

Die Kreuzigung ist nicht das Ende – wie es weitergegangen ist, seht Ihr hier ab Ostersonntag, 6:00 Uhr

5. März Weltgebetstag

Diese Woche gibt es die Andacht schon früher, denn bereits am Freitag ist Weltgebetstag.

Mit Liedern zum Anhören und Mitsingen!

Leider geht es zur Zeit nur online. Aber im Sommer soll es nachgeholt werden.

Kennt Ihr schon die Geschichte …?

Für junge Menschen und solche, die auch Geschichten mögen.

Hinter der Kirche in Hausen gibt es in der Zeit, in der sich wegen Corona keine Kindergruppen „richtig“ treffen können, jeden Woche eine neue Geschichte.

Ein Krippenspiel gehört zu Weihnachten. Das Kindergruppenteam und die Kindergruppen aus Hausen haben sich ordentlich ins Zeug gelegt. Auch wenn wir es nicht wie geplant vor der Kirche sehen können – hier ist es, aber erst am 24.!


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Liedkalender im Advent

Eine Aktion von Dekanatskantorin Cordula Scobel

Mit Musik durch den Winter

Ökumenische Initiative für Musiker:innen in Gießener Kirchen

Ferienspiele: Blumenwiesen statt Steinwüsten
Eindrücke von einigen Aktionen der Kindergartenkinder und Schulkinder.

Wir können die Gemeindebüros aus aktuellem Anlaß nicht öffnen. Bitte hinterlassen Sie auf dem Anrufbeantworter Ihre Fragen oder schicken Sie Pfarrer Teichmann persönlich eine E-Mail.
Die weiteren Kontaktdaten finden sich hier.

Kirche ist, wo Menschen feiern …
… zum Beispiel auf dem Dorffest in Garbenteich

Neues aus der Jungen Kirche Gießen

Eröffnungsfeier und Amtseinführung der Dekanatsjugendreferentin

„Ihr seid das Salz der Erde. Ihr seid das Licht der Welt“ (Mt. 5, 13+14). Mit diesen Worten wurden die Pforten der Jungen Kirche Gießen des Stadtjugendpfarramt am 25.09.2021, mit einiger Zeit Verspätung, nun endlich offiziell eröffnet. Allerdings war das allein nicht der einzige Grund, den es für die Junge Kirche zu feiern galt. Auch die lange herbeigesehnte Einführung von Laura Schäfer als Dekanatsjugendreferentin konnte nun endlich vollzogen werden.

Angelehnt an den obig genannten Psalm aus Bibelvers Matthias 5, 13-16 wurden die Anstrengungen von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern*Innen gewürdigt, welche die pandemiebedingte Zwangspause sämtlicher Gottesdienst- und Angebotsformate mit und für Jugendliche und junge Erwachsene dazu genutzt haben, die ehemalige Kirche der Lukasgemeinde zu renovieren und somit die Weichen für das Projekt der Jungen Kirche zu stellen. In diesem Zusammenhang, konnte ein Café-Bereich mit neuer Küche zum gemütlichen Zusammensein und gemeinsamen Kochen geschaffen werden und im Gotteshaus dafür gesorgt werden, dass ein neuer Fußboden verlegt, ein frischer Anstrich verschafft und sowohl Technik als auch Akustik erneuert wurde. Insofern ein Ort entstanden ist, der von jungen Menschen als „offen und inspirierend“ verstanden wird, als ein Ort, der „kritisches Nachdenken und Perspektivwechsel“ ermöglicht, als ein Ort, in dem „Authentizität und Gemeinschaft“ nicht nur als Grundsatz verstanden, sondern tatsächlich erlebt bzw. gelebt werden kann. Wovon sich die Gemeinde, Sponsoren und Interessenten im Rahmen des Gottesdienstes und dem „Tag der offenen Tür“ überzeugen durften.

Abwechslungsreich und kreativ konnte die Amtseinführung von Laura Schäfer als Dekanatsjugendreferentin, durch den gemeinsam gestalteten Gottesdienst von Dekan Witte-Karp, Stellvertreter Pfarrer Specht, Stadtjugendpfarrer Alexander Klein und Pfarrer der Lukasgemeinde Matthias Weidenhagen, in Verbindung mit Beiträgen von ehrenamtlichen Mitarbeitern*Innen und Dekanatssynodalvorsitzenden Gerhard Schulze-Velmede sowie der neugegründeten Juki-Band, erlebt werden. Infolgedessen Laura Schäfer als „Licht der Welt für die jungen Menschen im Dekanat“ bezeichnet und auf ihrem Weg in die neue Aufgabe als Stadtjugendreferentin entsendet. Nachdem diese, im Anschluss an das Abitur an der Liebigschule und einem Studium der außerschulischen Bildung mit Nebenfach Theologie an der JLU, bereits als Gemeindepädagogin in der Evangelischen Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg- sowie als Schulsozialarbeiterin beim Diakonischen Werk Gießen tätig sein konnte. Bevor ihr Weg sie schließlich zum 01. Juni 2020 in das Stadtjugendpfarramt als Dekanatsjugendreferentin führte. Womit die Neuinitiierung um das gesamte Projekt der Jungen Kirche in Verbindung steht.

Hört man den Worten von Laura Schäfer zu, so wird erkennbar, dass die Junge Kirche als zentrale Anlaufstelle für junge Menschen zwischen 15 und 35 Jahren gelten kann. Mehr noch, die Junge Kirche konnte sich bereits jetzt zu einem Ort entwickeln, in welchen sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen begegnen, austauschen, einbringen, neue Glaubenswege für sich entdecken, Ideen und Visionen umsetzen sowie aller Ansicht nach auch in gewisser Hinsicht eine Heimat finden können.

Infolge der Eröffnungsfeier schließlich erkennbar wurde, dass Kirche von den dort verorteten Menschen zeugt und lebt. Sowohl durch das Verweilen im Außenbereich, der zu Spiel und Spaß mit Tischkicker und Tischtennis einlädt wie auch zum Innehalten auf neuentstandenen Sitzgelegenheiten als auch im liebevoll und modern gestalteten Innenbereich, kann dieser Grundsatz in Gesprächen und Beobachtungen deutlich werden. „Offenheit, Lebendigkeit, Herzlichkeit und Inspiration“ wird durch das gesamte Team aus haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern*Innen, um Stadtjugendpfarrer Alexander Klein und Dekanatsjugendreferentin Laura Schäfer, den Besucher*Innen vermittelt. Damit wird für große Neugierde und Motivation gegenüber etablierter Gottesdienst- und Angebotsformate gesorgt, die im bereits vorhandenen Programm für alle Interessenten*Innen zur freien Verfügung stehen.

Regelmäßig in zweiwöchigem Rhythmus findet sonntags ab 11 Uhr der Brunch-Gottesdienst „Eat.Pray.Laugh.“ und freitags ab 20 Uhr der „Juki-Abend“ mit anschließender Andacht statt. Jeden Montag um 06:45 Uhr wird zu einem dreißigminütigen Format geladen, das sich „Pray-to-go“ nennt. Jeden Mittwoch ab 13 Uhr wird die Junge Kirche für „Juki-Café“ geöffnet, um Schülern*Innen und Studenten*Innen einen Rückzugsort und die Gelegenheit für Hausaufgaben und Studienvorbereitungen zu bieten. Außerdem veranstaltet die Junge Kirche, ebenfalls jeden Mittwoch ab 19 Uhr, einen Hauskreis, in dessen Rahmen gemeinsam gekocht und sich zu einem bestimmten Thema ausgetauscht werden kann.

Weitere Informationen sind erhältlich auf juki-giessen.de oder durch ein persönliches Gespräch, infolge eines Besuches in der Löberstraße 4.

Ob spontan auf einen Kaffee oder zur Teilnahme an einer der bereits genannten Veranstaltungen, wir möchten hiermit dazu einladen, uns besuchen zu kommen und sich somit ein eigenes Bild von der Atmosphäre verschaffen zu können!

WIR FREUEN UNS AUF EUCH!

13.10.2021, Lena Schneider (Praktikantin, i.R. eines Praxissemesters der Bildung in Kindheit und Jugend)

Erntedank: Bibel auf… und Familiengottesdienst

„Bibel auf – hereinspaziert“ mit Beate Korf und Birthe Steiß ist immer ein besonderes Erlebnis für die Kinder.

So auch an diesem Samstag, als es um das Thema Erntedank ging. Es wurde zusammen gebastelt, gespielt, gesungen und gegessen. Und es wurde etwas für den anschließenden Familiengottesdienst vorbereitet.

Nach so viel Programm war es erstaunlich, wie aufmerksam die Kinder noch dem Gottesdienst folgen konnten. Leicht gemacht wurde es ihnen dadurch, dass Pfarrerin Marisa Mann die Kinder oft mit einbezog und Birthe Steiß und Beate Korf zusammen mit ihr zwei Stücke vorspielten, an denen auch einige große Kinder beteiligt waren.

Mehrmals sang der Kinderchor unter der Leitung von Adele Franz und wurde von den Gottesdienstbesuchern mit viel Applaus belohnt. Die Kirche war reich geschmückt und die Kinder staunten über die vielen Früchte und Gemüsesorten. Aber was hatte das Glas mit „Dreck“ dort zu suchen? Dies erläuterte Pfarrerin Mann spannend und kindgerecht. Am Ende erhielt jedes Kind ein Geschenk von Beate Korf, Birthe Steiß und ihrem Team und die Gottesdienstbesucher konnten sich etwas vom reichhaltigen Angebot an Früchten und Gemüse mit nach Hause nehmen.

Die Kollekte für Brot für die Welt erinnerte daran, dass nicht alle ihren Hunger stillen können.

Mach in mir deinem Geiste Raum, dass ich dir werd‘ ein guter Baum, und lass mich Wurzel treiben….

Eine Andacht von Pfarrerin Marisa Mann zu Paul Gerhardts „Geh aus mein Herz“, Strophe 14

Liebe Leserin, lieber Leser,

wenn sie diesen Gemeindebrief in ihren Händen halten, stehen die Bäume des Waldes sicherlich noch in vollem Grün. Doch schon in ein paar Wochen werden die ersten Blätter fallen, bis dann der Baum in den herbstlich, winterlichen Monaten majestätisch kahl sein Dasein fristet, bevor er dann im nächsten Frühjahr neue Jungblätter treibt.

Der jahreszeitliche Kreislauf ersichtlich am Baum hat auch christlich eine große Symbolkraft.

Das Motiv des Baumes durchzieht die ganze Bibel. Es beginnt mit den Bäumen im Garten Eden und endet mit dem Baum in der himmlischen Stadt Jerusalem, der zwölfmal Früchte trägt und an dem Strom gepflanzt ist, der die Stadt durchfließt. Das Motiv Baum prägt wohl auch deshalb so stark, weil er ein Symbol für das Leben überhaupt ist.

Auch in dem musikalischen Sommergesang, dem bekannten und beliebten Lied „Geh aus mein Herz und suche Freud“ von Paul Gerhardt, geht der Theologe und Liederdichter so weit, dass er sich als Mensch dazu anhält, symbolisch ein guter Baum im Paradiesgarten Gottes zu werden.

Ein schönes Bild, unsereins als guter Baum in Gottes Garten.

Doch was müssen wir als guter Baum im Lebensalltag alles aushalten? Die Stürme des Lebens mit allem Gegenwind, der sich in vielen Bereichen des Lebens auftut, sei es in der Politik, Gesellschaft oder auch im Privaten. So manches Mal lässt sich ein Baum auch biegen, um den Sturm gut durchstehen zu können. Ein anderes Mal, bricht der Stamm, weil er nicht mehr standhalten kann, oder wird sogar entwurzelt.

So stellt sich nicht nur bei einem Baum die Frage, wie stark er ist? Sondern auch bei uns. Wie fest sind wir verwurzelt, so dass wir gut und standhaft werden oder bleiben können in den allumfassenden Bereichen des Lebens. Doch was braucht es zu gutem Wurzelwerk, das den Baum stark machen kann?

Natürlich Wasser, Sonne, guter und nährstoffreicher Boden. Viele Stoffe dringen durch das Wurzelwerk in den Stamm. So auch bei uns. Viele Gegebenheiten formen uns zu dem Menschen, der wir sind. Doch wie beim Baum braucht es neben den äußerlichen Dingen, wie Sonne und Wasser auch bei uns einen guten Grund, aus dem wir Kraft gewinnen können und der uns stark macht.

Unser Untergrund, in dem wir unser Wurzelwerk schlagen lassen können, ist der Glaube an den Dreieinigen Gott. Dessen Kraft kann uns in den Herbststürmen des Lebensalltags durchströmen, unseren Wurzeln Halt geben, den Stamm versorgen und bis hinauf in die kleinsten Verästelungen vordringen, sodass wir selbst auch gespeist aus seiner Kraft wieder selbst davon Fruchtknospen anlegen können.

Gott ist unser Grund, von dem wir zehren, der uns erblühen und austreiben lässt, der uns Kraft gibt in den heutigen unsicheren und verletzlichen Zeiten und wie auch Paul Gerhardt den Stürmen des Lebens zu trotzen.

So wünsche ich uns allen von Gottes Kraft durchdrungen zu werden, sodass wir Stärkung erfahren können und Liebe, Mut und Besonnenheit als Früchte unseres persönlichen Baumes ernten und weitergeben können.

Es grüßt Sie herzlich,

Ihre Marisa Mann


 

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit

Auch das Editorial dieses Gemeindebriefes handelt wieder von Ab-, Um- und Aufbrüchen

Liebe Leserinnen und Leser!

Von Umbrüchen und Aufbrüchen handelte unser Gemeindebrief zu Ostern. Dass Umbrüche und Abbrüche unser Leben begleiten, davon lesen Sie auch in der heute vor Ihnen liegenden Ausgabe.

Umbrüche gab es im Redaktionsteam des Gemeindebriefes. So schieden Matthias Hartmann, Martina Bender und Anja Partes aus dem Redaktionsteam aus. Ihnen allen sei herzlich gedankt für ihre umsichtige und oft mühselige Arbeit. Ein ganz besonderes Dankeschön gilt Matthias Hartmann, der in den letzten Jahren der „Gute Geist“ des Gemeindebriefes war und oft den Beiträgen im wahrsten Sinne des Wortes „hinterher“- laufen musste und nach diesem anstrengenden Marathonlauf immer mit einem gelungenen Layout glänzte. Also: Drei Neue mussten her, um gemeinsam mit Angelika Weis, die als konstante Größe im Redaktionsteam blieb, den Gemeindebrief mit Inhalt zu füllen – und sie wurden gefunden, siehe Ende dieses Vorworts. Die Erstellung des Layouts übernehmen Sabine Scheele-Brenne und Stefan Brenne. Euch beiden ein dickes Danke für die Übernahme dieser wichtigen Aufgabe, denn Inhalt und Form müssen stimmen.

Einen Umbruch gab es auch in der pfarramtlichen Vertretung, die nach dem Ausscheiden von Pfarrer Merten Teichmann zunächst von Dekan Andre Witte-Karp übernommen wurde und nun durch Pfarrerin Kuhn auf Seelsorge- und Kasualebene, sowie durchMarisa Mann in einem 10% Verwaltungsauftrag ausgefüllt wird. Ihnen, lieber Herr Witte-Karp, gilt unser Dank für die Unterstützung in den letzten Monaten. Mit welchen Hoffnungen Marisa Mann ihr neues altes Amt antritt, davon berichtet sie selbst auf den folgenden Seiten. Wir wünschen Ihnen, liebe Frau Mann, bei der Ausübung Ihres Amtes alles Gute und Gottes Segen.

Aufbrüche erleben unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden. Mit der Konfirmation treten sie in einen neuen Lebensabschnitt ein; sie erhalten erstmals das aktive Wahlrecht, nämlich für die Wahl zum Kirchenvorstand (die zwar in Hausen schon hinter uns liegt, aber in Garbenteich noch kommt). Die Konfirmanden werden hier vorgestellt und wie sie und ihre Mütter und Väter den Konfirmandenunterricht und Vorstellungsgottesdienst, die ja wegen der Pandemie ganz anders als in früheren Zeiten waren, erlebt haben, wird in Statements einiger Betroffener deutlich.

Über die Konsequenzen einer etwas holprigen (Brief-)Wahl des Hausener KVs berichtet Stefan Brenne. Ein erfreuliches Ergebnis ist das überzeugende Votum für unsere beiden Jugendvertreter im Hausener KV, Jennifer Weis und Jennifer Rempel.

Über Stoff-Süchtige berichtet Cornelia Liese-Heilmann und Karin Schoner eröffnet die Perspektive, wie es mit dem Seniorenkreis weitergeht. Über die Lage beim Männertreff und Fototreff berichtet Edgar Viertel-Harbich.

Umbrüche gibt es auch bei der Kinder-und Jugendarbeit. Nach dem Ausscheiden von Beate Korf und Birte Steiß wird Ulrich Berck die Kinder-und Jugendarbeit übernehmen – und  in Waldwochen zu neuen Ufern führen. Mit Adele Franz werden zur Zeit Verhandlungen geführt, um einen nahtlosen Übergang in der Leitung der Kinderchöre zu garantieren und so eine gute Voraussetzung für die Gründung einer Kindersingschule zu schaffen, die von  Dekanatskantorin Cordula Scobel geplant ist. Wir wünschen allen Beteiligten eine gute Hand und guten Mut bei der Erfüllung ihrer wichtigen Aufgaben.

Was zunächst wie ein Abbruch aussah, könnte sich als Aufbruch entpuppen. Der Hausener Kirchenchor wird nicht abgewickelt, sondern soll um Männerstimmen ergänzt werden. Stimmen von bisherigen Chorsängerinnen und Eintrittswilligen können Sie in dieser Ausgabe lesen.

Ob der Volkstrauertag ein Relikt aus dem vergangenen Jahrhundert ist, dieser Frage geht eine Stellungnahme vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge nach. Was meinen Sie dazu? Und wie sollte der Gottesdienst in das Gedenken zum Volkstrauertag eingebunden werden?

Nach dunklen Zeiten mit Volkstrauertag und Ewigkeitssonntag kommt Licht in der Adventszeit und hoffentlich können wir den Garbenteicher Adventstreff gemeinsam feiern.

Vieles ist ungewiss. Daher bitten wir Sie herzlich, sich über aktuelle Entwicklungen auf der durch Udo Altmann exzellent verwalteten Website unserer Kirchengemeinden oder in den Pohlheimer Nachrichten zu informieren. Perspektivisch streben wir eine engere Verzahnung unseres Gemeindebriefes mit der website an, um besser und schneller auf aktuelle Entwicklungen eingehen zu können.

Und zum Schluss: dieses ist Ihr Gemeindebrief, bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wenn Sie bestimmte Themen behandelt sehen wollen, reichen Sie eigene Beiträge ein, schreiben Sie uns Ihre Kommentare.

Bei allen Umbrüchen, Abbrüchen und Aufbrüchen sollten uns die Worte des 2. Timotheus 1, 7 begleiten:

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.

                                   Mit herzlichen Grüßen
                                   Ihre/Eure
                                   Christina Gregor-Schmidt
                                   Horst-Werner Korf
                                   Sieglinde Lang-Altmann
                                   Angelika Weis

Musical-Gottesdienst mit Verabschiedung

Am 21. August wurden Beate Korf und Birthe Steiß im Rahmen eines Familiengottesdienstes nach langjährigem Einsatz in der Kinder- und Jugendarbeit verabschiedet. Mit einem wieder einmal eindrucksvollen Musical zeigten die Kinder, was sie bei Frau Korf, Frau Steiß und ihrem Team an den Ferienspieltagen und an drei Tagen in der Jugendherberge auf den Hoherodskopf gelernt hatten. Mit viel Freude und großem Einsatz waren die Kinder dabei, und die Begeisterung sprang auf die Gottesdienstbesucher über. Thema des Musicals (getextet von Beate Korf und komponiert von Johanna Korf) war die Bewahrung der Schöpfung und der Umweltschutz. Begleitet wurden die kleinen Sängerinnen und Sänger von Johanna Korf am Klavier. 

Pfarrerin Mann freute sich über die gelungene Aufführung, der Dank an die beiden über viele Jahre tätigen Mitarbeiterinnen und ihr Team kam von Frau Schulz-Nigmann vom Kirchenvorstand und von den Eltern der beteiligten Kinder. Frau Korf und Frau Steiß haben eine sehr wertvolle Arbeit geleistet und sich weit über ihren Arbeitsvertrag hinaus in unserer Kirchengemeinde ehrenamtlich engagiert: Frau Steiß übernahm vor über dreißig Jahren die Leitung der Kindergruppen und des Kindergottesdienstes, Frau Korf kam später dazu fand ihren Schwerpunkt in der musikalischen Arbeit mit den Kindern, woraus der Kinderchor entstand. Wir haben den beiden und vielen Jugendlichen, die sich über Jahre ehrenamtlich eingebracht haben, wunderschöne Familiengottesdienste und Musical-Aufführungen zu verdanken, tolle Ferienspielaktionen und die thematisch gestalteten „Bibel auf- Tage“.  An die mehrtägigen Freizeiten werden sich alle sicherlich noch lange gerne erinnern.

Die Kinder wurden von Frau Korf und Frau Steiß liebevoll begleitet und haben so einen Zugang zu unserer Kirchengemeinde gefunden. Auch ihre Töchter konnten sie für die Arbeit mit den Kindern begeistern und engagierten sich mit großem Einsatz. Selbst zu Corona-Zeiten, in denen keine Kinder- und Jugendarbeit im Gemeindehaus oder in der Kirche möglich war, hat das Team eine Möglichkeit gefunden, den Kontakt zu den Kindern und ihren Eltern zu erhalten und sie auch in dieser schwierigen Zeit zu stärken und zu ermutigen. Diese Arbeit war in den letzten Monaten besonders wertvoll.

Für die Zukunft hofft die Kirchengemeinde darauf, dass ihr Handeln weitere Menschen motiviert, sich zu engagieren.

Kilian bewahrt die Schöpfung – Ferienspiele 2021

Unter dem Motto „Kilian bewahrt die Schöpfung – Beherztes Handeln statt leerer Worte“ finden dieses Jahr die Ferienspiele statt:

Liebe Eltern!

Hier nochmal ganz formal die Einladung zu unseren diesjährigen Ferienspielen. Wir beginnen mit den Kindergartenkindern in der 1. Ferienwoche. Mit den Kleineren werden wir Aktionen und Geschichten zum Thema Schöpfung bewahren machen und auch die Lieder des Musicals singen. Jedes Kind bekommt eine CD mit den Liedern und so können auch die Kleinen (wenn sie möchten), bei den letzten zwei Proben des Musicals mit einsteigen.

Natürlich sind die Planungen vorbehaltlich der weiteren Entspannung der Lage. Sollte das Singen nicht möglich sein, werden wir uns Alternativen überlegen. Das Programm bleibt bestehen. Wir freuen uns auf eine schöne Zeit mit den Kiddies!

Birthe, Beate und Team

Die genauen Termine und die Anmeldung können hier heruntergeladen werden: